Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 20 (1903)
- Issue
- 24 (12.6.1903)
- Date
- 1903-06-12
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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SeLe 392 Vr. Bloch's Wochsnschrift. Nr. 24 Neue Bücher. Dr. Abr. Ad. Schmiedl. Die Confirmationsfeier der weiblichen Jugend in ihrer hochwichtigen religiösen Bedeutung. In drei Confirmations-Reden besprochen — nebst einem Anhang. Der Reinertrag ist dem „Verein für Ausspeisung armer Schulkinder" gewidmet. Heraus gegeben von dem Religionslehrerverein „Esra", Wien, 1903. Verlag von Moriz W a i z n e r und Sohn, Wien, IX., Kolingafse 11. Alois Ulrerch. Herr Lehrer! Socialer Roman aus der Gegenwart. 1903. Verlag der „Sammlung moderner Kampfschriften^, Wien, XVUI., Sternwartestraße 45. Salomo« Buber. A g a d a t h Bereschith. Midraschische Auslegungen zum ersten Buche Mosis. Nach den ältesten Druckwerken, in Vergleichung mit einer Oxforder Handschrift 60d. 2340 herausgegeben. Mit Erklärungen und einer Einleitung versehen. 1903. Verlag von Josef Fischer, Krakau. Dr. Otto Meininger. Geschlecht und Charakter. Eine principielle Untersuchung. 1903. Verlag von Wilhelm Braumüller, k. k. Hof- und Universitätsbuchhändler, Wien und Leipzig. Briefkasten. „Reisender." Antisemitisch sind in Karlsbad: Hotel Morgenstern. Hotel National. Hotel de Nussie. Residenz-Hotel, Cafe Sanssouci. Cafe Schweizerhof. Haus Grillparzer, Alte Wiese. Haus Rom. Feldherr, Neue Wiese. Haus Oelzweig, Marienbaderstraße. Haus Ztalia, Schloßberg. Haus Florenz, Schloßberg. Haus Stadt Warschau, Kaiserstraße. Haus Malta, Kaiserstraße. Haus Rosenstock, Kaiserstraße. Haus Brandenburg. Thor, Kreuzstraße. Haus Germania, Schloßberg. Haus Preuß. Krone, Egerstraße. Haus Egeria, Egerstraße. Haus Diamant, Egerstraße. Haus Engl. Krone, Egerstraße. Haus Schubert, Parkstraße. K. Die »Kölnische Zeitung" enthält folgendes interessante und charakteristische Inserat. Glaubenswechsel. An einsamen Orte, eventuell im Auslande, sucht Ingenieur, Israelit, zur resormirten Kirche überzutreten. Auskünfte erbeten unter E. M. 379 an die Exped. d. Bl. Vielleicht könnte eine mitleidige Seele dem Inserenten unter der Chiffre E. M. 379 einen „einsamen Ort" empfehlen, ohne daß er dazu ins Ausland zu gehen brauche. Wir entnehmen ferner der „Vossischen Zeitung" folgendes Inserat: Des Alleinseins müde, möchte ich mich bald mit nicht zu junger, evangel. oder jüd. Dame verheirat. — Ich bin Gutsbesitz., Vermög. M. 200.000, symp. Erscheinung, jüdisch, und würde eventuell zum Protestant., jedoch nicht zum Katholizismus übertreten. Meine Lebensgefährtin müßte einfach erzogen, in ungefähr denselben Vermögensverh. sein und wirkliche Liebe zum Landleben haben. Nicht anonyme Schreiben, möglichst mit Photogr., erbeten unter P. Z. 4ö0 an die Spedition dieser Zeitung. Alle eingehend., nicht anonym. Briefe werden in jedem Falle ebenfalls nicht anonym beantwortet. Discretion an Eidesstatt zugesichert. Wir möchten unter Discretion fragen, ob der Inserent weiß, daß das Taufbekenntniß „an Eidesstatt" ist? „Renegat". Sie kommen wieder mit einer Epistel. Fragen Sie nur die große Mehrheit der Christen, wie sie über die jüdischen Renegaten denkt. Nach übereinstimmendem Urtheil Aller sind es verächtliche und ehrlose Subjecte. Das bestätigt Ihnen der liberale Arier, wie der Gesinnungsgenosse des „Deutschen Volksblatt". Im 17. und im 18. Jahrhundert haben die christlichen Renegaten unter türkischer Herrschaft gegen ihre früheren Glaubensgenosien nicht blos mit demselben Haß, sondern auch mit den gleichen Argumenten gekämpft, wie Sie in Ihrer Epistel. Die Mohammedaner aber sind diesen Neophyten mit großem Mißtrauen begegnet, haben sie gesellschaftlich gemieden und sie galten für ehrlos. Daß Sie sich für einen „Socialdemokraten" ausgeberi, ist eine schlechte Maskerade. Sie hätten in der Zeit des alten Römerreiches einen eifrigen Christenhetzer abgegeben. Jede volle Krippe hat noch immer auf derlei Kreaturen eine unbesiegbare Anziehungskraft ausgeübt, denen es nie an Argumenten gefehlt hat, die innere Ehrlosigkeit äußerlich philosophisch aufzuputzen. H. Solch ausführliche Berichte über Confirmationsfeierlichkeiten in den einzelnen Gemeinden können wir nicht publiciren. Uotst. Wert über eine halbe Million beträgt die Summe der 18.397 Geldtreffer, mit denen die XXXV. Staatslotterie dotirt erscheint. Der Haupttreffer erreicht die imposante Höhe von X 200.000, weitere bedeutende Treffer zu X 40.000 (neu) X 20.000, 10.000, 5000 2C. gruppiren sich um ihn. Diese reichliche Trefferdotation gestaltet sich umso günstiger, als ein Los nur 4 Kronen kostet. Bekanntlich ist das Erträgniß dieser Lotterie — dieselbe blickt bereits auf ein halbes Jahrhundert ihres Bestandes zurück — Civil-Wohlthätigkeitszwecken gewidmet, die der Monarch selbst bestimmt. Am 18. Juni findet die Ziehung statt. Lose sind in allen Tabaktrafiken, Wechselstuben und in zahlreichen anderen Verschleißstellen zu beziehen. Bei der israelitischen Gultusgerneinde SkOtSChaU (Oesterr.- Schlesien) ist die Stelle eines Schichters Und AUShilfSVOrbeters zu besetzen. Einkommen 500 Xronen Gehalt u. circa 500 Xronen Nebenemolumente. Selbstgeschriebene Offerte sammt beigeschlossenen Zeugnissabschriften nebst Angabe des Alters und Familienstandes sind bis 24. d. M. zu übersenden. Nur dem Acceptirten werden Reisespesen vergütet. Heymann Urbach, Vorsteher. Concurs. Bei der israelitischen Cultusgemeinde in Wlüterberg gelaugt die Stelle eines autorisirten Rabbiners der zugleich Lehrer, Vorbeter, Xoreh und Schochet sein muss, mit dem Jahresgehalte von 1250 Xronen und 50 Kronen für die Verrichtung der Keren-Xajemes-Functionen, nebst freier Wohnung im Gemeiudehause zu Ckyn, am 1. September 1903 zur Besetzung. Nebstdem fällt demselben die Staats-Remuneration für den Religionsunterricht zu. Gesuche sind an den gefertigten Vorstand bis Ende Juni 1903 zu richten. Reisespesen werden nur dem Acceptirten bei Antritt des Postens vergütet. * Vorsteher der israelitischen Cultusgemeinde in Winterberg: Emanuel Klein. Bethausverein „Beth Hachneseth“ HE., Untere Viaductgasse 13. Trauungstaxe 32 Kronen. Anmeldungen für Trauungen und Trauungsaufgebote werden entgegengenommen in der Vereinskanzlei, III., Untere Viaductgasse 13, zwischen 1—3 Uhr Nachmittags. Als Barmix wah-Geschenk eignet sich vorzüglich das berühmte Prachtwerfe Professor Dr. Julius Fürstfs Illustrirte fünf Bücher Moses m. deutsch. Uebersetzung, erläuternd. Anmerkungen u. 223 lllustr. Preis in Prachtband statt fl. 8.50 jetzt nur fl. 3.50. Zu haben in jeder grösseren Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages direct zu beziehen von Samuel W, Pascheies, Prag, Zeltnergasse 4. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, offerirt in reichster Auswahl Professor KSmpf’s allgemein beliebte Brautgebetbiicher und deutsche Ändachtsböcher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim, Gold- und Silber-Borten. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Zosef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, Vm.