Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 19 (1902)
- Issue
- 43 (24.10.1902)
- Date
- 1902-10-24
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 43 Dr. Bloch's Wochenphrrst. Seite 699 Rapoport v. Porada 1200.—, Alfons Baron Rothschild 4000.—, Sigmund Trebitsch 1000.—, Ludwig Pollak 200.—, Leopold Sachs, kais. Rath, 2000.—, Ludwig Samek 250.—, Alexander Kallir 500.—, Director Moritz Bauer 600.—, Moritz Zerkowitz 20.—, S. Simon 60.—, A. Winterberg 100.—, Rudolf Straßer 2000.—, Dr. Heinrich Benies 20.—, Heinrich Neumann 20.—, Heinrich Teltscher 100.—. Bethausspenden im Leopold st ädter Tempel: Cohn Salo Kronen 600.—, Fleischer Leo 200.—, Schmiedl Adolf, Dr. 20.—, Mauthner Julius 560.—, Ehrenfeld Adolf 300.—, Fanto Friedrich 350.—, Weiß Jacques 200.— Silberstein Viktor 200.—, Spitzer Wilhelm 600.—, Frau Mandl Bernhard 120.—, Zisarsky Josef 100.— Weiß Bernhard 75.—, Gewitsch Isidor 50.—, Grosner Bernhard 100.—, Subak Hermann 40.—, Dr. Adolf Schmiedl 20.—, Holzer Max 200.—, Winternitz Josef, Dr., 150.—, Adler Jakob 1000.—, Kohn Max 100.—, Herzog Wilhelm 60.—, Schwarz Adolf, Dr., Rector 20.—, Vorstädter 25.—, Ripper Jakob 150.—, Lemberger Carl 300.—, Kaiser Hermann 10.—, Boschan Peter 20.—, Pardubitz 20.—. B e t h a us s p e n d e n im Fünfhauser Tempel: Deutsch Ignaz Kronen 120.—, Kohn Bernhard 20.—, Kantor Theodor 130.—, Pollak Heinrich, Dr. 10.—, Pollak Wilhelm, kais. Rath 90.—, Schnabl Heinrich 140.—, Stern Julius 40.—, Taussig Gottlieb 160.—, Beer Salomon 60.—, Rechnitzer Ignaz 20.—, Sonnenschein Jakob 30.—, Löwy Josef 30.—, Duschinsky Jakob 20.—, Fränkel Josef 20.—, Gerstl Isidor 40.—, Kohn Emanuel 15.—, Kohn Philipp 7.—. Kallich Siegfried 60.—, Königslein Jonas 40.—, Landeis Leopold 80.—, Pollak Carl 10.—. Pollak Heinrich, Dr. 10.—, Sonnenfeld Ignatz 80.—, Seiler Sigmund 50.—, Wolf Ludwig 20.—, Gelbalt Isidor 7.—, Klamper Max 20.—, Trebitsch Wilhelm 4.—, Spitzer Ludwig 2.—. Bethausspenden im Ottakringer Tempel: Kohn Adolf, Kronen 48.—, Mandl Wilhelm 16.—, Trnka Bernhard 16.—, Dr. Tritsch Heinrich 120.—, Medak Moriz 54.—, Neuer Ignaz 12.—, Berger Samson 24.—, Posamentier Jacob 80.—, Dr. Weiner Salomon 160.—, Hirsch Isidor 16.—, Dr. Ellmann 16.—, Glaser Eduard 90.—, Dr. Deutsch Jacob 48.—. Kleppner Samuel 6.—, Dr. Bohin Salomon 16.—, Messmger N. 8.—, Gestring N. 8.—, Kuffner Moriz Edler von 150.—, Glück David 140.—, Rosner Salomon 32.—. Koch Max 50.—, Weiler Sigmund 42.—, Berkowitsch Isidor 41.—, Trebitsch Leopold 40.—, Mandelbaum Bernhard 40.—, Pollatschek Rudolf 30.-, Weiß Leopold 35.—, Lüftschütz Josef 24.—, Buch Adolf 22.—, Aufricht Heinrich 39.—. Jungmann Julius 40.—, Gans Adolf Witwe 20.—, Hager Berthold 11.—, Ellenbogen Jakob 11.—, Goldblatt Wilhelm 12.—, Weißenstein N. 12.—, Krakauer Bernhard 10.—, Deutsch Leopold 12.—, Markstein N. 5.—, Doctor Bach I. M. Rabbiner 10.—, Diamant Simon 8.—, Ellenbogen Heinrich 8.—, Trebitsch jun. 8.—, Chasan (Fleischmarkt 10) 8.—, Sleinschnkider N. 8.—, Leiser Lazar 8.—, Gerstl Mox 12-—, Zeckendorf Moritz 6.—, Meisl I. 5.—. Bethausspenden im Währinger Tempel: Jung Felix, Kronen 15.—, Jung Josef 10.—. Kohn Johann 25—, Kohn Edmund 70.—, Löwy Bernhard 1.—, Grün Karl 30.—, Neumann Nathan 10.—, Gassinger Eduard 16.—, Wexberg Albert 18 —, Paschkes Heinrich 2.—. Fautl Wilhelm 4.—, Pordes Mendl 25.—, Kohn Wilhelm 20.—, Grotte Jacob 20.—, Stern I. S. 25.—, Schwadron Leon 28.—, Pollitzer Julius 10.—, Fantl Arthur Dr. 30.—, Wrissenberg Hermann 8.—, Singer Julius 10.—, Spitzer Wilhelm 30.—. Offer Samuel 40.—, Kuhn Heinrich 20.—, Blau Bela 10.—, Schermann Simon 4.—, Klein Josef 16.—, Fürst Hermann 4.—, Stern Bernhard 6.—, Adler Moriz 6.—, Kohn Jacob 12.—, Mauthner Jakob 100 —, Groß Hermann 8.—, Lederer Sigmund 10.—, Holzer Ignaz 6.—, Hirschler Jakob 6.—, Seltner Moriz 8.—, Blum Hermann 8.—, Löb Josef 4.—, Weinberger Gottlieb 2.—, Fischer Heinrich 30.—, Spiegler Simon 4.—, Apfel Ignaz 4.—, Bosel Leopold 4.—, Geiger Karl 10.—, Diamant Ignatz 8.—, Kohlmann Michael 4.—, Fantl Ignaz 25.—, Löwith Alexander 20.—, Frankl Siegmund 10.—, Katz Ignaz 15.—, Klein Josef 10.—, Steiner Leo 30.—, Rabbiner W. Sor 12.—. Sole Hermann 3.—, Paschkes Heinrich 2.—, Licht Siegmund 20.—, Koretz Anton 30.—, Wolf Moriz 2.—, Klein Nathan 15.—, Hoffmann Emanuel 50.—, Neumann Leopold 5.—, Hoffmann Josef 2.—. Bethausspenden in der Filiale Gersthof: Adler Moriz, Kronen 6.—, Kohn Jakob 6.—, Mauthner Jsak 100.—, Groß Hermann 8.—, Lederer Sigmund 10.—, Holzer Ignaz 6.—, Hirschler Jakob 6.—, Fellner Moriz 8.—, Blum Hermann 8.—, Löb Josef 4.—, Weinberger Gottlieb 2.—, Fischer Heinrich 30.—. Pollak Moriz 2.—. Spiegler Simon 4.—, Apfel Ignaz 4.—, Bosel Leopold 4.—. Geiger Karl 10.—, Diamant Jg. 8.—, Kohn Jsak 4.—, Kohn Nathan 4.—, Mauthner Jsak 80.—, Weiniger Moritz 6.—, Frau Morgenstern 4.—, Tauber Hillel 8.—, Löb Josef 4.—. Wittmann Max 6.—, Fanto Moriz 2.—, Schmitz Hermann 4.—, Fleischer Mox 12.—, Hußerl Mox 4.—, Kaufmann Siegmund 20.— Offener Brief an den Herrn Bürgermeister Dr. Carl Lneger. Sehr geehrter Herr Bürgermeister! Wie Ihnen als Chef der Verwaltung Wiens bekannt sein dürfte, hat der Stadtrath die (laut Amtsblatt der Stadt Wien) wohlmotivirte Eingabe des Vorstandes der israelitischen Cultusgemeinde Wien, die aus der F r ä n k e l'schen Stiftung für die Judeuschaft Wiens resultirende Quote ihm zur Bertheilung zu überlassen, abgelehnt. Wenn auch dieser abschlägige Bescheid formal begründet sein mag, so hat die Ansicht der Juden Wiens, daß seit dem Bestehen des christlich-socialen Regimes die ausdrücklich für Juden bestimmten Stiftungsgelder nicht ganz gerecht zur Bertheilung gelangen, durch diesen Stadtrathsbeschluß fich noch beträchtlich verstärkt. Ich erlaube mir nun, sehr geehrter Herr Bürgermeister, Sie zu der Rede, die Sie anläßlich der jüngst stattgehabten Einweihung eines Asyles für obdachlose Familien hielten, zu beglückwünschen. Sagten Sie doch wörtlich: „Im Punkte der Wohlthätigkeit stehen wir ja alle auf einer Stufe; wo geholfen werden kann, wird es geschehen." Ich biete Ihnen Gelegenheit, die oben geschiloerte Besorgniß der jüdischen Bevölkerung zu zerstreuen, da ich als Obmann eines Wohlthätigkeitsvereines in der Lage bin, Ihren Personen jüdischer Confeffion namhaft zu machen, die vollen Anspruch auf Brtheilung aus der dem Magistrat zur Verfügung stehenden jüdischen Stiftungen haben. Selbstverständlich stedt Ihnen die eingehende Prüfung der zu diesem Zwecke zugewieferen Fälle vollkommen frei. Ich bin überzeugt, daß Sie diese Gelegenheit gerne ergreifen werden, um Ihre schönen Worte in die That umzusetzen, wodurch Sie die jüdischen Armen Wiens zu großem Danke verpflichten würden. Ihr ergebenster , Dr. Carl Löwy, Präsident des „Jsr. Humanitätsvereines" für die westlichen Bezirke Wiens. Wien, VII. Mariahilferstraße 96. Nochmals „Die Arbeitsscheu der Juden". Löbliche Redaction! Im Jntereffe einer weittragenden historischen Wahrheit, um die es sich hier handelt, dürfen wir nicht zögern mit der nachdrücklichen Wiederholung unserer Behauptung: Die Auffassung von dem Lehrsätze R. Akibas, welche Herr Eduard Beer kund thut, ist nicht die — R. Akibas. Und wenn wir auch den Talmud nicht als einen solchen .späteren Kommentator" ansehen können, den man mit vornehmer Handbewegung „links liegen" laffen kann, wenn man einen talmudischen Lehrsatz behandelt, so wollen wir dennoch auf das unzweideutige Zeugniß des Talmud verzichten. Aber auf Eines können wir nicht verzichten, das ist die Geneigtheit, einen einfachen Satz, wie ihn die bezogene Sentenz R. Akibas darstellt, grammatikalisch richtig übersetzt zu sehen. Wird sich doch auch der „unvoreingenommene" Leser ein correctes Urtheil erst dann bilden können, wenn ihm sozusagen ein concreter Thatbestand vorqelegt wird. Das ist bisher nicht der Fall, ist es so wenig, als die Rechtfertigung des Herrn E. B. — in Nr. 42 dieses geschätzten Blattes — das beweist, was wir bestritten haben. — Ja wohl! R. Akiba schätzt die Arbeit hoch; sie adelt den Menschen. So dachte er, so handelten die meisten Talmudlehrer. War doch ihr Lehrberuf ein unbesoldetes Ehrenamt, harte Handwerksarbeit die Nährquelle, aus der sie-ihren spärlichen Lebensbedarf schöpften. Doch darf hiebei an Eines nicht vergeffen werden: So wie wir heute für jede Tugend eine Grenze kennen, die, wird sie überschritten, jene in ihr Gegentheil verwandelt, ebenso gab es für „unsere Alten" eine Schranke, die unverletzlich war. Diese Schranke hieß: die Thora oder das Gotteswort. Wer also diesen Zeitgeist und seinen hervorragenden Repräsentanten, R. Akiba, aus dem Wollen beurtheilen mag, der wird durch die Aneinanderreihung einiger praktischer Sprüchlein, die nebenbei nichts beweisen, sich nicht irre führen laffen, wird nicht etwas als blos „drastisch" zugestehen,