Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 19 (1902)
- Issue
- 45 (7.11.1902)
- Date
- 1902-11-07
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 45 Dr. Bloch's Wochenschrift. Sette 737 Neue Bücher. Dr. M. Braunschweiger. Die Lehrer derMischn a h. Ihr Leben und Wirken sür Schule und Haus nach den Quellen bearbeitet. Zweite durchgesehene, verbesserte und vermehrte Auflage. Verlag von I. Kauffmann, Frankfurt a. M. 1903. Dr. Isidor Singer, krojeetor and Managing Editor of the „Jewish Encyclopedia“. Der Juden Kamps ums Recht. Vortrag, gehalten in der am 2. Juli 1902 unter den Auspicien der Schwestern-Logen Justice Nr. 532 und Romania Nr. 536.1.0.B. B. in der von der Newyorker Educational Alliance veranstalteten Massenversammlung. Als Manuscript gedruckt. Dr. Heinrich Pinkas. Fragment eines Gebetbuches aus Jemen. Ein Beitrag zur Geschichte der jüdischen und jüdischarabischen Synagogalpoesie und zur Kenntniß des arabischen Vulgärdialects in Jemen. Wien 1902. Commissionsverlag von Carl Gerold's Sohn, I., Barbaragasse 2. S. E. in Gr.-Enzersdorf. Redaction des „Israelit", Mainz, Schottstraße 2. R. Der König von Italien hat den Großrabbiner von Mailand, Alessandro da Farro, zum Großofficier vom Orden der italienischen Krone ernannt, in „dankbarer Anerkennung für die unermüdliche und opferreiche Arbeit, die der ehrwürdige Vorsteher der israelitischen Cultusgemeinde Mailands zur Gründung eines Asyls für arme israelitische Kinder aufgewendet hat." F. Bei der Anwesenheit des Czarenpaares in Bachtschi- Sarai auf der Halbinsel Krim wurde es auch von den Vertretern der jüdischen und der karaitischen Gemeinde begrüßt. Der Kaiser versprach den Karäern kurz darauf, die Stadt Tschufut-Kalee, den ehemaligen Hauptsitz der Karäer auf der Halbinsel Krim, zu besuchen. Einige Tage darauf erschien das russische Kaiserpaar wirklich in dieser altberühmten „Judenburg" und wurde am Eingang des Ortes vom ersten Ehacham der Karäer, Pampulow, empfangen und in die alterthümliche Synagoge geleitet. Das Czarenpaar nahm auch von der karaitischen Gemeinde ein Frühstück an. F. Die antisemitische Fälscherarbeit läßt sich nicht an der Wahlfälschung selber genügen; auch nach der Wahl publicirt sie gefälschte Wahlresultate, um nicht aus der Uebung der Lüge zu kommen. Dr. Adolf Schmickl-Widimmg. Aus den Erträgnissen dieser aus Anlaß der am 26. Jänner 1901 stattgehabten Feier des achtzigjährigen Geburtstages Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiners Dr. Adolf Schmied! von dem Vorstande der israelitischen Cultusgemeinde Wien begründeten Widmung gelangen zwei Stipendien h Kronen 100.— an Gymnasialschüler, welche Talmud st udien betreiben, zur Verleihung. Die mit dem Gebnrts-, Armuths- und den Studienzeugnisseu, sowie mit dem Nachweise über das schulgemäße Studium des Talmuds versehenen Gesuche sind bis längstens 30. November 1902 im Emreichungsprotokolle der israel. Cultusgemeinde Wien, I., Seitenftettengasse 4, 1. Stock, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich verabfolgt werden, während der Amtsstunden (zwischen 9 und 12 Uhr Vormittags) zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbe-Matriken der israelitischen Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. November 1902. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Ste r be-Matriken der israelitischen Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 1. November 1902. Ettel GM'chmidt'jche Fromme-StifLimg. (Stipendien für Techniker des Baufaches.) Z. 12.024 ex 1902 Vom Vorstande der israelitischen Cultusgemeinde Wien wird hiemit verlautbart, daß für das laufende Jahr aus der obgenannten Stiftung zwei Stipendien a Kronen 800.— an der israel. Confeffion ungehörige Techniker des Baufaches, welche ihre Studien an der k. k. technischentzochschule Wien mit Auszeichnung absolvirt haben, zum Zwecke der höheren technischen Ausbildung an einer vorzüglichen, auswärtigen Fach anstal t oder als Reise- Stipendien zur Verleihung gelangen werden. Der Stipendienbetrag gelangt an jene m Orte im Auslande zur Auszahlung, wohin sich der Stipendist zu dem angedeuteten Zwecke begeben wird. Bewerber um dieses Stipendium haben ihre mit dem Geburtsscheine, dem Mittellosigkeitszeugniffe und den Nachweisen ihrer erfolgreichen Studien belegten Gesuche bis 15 Drrember 1902 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich m beheben sind, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr Vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israel. Cultusgemeinde sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, l. November 1902. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde Wien. Israelitische Cultusgemeinde Wien. Z. 4952 ex 1902. Kundmachung. Es wird hiermit zur Kenntniß gebracht, daß ausschließlich die nachbenannten Verkaufsstellen für Koscherfleisch unter der besonderen Aufsicht des Rabbinats der CultuSgemeinde stehen: Im I. Bezirk, Ignaz Weinstein, Seitenstettengasse Nr. 3; „ II. „ I. Axelrad, Krummbaumgasse Nr. 2; I. Reiß» Leopoldsgasse Nr. 31; Johann Fleischhacker, Schönbrunnerstraße Nr. 15 Ernst Fuchs. Sechshauserftraße Nr. 35; Karl Kohn, Neulerchenfelderstraße Nr. 76; AnnaWillnervormals Weiß, Grundsteing.Nr.12; Franz Swadosch. Hofferplatz Nr. 10; Elo Kalter» Jägerstraße Nr. 18; Nur für die hiergenannten Verkaufsstellen übernimmt das Rabbinat die Verantwortlichkeit in Betreff des Kaschrus. Wien, im November 1902. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde Wien. „ V. „ XIV. „ XVI. XX. Coneurs. ObmaMnerm Fanny Giidenlnnn-Stiftnng für Kranke weiblichen Geschlechtes. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenntniß, daß aus den Zinsen der obigen Stiftung per Kronen 70.— am Sterbetage der sel. Frau Fanny Güdemann, d. i. am 6. Schebat (3. Februar 1903) ein oder zwei israel. Kranke weiblichen Geschlechtes betheilt werden. Die Bewerberinnen haben ihre diesfälligen, mit einem Armuths- und einem Krankheitszeugnisse belegten Gesuche bis zum 30 November 1902 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde in Wien, (1., Seitenstettengasse 4, I. Stock), woselbst während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Vormittags Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. In der isr. Cultusgemeinde Gewitsch ist die Stelle eines Cantors, der auch 2^12? Xllp sein muss, sogleich zu besetzen. Jahresgehalt 1200 K nebst Emolumenten, Antheil an Stiftungsbezügen, freie Wohnung. Bewerber, österreichische Staatsbürger, die das 40. Lebensjahr nicht überschritten, haben ihre Offerte unter Beischluss der Verwendungszeugnisse an den Vorstand einzusenden; nur dem Acceptirten werden Spesen vergütet. Gewitsch, 4. November 1902. Dp. T. Löwit, Ctdtusvorsteher.