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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-07-03 · 27 (3.7.1903) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
27 (3.7.1903)
Date
1903-07-03
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 440 Dr. Mocb's Mocbenscbrikt. Nr. 27 vielen Demüthigungen erwachte in ihm, und einem heißen Strome gleich entquollen die Worte seinem Herzen und fanden ihren Weg über seine Lippen. Artem ward die Lage sehr unbehaglich; er schämte sich vor dem Juden. (Fortsetzung folgt.) Nene Bücher. Dr. Isaak Stein aus Harburg (Bayern). Die Juden der schwäbischen Reichs st ä d t e im Zeitalter König Sigmunds (1410—1437). Verlag von M. Poppelauer, Berlin 1902. Curt Müller. Moloch Ehre. Ein freies Wort gegen das Duellunwesen. Dritte Auflage. Verlag von Paul Waetzel, Freiburg i. B. und Leipzig. 1903. Demnächst erscheint im Verlage von R. L ö w i t in Wien ein Buch von Herrn Rabbiner Dr. Gelbhaus, betitelt: „Esra und seine reformatorischen B-strebungen*. Dasselbe ist ein Pendant zu der von demselben Autor in diesem Blatte erschienenen Studie „Nehemias und seine social-politischen Bestrebungen". Herm. Heijermans Isr. Ghetto. Ein Trauerspiel in 3 Aufzügen. Einzige autorisirte Uebersetzung. Deutsch von Franziska de Graa ff. Verlag von K. F. Köhler, Leipzig, 1903. Briefkasten. F. H. T. Das Schwurgericht in Bozen verurtheilte den Stadtbcamten Joseph Wredenhofer aus Meran wegen Amtsuntrene und Mißbrauch der Amtsgewalt zu dreizehn Monaten schweren Kerkers. Wredenhofer war eine christlich-sociale Parteigröße und schrieb in Partciblättern viel über „jüdische Corrnption". Dr. M. E. Sie haben die Briefkastennotiz vollständig mißverstanden. In eine Discnssion über die Bedeutung des Talmudtextes einzutreten, ist hier nicht der Ort. 3W* Im Deutschen Reichstag ist die christlich-sociale Partei durch zwei Mitglieder vertreten: Herrn Stöcker'und Dr. Burckhard.. M. M. & S. Der 18. August 19G2 fiel auf den 15. Ab. Wir ersuchen unsere geschähien Abonnenten u.n rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnements gebühr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man sich der in voriger Nummer beigelegien Pgasteriagscheine bedienen. Die Administration der ..Vesterr. Wochenschrift." Verlangen Sie um den soeben erschienenen 51. Jahrgang des allgemein beliebten illustrirten israel. Volkskalender mit vielen .Illustrationen. Preis 25 kr. Zusendung 5 kr. mehr. Durch jede Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages direct zu beziehen von Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4. Uachrnf an der Bahre seines theuren Freundes Herrn Alfred Eifenverger gehalten am 12. Juni 1903 von John Nasch ör. Aus dem Kreise Deiner ältesten Freunde trete ich schweren Herzens an Deine Bahre, theurer, jüngerer Freund, um den schmerzlichsten Abschied zu nehmen, den wir Menschen kennen, den für ewig! Wollte ich ausdrücken, was mein Herz und das der Freunde erfüllt, in deren Namen ich zu sprechen mir die Kcaft abriuge, dann müßte meine Beredtsamkeit so groß sein, wie unser Aller Schmerz. Ich möchte nicht das traurige Bild aufrollen, das sich unserem thrönenumflorten Auge darbietet durch Dein so unerwartet frühes Scheiden, und sagen möchte ich's, was Dich Freund Alfred uns so lieb und werth machte. Wir kannten Dick, durch ein Menschenalter in Freundschaft mit Dir verbunden, als musterhaften Sohn, als den fürsorglichsten, rastlos denkenden zärtlichen Gatten und Vater .... wie schwer mußte es Dir werden, zu scheiden von der jugendlichen Gefährtin, die nur eine kurze Strecke ihres Lebensweges an Deiner Seite zurückzulegen so glücklich war. Dein holdes Kind ist berufen, zu erben,die Lauterkeit Deines Charakters, Deine hohe Intelligenz, Deine rastlose Schaffenskraft, Deinen ehrlichen treuen Sinn für Familie und Freunde, Deinen in weiten Kreisen geschätzten und gefeierten Namen so rein und Helle, wie er von Deinem in Gott ruhenden, unvergeßlichen und unvergessenen Vater Dir überkommen ist und den Du so in Ehren zu halten wußtest. Dein einziger Sproffe, er werde wie Du — Dein guter Genius geleite ihn durchs Leben, dann wirst ruhig Du schlummern, theurer Freund. Wir, Deine Freunde, begreifen das tiefe Weh Deines liebevollen und geliebten Bruders, der unserem Herzen so überaus nahe steht. Wissen wir doch, was Du ihm bedeutest. — In der Kindheit warst Du ihm Gespiele, in der Jugend treuer Freund und Kamerad; als Mann, der mitfühlende, helfende und mitarbeitende Genosse, rastlos ihm zur Seite, um vereint mit ihm auszubauen die angesehene Stellung und zu festigen die Wohlfahrt Eures geachteten, großen Hauses. Wir, der Freundesbund, wo in Leid und Freud die Herzen Dir warm zuschlugen, wir geloben Dir, unserem geliebten Freunde, Deinem schwergeprüften Bruder treu zur Seite bleiben und Alles thun zu wollen, um seinen unersetzlichen Verlust zu lindern. — In unserem Herzen ist Dein theurer Name Alfred Eisenberger mit feurigen Lettern eingeschrieben, er wird, solange unsere Herzen schlagen, nicht verblassen — nicht verlöschen. Mutter Erde nimm unseren verklärten Freund gnädig auf! Nach kurzem Ecdenwallen. doch reich an redlichem Thun und tüchtigem Wirken kehrt er in Deinen Schoß zurück. Ziehe in Frieden geliebter Freund. Die Erde, sie werde Dir leicht. Bethausverein „Beth Hachneseth“ III., Untere Viaductgasse 13. Anmeldungen für Trauungen und ~ werden entgegengenommen in der Vereinskanzlei, III., Untere Viadnctgasse 13 zwischen 1—3 Uhr Nachmittags. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VB3. 1118^314

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