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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-05-29 · 22 (29.5.1903) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
22 (29.5.1903)
Date
1903-05-29
Page
– (sequence 16)
Language
German
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itte 360 Dr. Blvch's Wochvnschrifk. Nr. 22 K. i. M. Daß der vielfach gebrandmarkte Herzog im österreichischen Parlament ruhig verbleiben darf, das kennzeichnet das moralische Niveau des österreichischen Volkshanses. In jedem anderen Staate hatte sich Alles von ihm mit Ekel und Widerwillen abgewcndet. H. Ln P. Die größte Zeitungder Welt wird eine Specialausgabe „Newyork World" bilden, die das amerikanische Blatt demnächst zur Feier seines zwanzigjährigen Bestehens publiciren wird. Sie besteht aus 140 Seiten und enthält mehr als &70 Spalten Annoncen In der Ausgabe wird auf alle epochemachenden Ereignisse seit dem Mai 1883 verwiesen, unter Anderem werden auch einige Glückwunschschreiben vom Präsidenten Cleveland (der seine Wahl in der Hauptsache der von der „World" veranstalteten Campagne zu seinen Gunsten verdanken soll), General Miles, Admiral Dewev, Mr. Whitelaw Reid und Mr. Iustice Boewer abgedruckt werden. Besitzer und Chesredacteur ist unser Glaubensgenosse Josef Pulitzer. Krems. Der 25. August 1853 fiel auf Donnerstag den 21. Ab 5613. Salomo« Altmann'sche Waisen-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Cnltnsgemeinde Wien bringt zur Kenntniß, daß am Sterbetage des seligen Herrn Salomon Altmann (am 21. des Monates Ab) 14. August 1903 die Zinsen obiger Stiftung zusammen per Kronen 120.— an zwei Vater- und mutterlose Waisen ohne Unterschied des Geschlcchtes, welche das »5. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, zu gleichen Theilen zu verleihen sind. Zur Bewerbung zulässig sind Waisen, welche nebst glaubwürdigen Arumths- und Sitteuzeugnissen auch solche über Schulbesuch mit gutem Erfolge beibringen. Den Vorzug erhalten in erster Reihe Verwandte des seligen Herrn Salomon Allmann, in zweiter Reihe aus Oesterr.-Schlesten Stammende, endlich in deren Ermanglung jene, deren Eltern als Mitglieder der Cultusgemeinde Wien angehört haben. Die vollständig instruirten Gesuche sind im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien (I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock) bis 15. Juni 1903 woselbst auch Gesuchsblanguette während der Amtsstunden von 9 — 12 Uhr Vormittags unentgeltlich hehoben werden können, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbe- Matriken der israelitischen Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die g e n a u e Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Kaiser Franz Joseph-Jubiläums-Stiftung zur Unterstützung israelitischer Waisen. Errichtet von einem ungenannt sein wellenden Wohlthater. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien verlautba^ hiemit, daß aus den Zinsen der obgenannten Stiftung 3 Stiftplätze ä K 300.— zur Verleihung gelangen. Bewerbungsberechtigterscheinenarm eKinder (Knaben und Mädchen) israelitischer Confession, welche das 1*. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und nachzuweisen vermögen, daß ihr Vater in Wien verstorben ist oder daß derselbe bis vor seinem Tode in Wien sein ordentliches Domicil hatte. Die Gesuche müssen mit folgenden Belegen versehen sein: 1. dem Geburtsscheine des Bewerbers, 2. dem Armuthszeugniffe, 3. dem Todtenscheine des Vaters (im Falle der Vater nicht in Wien verstorben ist, erscheint ein legaler Nachweis erforderlich, daß derselbe bis vor seinem Tode sein ordentliches Domicil in Wien hatte) und 4. Den Schulzeugnissen, bezw. Zeugnissen. Die Gesuche sind bis zum 15. Juni 1903 im Einreichungs-Protokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien, l.. Seitenstettengaffe 4, 1. Stock zu überreichen, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich ausgefolgt werden. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Todtenmatriken der Wiener Cultusgemeinde sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. . Gesuche, welche mit den angeführten Belegen nicht versehen sind, oder nach Ablauf des Einreichungstermines überreicht werden, finden keine Berücksichtigung. Wien.im Mai 1903.. . Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien. Geburtsscheine za Schuieinschreibungen. Pa die Aufforderungen um Ausfertigung von Geburtsscheinen für schulpflichtig gewordene Kinder behufs Einschreibung in die Schulen vor Beginn des Schuljahres, insbesondere seit der Einverleibung der Vororte, derart zahlreich sind, dass das Matrikelamt der israelitischen Cultusgemeinde denselben nicht sofort nachkommen kann, werden die Eltern etc. in ihrem eigenen Interesse erinnert, schon jetzt solche Documeute zu bestellen und auch in Empfang zu nehmen. Vom 15. Juli ab können die erwähnten Documente nicht vor drei Tagen nach der Bestellung behoben werden. Die Amtsstunden für den Parteienverkehr sind von 9 bis 12 Uhr Vormittags. Vom Matrikelamte der israelitischen Cultusgemeinde ln Wien am 25. Mai 1903. Michael BrSsIer, Matrikelführer. Der zersetzende GähruDgsstoff der Zeit hat sich nun auch der Bibel bemächtigt. Gelehrte und gekrönte Häupter beschäftigen sich mit der Interpretirung der antiken, mustergiltigen Urkunde, zu welcher eine soeben erschienene Schrift ans der Feder des Elias Lelir betitelt: Glossen zum Religionsbrief des Deutschen Kaisers „Lebensquelle“ Stellung nimmt. Diese packende gedankentiefe Arbeit wird Jedermann interessiren und stellte der Autor seine Feder in den Dienst der Wahrheit ohne selbstische Zwecke — fliesst doch das Erträgniss humanitären Zwecken zu. Preis des Werkes 50 Heller. Ueherall, auch beim Autor (II., Rothe Sterngasse 20) zu haben. Bethausverein „Beth Hachneseth“ HI., Untere Viaductgasse 13. Trauungstaxe 32 Kronen. Anmeldungen für Trauungen und Trannngsanfgebote werden entgegengenommen in der Vereinskanzlei, HI., Untere Viaductgasse 13, zwischen 1—3 Uhr Nachmittags. Heirats-lfermittler in den besten Gesellschaftskreisen seit Jahren eingeführt, empfiehlt sich behufs seriöser, honoriger, reeller, streng discreter Intervention, ohne Vorauslagen, mit Referenzen versehen. Gefällige Zuschriften unter „Ph. K.“ an die Administration dieses Blattes. Anonymes wird nicht berücksichtigt. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, offerirt in reichster Auswahl Professor Kämjpi’s allgemein beliebte BrautgcbetbBcher und deutsche Andachtsbiicher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim. Gold- und Silber-Borten. Als Barmizwah-Geschenk eignet sich vorzüglich dasberühmtePrachtwerk Professor Dr. Julius Fürst’s lllustrlrte fünf Bnclier Moses m. deutsch. Beb er Setzung, erläuternd. Anmerkungen u. 223 Illustr Preis in Prachtband statt Ü. 8.50 jetzt nur fi. 3.50. Zu haben in jeder grösseren Bnchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages direct za beziehen - von. Samuel W, Pascheies, Prag, Zeltnergasse 4. . Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, V33I.

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