Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 20 (1903)
- Issue
- 29 (17.7.1903)
- Date
- 1903-07-17
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 472 Aufruf Dr. Llocb's MocbenscbrM, zur Ceutennarfeier Salomou Sulzer^s. Am 30. März 1904 ist der hundertste Geburtstag Solomon Sulzer's, und im Schoße der Wiener Cultusgemeinde rüstet man sich bereits, um den Tag, an welchem der Reformator des modernen Synagogengesanges und geniale Schöpfer des „Schir Zion* das Licht der Welt erblickte, mit festlicher Weihe zu begehen. Wenn aber das gesammte Judenthum sich ehrfurchtsvoll vor dieser bedeutsamen Erscheinung neigt, so erwächst uns jüdischen Cantoren doppelte Pflicht, dem Andenken unseres großen Meisters, der eine neue Epoche im jüdischen Synagogengesange begründet und unserem ganzen Stande Ziel uns Richtung gegeben hat, an seinem hundertsten Geburtstage den schuldigen Tribut der Dankbarkeit in solenner Weise zu entrichten. Darum wollen wir an diesem Tage hier in Wien, an der Stätte seiner unsterblichen Wirksamkeit, eine Centennarfeier veranstalten und laden das gesammte jüdische Cantorenthum in aller Herren Länder ein, entweder persönlich oder durch Entsendung von Delegirten zur Feier zu erscheinen und durch eine imposante Kundgebung zu manifestiren, daß das jüdische Cantorenthum die Bedeutung und Größe Salomon Sulzer's szu würdigen versteht und stolz darauf ist, ihn als seinen Lehrer und Meister zu nennen. Da die Vorbereitungen zum Feste und den an demselben geplanten künstlerischen Veranstaltungen längere Zeit beanspruchen, ersuchen wir alle jene College», die an dem Feste theilzunehmen gedenken oder durch Rath und That geistig oder materiell unser Vorhaben fördern wollen, ihre diesbezüglichen Anmeldungen ehebaldigst an das Präsidium, des »Oesterr.- ungar. Cantoren-Bereines, Wien, I., Seitenstettengaffe 4, gelangen zu laffen. Mit collegialem Gruße und Handschlag Der Vorstand des Oesterr.-Ungar. Cantoren-Bereines Jacob Bauer, I. Vicepräses. Josef Singer, Präses. Coucurs. Bei der israelitischen Cultusgemeinde Krems a. d. D. ist die Stelle eines Religionslehrers der auch das Cantorat versehen kann, am 1. September 1903 mit einem Jahresgehalt von 1300 Kronen, freie Wohnung und 280 Kronen Remuneration für den Religionsunterricht zu vergeben. Bewerber um diese Stelle müssen österreichische Staatsbürger sein und die Befähigung zum Religionsunterricht an den Volks- und Mittelschulen haben, ferner ein gut geschulter Cantor sein. Gesuche sind an Herrn Leopold Karpfen, Cultusvorsteher, zu richten. Nur dem Acceptirten werden Reisespesen vergütet. Krems, am 15 Juli 1903. Goncups. An der israelitischen zweiclassigen deutschen Privat-Volkssehule mit dem Oeffentlichkeitsreckte in Beraun, ist die Stelle eines Lehrers event. Unterlehrers mit dem Jahresgehalte von K 1200 vom 1. September 1903 ab zu besetzen. Geprüfte und mit Reifezeugniss versehene Bewerber (Lehrer bezw. Lehrerinnen) wollen ihre Gesuche bis 31. Juli 1. J. an den gefertigten Vorstand einsenden. Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Beraun am 15. Juli 1903. \ oder 2 KINDER finden bei einem Cantor ="- - ~ — Pension - „ — ■ ■■■ - . ' liebevolle Pflege und gewissenhafte Aufeicht. Näheres: Wien, X., Humboldtgasse 14, I. Stock, Thtir 15. Nr- 29 In der israelitischen Cultusgemeinde in GarlStadt (Croatien) gelangt die Stelle eines Rabbiners zugleich Religionslehrers mit dem Jahresgehalte von K 2400.— und den Bezügen für den Religionsunterricht nebst üblichen Emolumenten mit 15. September d. j. zur Besetzung. Bewerber, welche den Doctorgrad besitzen und nebst der deutschen auch einer slavischen Sprache mächtig sind und sich im Acceptationsfalle verpflichten, innerhalb eines Jahres die croatische Sprache soweit zu erlernen, dass sie in derselben den Religionsunterricht an den hiesigen Mittelschulen zu ertheilen fähig sein werden, wollen Ihre Offerte nebst Alter, Familienstand und Befähigungsnachweis bis 31. Juli 1. J. an den gefertigten Vorstand einsenden, Reflectanten, welche derzeit das Rabbinerdiplom noch nicht besitzen, werden vorläufig als Prediger und Religionslehrer acceptirt. C a r 1 s t a d t, 14. Juli 1903. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Sanitätsrath Dr. Friedrich Stern, Ritter des Franz Josef-Ordens, Coacurs. In der israelitischen Cultusgemeinde in Karlsbad gelangt die Stelle des II. Kantors und Koreli zur Besetzung. Bewerber um diese Stelle müssen über gute Stimmmittel verfügen, musikalisch gebildet sein und die Fähigkeit besitzen, an Volksschulen Religionsunterricht zu ertheilen. Fixer Gehalt 2400 Kronen jährlich. Gesuche, welche ausführliche Angaben über Alter und Familienstand' der Bewerber enthalten müssen, nebst Zeugnissen über Bildungsgang und bisherige Wirksamkeit, sind bis Ende dieses Monats an den Unterzeichneten Vorstand zu richten. Karlsbad, den 12. Juli 1903. Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde : 1393 Der Vorsteher Ludwig Moser. Soeben erschienen Unssane Tokef von Obercantor Mayer Schorr, Wien für Solo, Soli und gemischten Chor, sowie Recitative für den Cantor. Preis K 2.50 **06 Zu beziehen vom Verfasser: Wien, II., Ob. Donaustrasse Nr. 47. P&r ein hiesiges, junges, intelligentes Mädchen aus hochachtbarer Familie mit einer Mitgift von zehntausend Kronen und schöner Ausstattung wird ein Kaufmann oder gut angestellter Beamter gesucht. Anträge unter ,,J. P.“ an die Expedition dieses Blattes. Verlangen Sie nur den soeben erschienenen 51. Jahrgang des allgemein beliebten Pascheies’ illustrirten israel. Volkskalender mit vielen Jllustrationen. Preis 20 kr. Zusendung 6 kr. mehr. Durch jede Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages direct zu beziehen von Samuel W. Pascheles, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, vm.