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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-02-13 · 7 (13.2.1903) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
7 (13.2.1903)
Date
1903-02-13
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 112 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 7 Könige, der von der regierenden Räuberbande als Geisel gegen Europa gehalten wird/ Sehr interessant und nicht blos für Besitzer rumänischer Schuldverschreibungen sehr lehrreich ist, was der Verfasser über den Stand der rumänischen Finanzen und über die Nothwendigkeit mittheilt, in der sich Rumänien befindet, vor dem Bersallstermine im Jahre 1904 die Schuld von 175 Millionen Francs Schatzanweisungen in eine Schuld von 185 Millionen Francs Anleihe umzuwandeln. A. P. Trauungstaxen. lsp. Bethaus-Verein Brigittenau. I. Classe .... Kronen 200.— II. III. IV. 130. 80. 40. Briefkasten. Ger«a«icus. Als Zeugniß der germanischen Culturhöhe könnte man jeden Tag eine prächtige Blüthe produciren. In einem christlichsocialen Bezirksblättchen, „Wiener Volksbote", das jener Herr Johann König herausgibt, der durch seinen Briefwechsel mit Shakespeare eine gewisse Berühmtheit errungen hat, finden sich folgende zehn Gebote für Christlich-Sociale: 1. Taufet alle eure Hunde auf den Namen Isaak und Me eure Hündinnen auf den Namen Rebekka. 2. Verfluchet unter allen Völkern nur den Namen des Juden. 3. Tapezirt alle eure Wände mit Bildern von Juden, auf daß ihr stets an die Judengefahr erinnert werdet. 4. Boycottirt Me jüdischen Geschäfte. 5. Gebrauchet niemals Judenblätter oder höchstens zu ganz anderen Zwecken als zu politischen. 6. Wenn ihr eure Kinder prügelt, saget ihnen stets: „Dies sind jüdische Liebkosungen." 7. Erschreckt eure Kleinen nicht mehr mit dem „W a u w a u", sondern drohet den unartigen Kindern mit den Worten: „D e r I u d e kommt!" 8. Die Raubvögel nennet hinfort nie anders als „I u d e n v ö g e l". 9. Zeiget an und verfolget hinfort unbarmherzig jeden jüdischen Wucherer und Schwindler. 10. Schließet hinfort aus allen euren gesellschaftlichen Vereinigungen und Vergnügungen den Juden aus, denn er ist nicht euresgleichen . . . K. Die Wiener antisemitischen Tagesblätter haben in ihren Mittheilungen über die Katastrophe von Colney Hatch die Nachricht gebracht, daß der Brand in der „jüdischen Abtheilung" ausgebrochen sei und das mit hämischen Glossen verbrämt. Wie nun die Londoner „Jewish Chronicle" mittheilt, gibt es in der Irrenanstalt von Colney Hatch überhaupt keine besondere jüdische Abtheilung. Nur eine koschere Küche und ein eigener jüdischer Speiseraum sind vorhanden, während die jüdischen Patienten gnmeinschaftlich mit den übrigen Insassen der Anstatt untergebracht find. Unter den 52 Opfern der Katastrophe befindet sich zufälligerweise kein einziger Jude. Dr. St, St. Petersburg. Besten Gruß und Dank. Anmeldungen bei dem Vereins-Obmann Herrn HERMANN ELTBOGEN. Wien, XX., Rafaelgasse 12. 1091 Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse Nr. 4, nächst dem Ring, offerirt in reichster Auswahl Professor K fimpf’s allgemein beliebte BrantgebetbQcher und deutsche Andachtshücher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden und Woll-Talesim, Gold- und Silber-Borden. Als Barmizwah-GescJtienk eignet sich vorzüglich das berühmte Prachtwerk Professor Dr* Julius Fürstfs illustrirte fünf Bücher Moses i*. deutsch. Uebersetzung. erläuternd. Anmerkungen u. 223 Illustr. Preis in Prachtband statt ü. 8.50 jetzt nur fl. 3.50. Zu haben in jeder grösseren Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages direct zu beziehen von Samuel Ws Pascheies, Prag, Zeltnergasse 4. Niederösterreichische Escompte-Gesellschaft. Die Actionäre der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft, werden laut der in der „Wiener Zeitung“ vom 7. Februar d. J. erschienenen Kundmachung zu der am Samstag den 28. Februar 1. J., 6 Uhr Abends, im Gebäude der Gesellschaft, I., Freiung 8 stattfindenden 50. ordentlichen General-Versammlung eingeladen. Gegenstände der Verhandlung die üblichen. „Kleiner Wiener Deuunzius". Abfertigung erhalten Sie in nächster Nummer. Concurs. Beim israelitischen Bethausvereine „Volker t", II., Fugbachgasse 7, in Wien ist die Stelle eines ersten Cantors (|in) sogleich zu besetzen. Bewerber, nicht über 35 Jahre alt, welche eine schöne Tenorstimme besitzen, den Gottesdienst nach altjüdischem Ritus mit Chor zu verrichten in der Lage sind, wollen ihre schriftlichen Offerte, mit Zeugnisabschriften versehen, an den gefertigten Obmann bis längstens 28. Februar 1. J. einsenden. Jahresgehalt 1800 Kronen und Nebeneinkommen. Wien im Februar 1903. Adolf Schromek, Obmann II., Novaragasse 21. Bethausverein „Beth Hachneteth“ Hl., Untere Viaductgasse 13. Trauungstaxe 32 Kronen. Anmeldungen für Trauungen und Trauungsaufgebote werden entgegengenommen in der Vereinskanzlei, HL, Untere Viaductgasse 13, zwischen 1—3 Uhr Nachmittags. Hauptverkaufsgeschäft: Wien, I, Flelschmarkt 7 Comptoir, und Magazine Fabrik: VII/2, Neustiftgasse 28. JVJUJJS i 5E&WWNTE iKAFFEE" oie. besten. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Josef G. «loch. - Druck von L. Beck.' * Sohn. Wien. VI»

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