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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-01-30 · 5 (30.1.1903) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
5 (30.1.1903)
Date
1903-01-30
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 8 Dr. Bloch's Wochenschrift. Sette 73 Mittler, Gustav Planer, David Pollatschek, Ober-Jnspector Felix Reifer, Ludwig Rieß, Benno Rothziegel, k. k. Regierungsrath Dr. Julius Schlag, Josef Wünsch. III. und XI. Bezirk: Dr. Fritz Ditrichstein, Salomon Meisels, Siegmund Ochs, Dr. Jakob Ornstein, Philipp Popper, David Schwarz, Nachmann Spiegel, Ignaz Tauber, Alex. Vogel. IV. , V. und X- Bezirk: Sal. Ed. Donath, Ignaz Glauber, Adolf Lichtblau, Leopold Modley, Adolf Ostersetzer, Dr. Max Stransky, Jakob S. Straßberg. VI. und VII. Bezirk: Wilhelm Bachrach, Leo Bauer, k. k. Commercialrath Max Eisenberger. Dr. Jakob Engl, Rudolf Foges, Joses Sonnenschein, Samuel Steiner, Dr. Ludwig Weiß. VIII. und IX. Bezirk: Julius Brecher, Karl Goldmann, Leopold Hendel, Dr. Norbert Klinger, Dr. Moriz Schnepp, Adolf Stiaßny, Dr. Isidor Schnabl, Leopold Weinwurm, kais. Rath Ignaz Wilhelm, Josef Witrofsky. XU.—XV. Bezirk: Dr. Sigmund Bars, Salomon Beer, Philipp Hofbauer, Ludwig Spitzer, Isidor Turner, Hermann Weinberger, Samuel Bernhard. XVI. und XVII. Bezirk: Ludwig Eisenstädter, Albert Hesky, Leopold Kohn, Moriz Pick, Leopold Trebitsch, Adolf Waringer, Sigmund Schickler. XVIII. und XIX. Bezirk: Dr. Moriz Breuer, Ignaz Fantl. Dr. Julius Hecht, Ignatz Katz, Anton Koretz, Dr Ignaz Winter. Als Delegirte des Vorstandes für die Schätzungscommission im Sinne des § 9 des Cultussteuer-Regulativs werden gewählt die Herren: Salo Cohn, kais. Rath Moriz Hirsch, Emanuel Hoffmann, Dr. Gustav Kohn, Wilhelm Kuffner, Heinrich Teltscher; als Delegirte-Stellvertreter die Herren: Dr. Alfred Berger, Hermann Eltbogen. Oberingenieur Arthur Edler von Mises, Dr. Benjamin Rappaport, Salomon Rosner und kais. Rath Jonas Weil. Auf Grynd des Berichtes des Vertreter-Collegiums über einen ihm zur Berathung zugewiesenen Antrag des Cultusvorstehers Dr. Spitzer wird beschlossen, zwei vom Vorstande der Chewra-Kadischa aus dessen Mitte zu wählende Delegirte sämmtlichen Sitzungen der Friedhofs-Commission mit berathender Stimme beizuziehen. Herr Bice-Präsident Dr. Kohn referirt in Angelegenheit des Fortbestandes eines regelmäßigen Gottesdienstes in Döbling. Auf Grund mehrfacher Conferenzen mit dem Vorstände des in Döbling bestehenden Bethausvereines beantragt Referent gemäß des hierüber gefaßten Beschlusses des Vertreter-Collegiums, dem Bethausvereine in Döbling zur Fortführung des provisorischen Gottesdienstes für das Jahr 1903 eine Subvention von K 4000 zu gewähren. Nach längerer Debatte, an welcher sich die Herren Oberbaurath Tauffig, Baurath Theodor Ritter von Goldschmidt, kais. Rath Weil, Hermann Eltbogen und Sigmund Kauders betheiligen, wird der Antrag des Vertreter-Collegiums auf Gewährung einer Subvention per K 4000 mit einem Zusatzantrage des kais. Rathes Weil, betreffend den vom Bethausvereine projectirten Tempelbau, angenommen. Kais. Rath Dr. Lieben referirt über die Verleihung von Gnadengaben pro 1903; die diesbezüglich vom Personal-Counts und dem Vertreter-Collegium erstatteten Vorschläge werden angenommen. Nach Erledigung von Personalien wird die Sitzung um l/a2 Uhr Nachmittags geschlossen. Wien. Der Präsident der israelitischen Cultusgemeinde Herr kaiserl. Rath Heinrich Klinger hat aus Gesundheitsrücksichten einen Urlaub von mehreren Wochen genommen und wird denselben im Süden verbringen. Die Leitung der Präsidialgeschäfte hat für diese Zeit der Erste Vicepräsident Herr Dr. Alfred Stern übernommen. Wien. Samstag den 24. Jänner 1903, Abends, versammelten sich die dienstfreien Funktionäre der Sektion für Friedhof- und Beerdigungswesen, bei welcher Gelegenheit der neugewählte Obmann Baurath Ritter v. Goldschmidt sich in schwunghafter Rede von dem scheidenden Obmann dieser Sektion Herrn Baurath Stiaßny verabschiedete. Er gedachte der mannigfachen Verdienste desselben, der aufopfernden Thätigkeit des Obmann-Stellvertreters Herrn Arthur Edlen v. Mises und der Funktionäre, die er zu genauer Einhaltung ihrer schwierigen Pflichten aufforderte, und zeichnete programmatisch in kurzen Umrissen die Ziele und Zwecke der Sektion. Hierauf nahm Baurath Stiaßny Abschied von den Funktionären, denen er für ihre Pflichttreue, Anhänglichkeit und Aufopferung besten Dank sagte. Dann nahm kaiserl. Rath Wilhelm Pollak als neugewählter Obmann - Stellvertreter das Wort, indem er Herrn Baurath Stiaßny zu der ihm gewordenen allerhöchsten Auszeichnung herzlichst gratulirte, worauf die Anwesenden ein begeistertes Hoch anstimmten. Redner zeichnete in einigen Worten ein Programm für die Zukunft und wies darauf hin, daß in dieser Sektion besonders vorsichtig und rücksichtsvoll gearbeitet werden müsse, da der Beamtenkörper mit dem Publicum im Moment des Leides zu thun habe und in seinem Benehmen diesem Zustande der Empfindlichkeit und Nervosität Rechnung tragen müsse. Er rechnet darauf, daß die bisher vorgekommenen Kläcken nunmehr verstummen werden, an denen übrigens, wie er sich selbst überzeugte, nicht immer die Funktionäre die Schuld tragen. Er werde sein Ohr bereitwilligst etwaigen gerechten Beschwerden der Angestellten leihen, müsse jedoch auf strenger Einhaltung der zu schaffenden Vorschriften bestehen und mache im Vorhinein aufmerksam, daß er keine Protection üben werde. Er hofft, daß Jeder seine Pflicht thun und zwischen den Obmännern und den Funktionären der Sektion gutes Einvernehmen herrschen werde. Wien. Der Verein »Frauenhort" hielt Sonntag den 25. Jänner d. I. im Ceremoniensaale des Tempels, IX., Müllnergasse 21, seine fünfte Generalversammlung (10. Bereinsjahr) ab. Unter den überaus zahlreich Anwesenden bemerkten wir die Damen Baronin CharlotteKönigswarter, die Bereinspräfidentinnen Sofie Grünfeld und Amalie Beck, Herrn Theodor Ritter v. Goldschmidt als Delegirter der Cultusgemeinde, Abordnungen des Vereines für Hausarme, des Lehrmädchenhortes und Philanthropischen Vereines, des Vereines zur Unterstützung israelitischer Handwerker und zur Verbreitung der Handwerke unter den inländischen Israeliten, die Herren Baurath Stiaßny, den Präsidenten des Tempelvereines im IX. Bezirk Gottlieb Bettelheim, kais. Rath Lichtenstadt, die Rabbiner Dr. Bloch und Dr. Gelbhaus, sowie zahlreiche Herren und Damen der Gesellschaft. Ihr Fernbleiben halten entschuldigt: Herr Oberrabbiner Dr. Güdemann, Donat Z'fferer, Salo Cohn, Herr von Mises und die Vereins-Vicepräsidentin Frau Johanna Fröhlich. Die Präsidentin Frau Rosa Zifferer entrollte in großen Zügen ein Bild der Thätigkeit des Vereines, der aus einer Spende des Herrn Bettelheim im Betrage von 500 fl. hervorgegangen ist und in der Lage war, in 10 Jahren über 150.000 Kronen an arme Glaubensgenossen zu vertheilen, 600 Wöchnerinnen zu verpflegen, 1637 Kinder zu bekleiden, 425 Kranke in Curorte zu versenden, 1817 Familien mit Osterbrot zu betheilen. Ferner hat der »Frauenhort" bis jetzt 61 Arbeiterinnen zur Erholung in die Sommerfrische verschickt und wünscht unser Vaterland durch die Errichtung eines Arbeiterinnen-Erholungsheimes mit einer neuartigen und segensreichen Schöpfung zu bereichern. Im Jahre 1902 find beim »Frauenhort" Gedenkblätter und Seelenlichtstiftungen für die Herren Ernst Hirsch, Ferdinand und Carl Goldschmidt, Heinrich M. Elias, Gustav Bettelheim, Ignaz Mandl, Josef Thalberg, die Frauen Sofie von Gutmann, Rosalia Basch und Babette Hiller von den Hinterbliebenen votirt worden. Die Versammlung genehmigte sowohl den Rechenschasts- und Caffenbericht, als die Neuwahl der ausscheidenden Borstandsdamen, sowie die Wahl der Beiräthe Herren Salo Cohn, Friedrich Faust, Wilhelm Hirsch, Leo Hildesheimer und Dr. Katzau per Akklamation. Sowohl Herr Theodor Ritter von Goldschmidt im Namen der Cultusvorstehung, als die Damen Jda Diamant und Dr. Lina Weiß. Herr Dr. Dorn, Julius Kopstein und G. Bettelheim drückten dem »Frauenhort" ihre Sympathien aus. worauf Frau Regine Kopstein als erste Vice- Präsidentin der Vorsitzenden eine Rosa Zifferer-Jubiläumsstiftung überreichte und über Vorschlag des Herrn Commercialrathes S. Neustadt! Frau Zifferer einstimmig zum Ehrenmitgliede des Vereines ernannt wurde. Wir wünschen demselben aufrichtigst ein ferneres Blühen und Gedeihen zum Wohle unserer Armen, und daß der jährliche Zuwachs an Spenden und an Unterstützungen auch ferner gleichen Schritt Hallen möge bis in die fernste Zukunft. Wien. (Brigittenauer Israel. Frauen-Wohlthätigkeitsverein.) Zu den schönsten Eigenschaften, welche nach Salomons herrlichen Sprüchen dem jüdischen Biederweibe innewohnen, gehört der Sinn für Wohlthun und das Streben: „Den Armen zu reichen Brot, den Dürftigen zu befreien von Noth". Dieses edle Vorbild vor Augen, hat der Brigittenauer israel. Frauen-Wohlthätigkeitsverein es unternommen, zum Zwecke der Vermehrung seiner Mittel für die Unterstützung, insbesondere von armen Witwen. Waisen und Wöchnerinnen, am 11. d. M. eine Akademie mit nachfolgendem

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