Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 19 (1902)
- Issue
- 24 (13.6.1902)
- Date
- 1902-06-13
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3020846-3021439-3021464--11849-3036409- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 4 04 Dr. Bloch's Wochsnschrifi. Nr. 24 von diesem bethörte Frau so viel milder beurtheilte als das nach allgemeinen Begriffen weit läßlichere Delict Wolf's; darauf ist mir Eisenkolb die Antwort schuldig geblieben." Im alldeutschen Lager hat es also bereits einmal eine „Äffaire" gegeben, die allerdings von den Alldeutschen verschwiegen wurde und deren Held noch heute an Seite Schönerer'» durch „Reinheit zur Einheit" strebt. Guttaxirter Wähler. Die „berühmte" Antwort des verflossenen Herrn Pfersche, der einer Wäblerversaminlung, die ihn zur Niederlegung seines Mandats aufgefordert hatte, den Rath gab, sich aufzuhängen, hat eine Wiederholung gefunden. Wie Dr. Ziuner in der Teplitzer „Deutschen Volksmacht" mittheilt, hat der Alldeutsche Eisenkolb eine Resolution seiner Dürer Wähler mit folgender offener Karte an den Obmann der Ortsgruppe des Bundes der Deutschen in Böhmen in Dur beantwortet: Wien, 22. V. 1902. Antwort auf Ihre Einladungs-Ansichtskarte, ersten und zweiten Brief. Sie schreiben immer: „Euer Wohlgeboren" und am Schluß „Achtungsvoll", daher setze ich an die Spitze auch: „Euer Wohlgeboren!" Bevor Ihre drei Schriftstücke beantworte, wollen Sie mir erst folgende Fragen beantworten: 1. Wie alt sind Sie? 2. Was haben Sic bisher für unsere alldeutsche Sache geleistet? Zum Schluffe setze ich dasselbe Wort wie Sic: „Achtungsvoll" Doctor Anton E i s e n k o l b, dz. Reichsrathsabgeordneter. (Haben Sie eine andere Antwort erwartet?) Die armen Wähler, die Herrn E i s e n k o l b wählten, haben ja sicher sehr thöricht gehandelt. Aber so gestraft zu werden, verdienen sie doch nicht, daß sie ihren höflichen Abgeordneten nicht loswerden sollten. R. Der antisemitische Graf P ü ck l e r - K l. T s ch i r n e hat eine Zeit lang die Gastfreundschaft der Schweiz in Anspruch genommen. Er lohnt diese Gastfreundschaft dadurch, daß er in einer Berliner Antisemitenversammlung in den Concordiasälcn, wie Berliner Blätter berichten, von den Schweizern erzählt: „D ie S ch w e i z e r sind ein h e i l l o s e s G e s i n d e l von G i f t m i s ch e r n, L ü g n e r n, H a l l u n k e n, G a u n e r n, Halsabscb neidern, Strolchen und Dieben, und es könnte nur Ordnung dort geben, wenn einmal eine preußische Division einmarschirte und Alles kurz und klein schlüge." _ Philipp Reich. Die Zuschrift eignet sich eher für ein antisemitisches Blatt, als für die „Oesterreichischc Wochenschrift". G. Das „Deutsche Volksblatt" vom 12. Juni tischt neuerdings ein angebliches Schreiben des verstorbenen Ministers Glaser an seinen Vater auf, welches längst gerichtlich als antisemitisches Bubenstück nachgewiesen worden ist. Statt neue Lügen zu producireu, wiederholen sie die alten. Uotiz. Institut Simonson, Wien, I., Werderthorgasse 12. Die Aufnahme von internen Zöglingen beginnt am 15. Juni und werden im Interesse einer sorgfältigen Pflege und Ausbildung nur zwölf Zöglinge ausgenommen. Anmeldungen von Schülerinnen für das am 1. October beginnende Schuljahr werden auch vom 15. Juni bis 15. Juli in der Anstalt entgegengenommen. Das altrenommirte Institut steht unter der Leitung des Fräulein Julie Stern. INSTITUT BLOCH Israelitisches Knaben-Pensionat. Villa „Pre Scilla“. Lausanne (französische Schweiz). Ausbildung in allen Fächern. Referenzen und Prospect mit Photographie des Hauses zur Verfügung. Direetor: B. Bloch. ioCO H. 14418 L Curort Aussee, Steiermark POSTPRATER Nr. 163 ~ ,/Restaurant Sonnenschein“ =-- Streng Einzig jüdisches Restaurant am Platze, eigene orthodoxe Schächter, Gottesdienst im Hause. Grosse Speisesalons, Garten, Veranda. Ausgezeichnete Wiener Küche. Adresse genau zu beachten. Besitzer : Jakob Sonnenschein. Coneurs- In der israelitischen Cultusgemeinde Graz, Steiermark, ist die Stelle eines V olksschullehrers zu besetzen. Jahresgehalt 1200 Kronen. Bewerber müssen österreichische Staatsbürger und für den Religionsunterricht befähigt sein. Gesuche sind bis 30. Juni 1. J. anher einzureichen. Graz, am 20. Mai 1902. Israelitische Cultusgemeinde der Präses : Bernhard Biller Koscher-Privat-Restauration sammt Selchwaaren-Verschleiss, bestehend seit 10 Jahren, ist wegen Kränklichkeit zu verkaufen. Gefällige Anträge unter „M. G“. VII., Zieglergasse postlagernd. (Gegen Schein.) Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse Nr. 4, nächst dem Ring, offerirt in reichster Auswahl Professor Kamp f’s allgemein beliebte BrantgebetäScher und deutsche Andachtsbücher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim, Gold- und Silber-Borden. Als Barmizwah-Geschenk eignet sich vorzüglich das iseKihmt& Prachtwerk Professor Dr* Julius Fürstfs illustrirte fünf Bücher Moses m. deutsch. Debersetzung, erläuternd. Anmerkungen u. 223 Illustr Preis in Prachtband statt fl. 8.50 jetzt nur fl. 3.50. Zu haben in jeder grösseren Buchhandlung oder gegen Eiusendnng des Betrages direct zu beziehen von Samuel Vif. Pascheies, Prag, Zeltnergasse 4. JUUUS> kttEINQ 1 SE&RflNNTE X KAFFEE" FV3R KENNER BIE, BB3T BfN, Hauptverkaufsgeschäft: WIEN,!.. FLEISCHMARKT 7. Comptoir, Magazin und Fabrik: VII12, Neustiftgasse 28. H .. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIII.