Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 20 (1903)
- Issue
- 30 (24.7.1903)
- Date
- 1903-07-24
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Nr. 30 Dr. JSlocb’s MocbenscbrLtt. Seite 488 christlich-socialen Bewegung. Von einem dieser Palais wird erzählt, daß es einen in neuester Zeit in Vordergrund getretenen antisemitischen Streiter materiell unterstützte. Von einem andern Palais — hier soll die Dame des Hauses die treibende Kraft sein — erzählt man sich, daß sie versucht habe, die österreichischen christlich-socialen Parteiführer vor den Reichstagswahlen hierher zu ziehen, um den hiesigen Christlich- Socialen auf die Beine zu helfen. Die Dame soll geglaubt haben, damit den Socialdemokraten Abbruch thun zu können. Man wird nun die Differenzen, welche hier im Lager der Christlich-Socialen entstanden sind und zu einer vorwiegend auf persönlichen Gründen beruhenden Spaltung geführt haben, vor Gericht zum Austrag kommen sehen, denn Wengg, der Führer des alten Vereins kündigt an, daß er gegen Kuhn, den Führer des neuen Vereins, Verleumdungsklage erhoben habe. Der heftige Kuhn, der schlüpferige Wengg, das kann eine intereffante Verhandlung werden. Professor Scknegger, der Vorsitzende des neuen Vereines, ist ein Geistlicher und Professor a. D. Er war früher Religionslehrer an einem Gymnasium. E. P. in Zäbreh. Der 17. August 1890 war Sonntag, Rosch-Chodesch Elul 5650. S. L., Turka bei Chyrow. Der Abdruck dürfte eine Confiscation und eine Anklage zur Folge haben. Geprüfter tüchtiger jjeligionjlehrer jüngere Kraft, befähigt zum Religionsunterricht au Volks-, Bürger¬ und Mittelschulen, wird von der israelitischen Cultusgemeinde in Graz gesucht. Gehalt nach Uehereinkommeu; bei definitiver Anstellung Pensionsanspruch. Bewerber müssen österreichische Staatsbürger sein. Die Stelle ist spätestens mit Beginn des Schuljahres 1903/4 anzutreten. Reflectanten wollen ihre Gesuche unter Angabe des Alters, Familienstandes und Gehaltsansprüche bis 5. August 1903 schriftlich an die genannte Cultusgemeinde richten. Graz, am 21. Juli 1903. Israelitische Cultusgemeinde. Der Präses: i4riq_Bernhard Biller Schulcommission der ortticdax-hraslitisclien Cuitusgemeinde in Pozsnny. An der mit einem Internate verbundenen öffentlichen vierclassigen jÄäddieii'prgerscliiile der orthodox-israelitischen Cultusgemeinde in Pressburg beginnt die Einschreibung der Schülerinnen am' 27. August 1. J. in der Kanzlei des neuen Schulgebäudes, Turnergasse 3/b. Beizubringen sind: Geburts-, Schul- und Impfzeugniss. Das Internat steht unter Controle der Schulcommission und Leitung des Directors J. Fischer. Clavierunterricht, Correpetition. Stete Aufsicht. Um rechtzeitige Meldung wird ersucht, denn nur eine bestimmte Anzahl von Schülerinnen kann aufgenommen werden. Auskunft ertheilt Professor J. Fischer, Director 1401_. Pozsony, Bel Mdtyäsgasse l Heinrich Krnll sche Widmung. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien gibt hiemit bekannt, daß am 19. Elul d. I., d. i. am 11. September 1903, als dem Sterbetage des seligen Herrn Heinrich Krall, das Zinsenertragniß der obgenannten Widmung pro K 400.— an 10 arme, kranke, insbesondere aber gelähmte Männer israelitischen Glaubens zur Verleihung gelangt. Bewerbungsgesuche um diese Widmung, welche mit dem Geburts-, Armuths- und Krankheitszeugnisse zu belegen sind, müssen bis längstens 3t. Juli 1803 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien L, Seitenstettengasse 4, 1, Stock, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden (9 bis 12 Uhr Vormittags) überreicht werden. Auszüge aus den Geburts-, Trauungsuud Sterbematriken der israelitischen Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbeilagen nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der bezüglichen Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien. 1. Juli 1903. Therese Werth eimsche Heirats-Ausftattungs- Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien bringt zur Kenntniß, daß die Zinsen der obigen Stiftung per K 320.— au ein armes, mittelloses Mädchen der hiesigen Cultusgcmeinde, das sich zu verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind- . . Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Geburts-, Armuths- und Sittenzeugnisse, sowie demNach weise, daß ihre Mutter verstorben sei, und dem Brautst a n d s z e u g n i s s e belegten Gesuche bis 31. Juli 1903 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengaffe 4, 1. Stock, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich behoben werden können, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Sterbe- und Trauungsmatriken der israelitischen Cultusgemeinde Wien erscheinen als Gesuchsbeilagen nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. Juli 1903. . Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Concuvs. In der israelitischen Cultusgemeinde in GarlStadt (Croatien) gelangt die Stelle eines Rabbiners zugleich Religionslehrers mit dem Jahresgehalte von K 2400.— und den Bezügen für den Religionsunterricht nebst übliche Emolumenten mit 15. September d. J. zur Besetzung. Bewerber, welche den Doctorgrad besitzen und nebst der deutsehen auch einer slavisehen Sprache mächtig sind und sich im Acceptationsfalle verpflichten, innerhalb eines Jahres die croatische Sprache soweit zu erlernen, dass sie in derselben den Religionsunterricht an den hiesigen Mittelschulen zu ertheilen fähig sein werden, wollen ihre Offerte nebst Alter, Familienstand und Befähigungsnachweis bis 31. Juli 1. J. an den gefertigten Vorstand einsenden. Reflectanten, welche derzeit das Rabbinerdiplom noch nicht besitzen, werden vorläufig als Prediger und Religionslehrer acceptirt. C a r 1 s t a d t, 14. Juli 1903. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Sanitätsrath Dr. Friedrich Stern, Ritter des Franz Josef-Ordens. Als Vorbeter wünscht Heldenbariton zu Schachris oder zu Musaf, der auch Koreh und Bai Tokea und in der hebräischen Liturgie sehr gut bewandert ist, für die hohen Feiertage hier oder in der Provinz. Verwendung. Gefällige Anträge erbeten an Jos. KOHN, XIV., Sechshauserstrasse 46. Verlangen Sie nur den soeben erschienenen 51. Jahrgang des allgemein beliebten Pascheles’ illustrirten israel. Volkskaiender mit vielen Illustrationen. Preis 20 kr. Zusendung 6 kr. mehr. Durch jede Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages direct zu beziehen von Samuel W. Pascheles, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4. Herausgeber uud verantwortlicher Redaeteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VUL