Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 19 (1902)
- Issue
- 33 (15.8.1902)
- Date
- 1902-08-15
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 33 Dr. Bloch's Wochenschrift. Seite 551 Uene Küchee. „Ost und West." Jllustrirte Monatsschrift für modernes Judenthum. Heft Nr. 8, II. Jahrgang, August 1802. Inhalt: Der Spruch der Londoner Einwanderungs-Commission, von D. T. Judenschule in Marokko, von Henriette Browne. Ahasver-Gedichte. In der Synagoge, von Jakob W e i n l e s (Warschau). Gedanken über den Antisemitismus, von Mathias A ch e r. Salomo (Sculptur), von Dr. Alfred N o s s i g. Portugiesengräber auf deutscher Erde, von Dr. M. G r u n w a l d. Die Bodenreform in Israel, von Adolf Damaschke. Erlösung (Gedicht), von Martin B u b e r. Rumänische Greuel (Bild und Text). Der alte Orient, von Dr. E. S i m o n s o n. Saul und David, von R e m b r a n d t. Zur jüdischen Volkskunde und Statistik. I. Interims-Arbeit von Otto G l o g a u. Joseph und Zoharath, von Marta Hellmuth. Ein Fasttag, von I.L. Perez. Literatur, Miscellen, Aphorismen, Revue der Presse. Verlag von C. Calvary & So., Berlin NW./7 Neue Wilhelmstraße 1. Pflichten des Bar Mizwa. Eine Handreiche für den israelitischen Konfirmanden in katechetischer Form von Leopold K a tz, Waisenhausdirector in Rybnik. Zweite Auflage 1902. Verlag von I. Kauffmann, Frankfurt a./M. Briefkasten. K. Die alldeutschen Charakterstudien erfahren täglich eine Bereicherung. Ueber den Herausgeber Habermann des bekannten alldeutschen Witzblattes „Der Scherer" in Innsbruck will Herr Jro von einem „hervorragenden Führer der Alldeutschen" folgende Mittheilungen empfangen haben: „Es ist Thatsache, daß Habermann von einem Ehrengericht wegen Ehrenwortbruches und anderer Delicte (Kuppelei und Vorschublei st ung bei Verführung) für ehrlos erklärt wurde. Die Folgen des Urtheils bestehen noch fort und wurde Habermann in keinen Innsbrucker Verein ausgenommen mit Ausnahme der Scherer-Gemeinden, des Andreas Hofer- und Hutten- Bundes, die er selbst gründete, die aber gar keine Thätigkeit zu entfalten vermochten. Er besitzt m Innsbruck kein wie immer geartetes Ansehen. Bevor es noch einen Wolf-Scandal und einen „Scherer"-Kalender gab, verließen in Innsbruck die Gesinnungsgenossen stets das Local oder den Tisch, sobald der ehrlose Herausgeber des „Scherer" in aufdringlicher Weise Platz nehmen wollte. Seinen Angestellten zahlt er Hungerlöhne wie ein jüdischer Ausbeuter und ist sehr grob mit den armen Teufeln. Es sind meist Uebergetretene, die ihre Stelle verloren. Auch Reich!, der wegen Majestätsbeleidigung ein Jahr Kerker absitzen mußte, kann nette Geschichten erzählen. Habermann hat in den Jahren 1890 und 1891 die Herren Dr. Albert Huber und Dr. Alois Witsch wegen Herausforderung zum Zweikampf beim Senat der Universität denuncirt und die Hilfe der Polizei gegen sie als Cartellträger angerufen." R. Ueber den Erzbischof von Olmütz schreibt das „Deutsche Volksblatt" von 10. August: „Der Erzbischof von Olmütz Dr. K o h n hat sich von dem jüdischen Portraitmaler E p st e i n malen lassen. Bouna Schelounim! Selbstverständlich hat die gesammte jüdische Presse die Berufung des jüdischen Malers an den Hof des katholischen Judenstämmlings zur Veranlassung genommen, um die „echt christliche Duldsamkeit" dieses erleuchteten Kirchenfürsten zu preisen, der so ganz anders geartet ist als diese Wiener „Hetzcapläne" .... Na, Na! Daß Kohn sich ohne Ausschreibung einer Concurrenz conterfeien läßt, zeigt gewiß von seiner Conzilianz. Allein diese Consequenz, Convertiten und Connationale von arnore in continuo zu con niviren, während Christen, denen Dr. Kohn conform seiner Stellung nahestehen sollte, continuirlich zurückgesetzt und con stant verletzt werden, läßt die Con clusion für berechtigt erscheinen, daß die Concordia des Herrn Dr. Kohn bei Kohn anfängt und bei Kohn aufhört, und daß er, der Nachkomme eines con vertirten Kohn, ohne Con currenz dasteht. Die M i s emeschineüber ihn!" So zu lesen im Parteiorgan der Wiener „Christlich-Socialen". Das edle Organ citirt eine Stelle aus dem „Jahrmarktsfest zu Plundersweilern", worin Goethe dem Haman u. A. sagen läßt: „Der Jude liebt das Geld und fürchtet die Gefahr, Er weiß mit leichter Müh' und ohne viel zu wagen, Durch Handel und durch Zins Geld aus dem Land zu tragen." Nun war Haman, der Minister bei König Ahasverus, aus persönlichem Haß gegen den Juden Mardochai Antisemit, und er wollte den König dazu bestimmen, alle Juden im persischen Reiche zu vernichten. Aber das, was König Ahasverus dem Haman antwortet, verschweigt die Antisemitenpresse. Goethe läßt nämlich König Ahasverus unmittelbar darauf erwidern: „Ich weiß das nur zu gut, mein Freund; ich bin nicht blind. Doch das thun Andere mehr, die unbeschnitten sind." Giugeseudet. Erklärung. Infolge an mich gelangter zahlreicher Anfragen von ehrwürdigen Rabbinern und Kaufleuten des In- und Auslandes sehe ich mich zu der Erklärung veranlaßt, daß die Untersuchungen bezüglich der Verwendung von verbotenem Fett bei der Erzeugung von Hefe noch nicht abgeschlossen sind und das Resultat seinerzeit bekannt gegeben werden wird, ebenso wie die zu treffenden Maßnahmen. Wien im Monate Ab 5662. S. Fürst, Rabbiner der Adass Jisroel (Schiffschul). Danksagung Anläßlich unserer diamantenen Hochzeit sind uns von so vielen Freunden, Bekannten und Corporationen Kundgebungen herzlichster Antheilnahme entgegengebracht worden, daß es uns kaum möglich, jedem Einzelnen unseren herzlichsten Dank hiefür auszusprechen. So mögen denn diese Zeilen unseren innigsten Gefühlen der Erkenntlichkeit Ausdruck geben für aü' die Liebe und Freundschaft, welche diese seltene Feier für uns laut werden ließ. Lector I. H. Weiß und Frau. Zur gefällige« Beachtung. Nachdem wir in den nächsten Wochen mit dem Drucke einer neuen Auflage der Wiener Adreßschleifen für die „Oesterreichische Wochenschrift" beginnen» ersuchen wir alle jene unserer geschätzten Abonnenten, deren Adreßschleife irgend welchen Mangel oder Unrichtigkeit in der Adresflrung enthält» uns dies gefälligst postwendend bekanntgeben zu wollen. Die Administration. Hebräische Lehrmittel Approbirt vom hohen k. k. Ministerium für Cultus nncl Unterricht Herausgegeben von Rudolf Fuchs in Wien. Preis gebunden in Leinwand Aut 5 Kilo gehen •Fibel, 1. Theil: Die Leselehre . K —.32 „ 2. Theil: Gebete und die 48 Exempl. Schöpfungsgeschichte . —.40 Der Pentateuch. Volltsändiger Text pädagogisch bearbeitet. 45 " Das 1. Buch Mos. (n'V8"O) . „ 1.48 12 „ „ 2. „ „ (maw). . . . " l.52 13 „ „ 3. „ „ (Kip’D . „ 1.10 18 „ „ 4. „ „ (-I2NV2) . . „ 108 15 „ „ 5. „ „ (cr-nm) . . „ 1.20 Gebetbuch b»i«r,,3ani‘?£n (nicht appro- 14 » birt) ... .. 168 * „ jmw mbsn mit deutschen 8 ” Ueberschriften t. den Schulgebrauch „ 1.08 13 n *Gebetbuchf>-ND' mbsn mit hebräischen Ueberschrilten.„ 1.— 10 Vorlegeblätter zur jüdischen Briefschrift.„ — -00 12 - Alle diese Bücher, ausser den mit * bezeichneten, sind nach der Methode der correspondirenden Zeilen übersetzt Der Pentateuch enthält einen Auszug aus den '«tsn-Commetar nebst, einer Leselehre der ■»“En-Schrift, fachliche und grammatische Aumerknngen und einen grammatischen Anhang. Rabatt für Wien 20%, für die Provinz 25%, für das Ausland 30% Zu beziehen beim Herausgeber und Verleger : Rudolf Fuchs, pädagog. Schriftsteller, Wien, II. Komödieng. 6. Mssi« ■ i a «I R * X •Pensionat T. IQ U JcCl-A-IfcT Brünn, Fröhlichergasse 17, 2. St. Vortreffliche Pflege, gründliche Nachhilfe in sämmtlichen Lehrgegenständen, speciell in Latein, Griechisch, Französisch, Mathematik. Die Zöglinge werden streng überwacht, zu regelmässigem Eleisse angehalten und zu selbstthätiger Arbeit erzogen. Massgebende Referenzen. Nachweis zahlreicher, sehr schOnor Unterrichtserfolge. »46 A00B