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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1903-01-23 · 4 (23.1.1903) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
20 (1903)
Issue
4 (23.1.1903)
Date
1903-01-23
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Sette 64 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 4 Dr. Unger ist kein kriegerischer Geist, kein Rufer im Streite, schwingt nicht die Geißel der Sathre gegen die Dhorheiten der Zeit, er ist kein verdammender Eiferer, der verzehrendes Feuer in die fchlummemden Gewissen, in die blinden Seelen schüttet. Er ist ein milder, aufilärender Lehrer, der die Uebel der Zeit beklagt, er wendet sich au die Vernunft, kränkt nie eine Menschenseele und hebt jede empor. Selbst der traurige Scenenwechsel von religiöser Eintracht in confessionelle Verhetzung, vom herrschenden Liberalismus in antisemitische Reaction stimmt ihn Wohl wehmüthig, vermag aber auch kein Tröpfchen Gegenhaß in seine fromm jüdische reine Seelenstimmung zu bringen. Dr. Unger zeigt sich auch in feinen Predigten als Denker, der nichts mehr von seinen Religionsgenossen fordert, als er Wohl zu begründen und ans Herz zu legen versteht. Dr. M. L. Stern. KriefKasten. S. S. i. Wien. Das Elend der Arbeitslosen darf in einem Lande und in einer Zeit nicht Wunder nehmen, wo die Gesetzgebung alle Kräfte anstrengt, jede Geschäftstätigkeit zu lähmen, Hausirer und Geschäftsreisende mit Feuer und Schwert verfolgt und die segensreiche Thätigkeit des Zwischenhandels ausrottet. D. S. Troppau. Die Tagesblätter haben bereits Berichte über die Verhandlung gegen Anton Schimana veröffentlicht. Es ist richtig, daß dieser alldeutsche Ehrenmann, wie aus Zeugenaussagen hervorging, als Student von jüdischen Familien unterstützt wurde. Dr. M. L. Stern. Professor Friedrich Delitzsch, welcher in Berlin den Vortrag über Bibel und Babel gehalten hat, darf mit dem verstorbenen Geheimen Kirchenrath Franz Delitzsch nicht verwechselt werden. Josef Wolf in Wien. Die Bibel umfaßt die 24 Bücher des Alten Testamentes und nicht die fünf Bücher Mosis allein. Daß der Gott der Patriarchen und Propheten der allumfassende Schöpfer war, der dem Himmel gegründet und die Erde gefestigt und die Geschicke der Völker nach seinem Willen lenkt, das ist tausendfach bereits erhärtet worden. P. in Pr. Nicht gezogen. Cttel Goldfchmidt fche Stiftung für Mittelschulschülcr. Vom Vorstande der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde wird hiemit zur Kenntniß gebracht, daß aus der obgenannten Stiftung für das laufende Schuljahr drei Stipendien ä Kronen 100 an Realschüler israelitischer Coufeffion zu verleihen sind. Die mit dem Geburtsscheine, Studienzeugnissen und einem Mittellofigkeitszeugniffe versehenen Gesuche sind bis 28. Februar l. I. im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde, I., Seitenstettengaffe 4, I. Stock, woselbst Gesuchsblanguette während der Amtsstmldeu von 9 bis 12 Uhr Vormittags unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Vater- und mutterlose Knaben, ebenso Verwandte des Stifters Herrn Moriz Ritter von Goldschmidt oder seiner Gattin Nanette geborene Landauer erhalten den Vorzug. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbeilagen nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht gehörig belegte oder verspätet eingelangte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 18. Jänner 1903. Der Borstand der israel. Cuttusgemeinde Wien. Heirats-Vermittler in den besten Gesellschaftskreisen seit Jahren eingeführt, empfiehlt sich behufs seriöser, honoriger, reeller, streng discreter Intervention, ohne Vorauslagen, mit Referenzen versehen. Gefällige Zuschriften unter „Ph. K.*‘ an die Administration dieses Blattes. Anonymes wird nicht berücksichtigt. Bethausverein „Beth Hachneteth“ ÜL, Untere Viaductgasse 13. Trauungstaxe 32 Kronen. - Anmeldungen für Trauungen und Trauungsaufgebote werden entgegengenommen in der Vereinskanzlei, HL, Untere Viaductgasse 13, zwischen 1—3 Uhr Nachmittags. Trauungstaxen. lsr. Bethaus-Verein Brigittenau. I. Classe .... Kronen 200.— II. III. IV. »i »» 130.— 80 — 40.— Anmeldungen bei dem Vereins-Obmann Herrn HERMANN ELTBOGEN. Wien, XX., Rafaelgasse 12. 1091 Zimmermalerei und Farbenwaarenhandluiiy neu eröffnet, liefert schöne, dauerhafte und billige Arbeit und empfiehlt sich besonders den Herren Baumeistern, Hausbesitzern und grösseren Privat-Häusern, die Vorzugspreis erhalten. Auch Provinz-Aufträge werden bestens effectuirt. Ignaz Altberger, Zimmermaler und Farbwaarenhändler zur „weissen Fahne“, IX. Servitengasse 22. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse Nr. 4, nächst dem Bing, offerirt in reichster Auswahl Professor Kampfs allgemein beliebte Brantgeiletbücher und deutsche Andachtsbucher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden und Woll-Talesim, Gold- und Silber-Borden. Als Barmizv/ah-Geschenk eignet sich vorzüglich das berühmte Prachtwerk Professor Dr. Julius Fürst’s illnstrlrte fünf Bacher Moses m. deutsch. Uebersetzung, erläuternd. Anmerkungen u. 223 lllustr. Preis in Prachtband statt fl. 8.50 jetzt nur fl. 3.50. Zu haben in jeder grösseren Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages direct zu beziehen von Samuel Df, Pascheles, Prag, Zeltnergasse 4. EINQ SEtMNMTE KAFFEE' FtlR KENNER BB3TBIN. Hauptverkaufsgeschäft: Wien, I., Fleischmarkt. 7 Comptoir, und Magazine Fabrik: VII/2, Neustiftgasse 28. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Josef G. Bloch. — Druck von L. Beck ft Sohn, Wie». VIEL,

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