Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 19 (1902)
- Issue
- 20 (16.5.1902)
- Date
- 1902-05-16
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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Sette 340 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr« 20 Conrurs. Bei der israelitischen Cultusgemeinde Neugedcin gelangt die Stelle eines Rabbiners der zugleich Chase«, Koreh» Schochet ist und den Neligions-. unterricht zu ertheilen hat, vom 15. Juni eventuell 1. August l. I. im erforderlichen Falle auch später zur Besetzung. Der Jahresgehalt beträgt 500 Kronen, nebstdem freie Wohnung, das Erträgniß der Schechita, welches zumindest auf 3OO Kronen geschätzt wird, Matrikenführung, Beheizungsbeitrag nebst sonstigen Nebenemolumenten. Bewerber muß österreichischer Staatsbürger sein, und werden der böhmischen Sprache in Wort und Schrift mächtige Compelenten bevorzugt. Offerte mit Zeugnißabschriften und Darstellung der Familienverhältnisse sind bis Ende d. M. an den gefertigten Vorstand zu richten. Reisespesen werden nur dem Acceptirten nach Uebereinkomiuen vergütet. DerCultusvorsteher-Stellvertreter: 1079 Jacob Weiß. Albert Ganspsche Widmung für ifrarlitlschc Arme. Am 28. Thamus, das ist am 2. August 1902, werden aus der Albert Gansl'schen Widmung die Jahreserträgnisse in der Höhe von 380 Kronen an mehrere Arme zur Verleihung gebracht. Die Bewerber um diese Stiftung haben ihre mit einem Geburtsscheine und Armuthszeugnisse belegten Gesuche bis 31. Mai 1902 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde (1., Seitenstettengasse 4, 1. Stock), woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich ansgefolgt werden, während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags zu überreichen. Gesuchsteller, welche mit der Albert Gansl'schen Familie oder mit den Heinrich und Regine Kohn'schen Nachkommen verwandt find und dies durch legale Docnmente nachzuweisen vermögen, erhalten den Vorzug. Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Auszüge aus den Matrikeu der israelitischen Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Wien, 1. Mai 1902. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien. Perfecter Buchhalter mit Matura, k. u. k. Lieutenant i. R., jedoch schon milirärfrci, in der doppelten Buchhaltung ein vollkommen selbstständiger Arbeiter, bilanzfähig, mehrere slavische Sprachen correspondirend, der über ein acht- und ein dreijähriges Zeugniß verfügt und sich derzeit in Stellung befindet, wünscht seinen Posten zu verändern. Auskünfte ertheilt aus ganz besonderer Gefälligkeit Frau Dr. S. Kohn, II., Stefaniestraße 2. Gefällige Anträge erbeten unter „L. K.« postlagernd Stefaniestraße. L. <§. Goldstcm'sche Heirats-Ausstattnugs-Stiftnug. Samuel W. Pascheles, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse Nr. 4, nächst dem Ring, offerirt in reichster Auswahl Professor ECfimpf’s allgemein beliebte Brautgebethflcher und deutsche Andachtsbflcher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim, Gold- und Silber-Borden. Als Barmizwah-Geschenk Der Vorstand der israelttifchen Cultusgemeinde in Wien, bringt hiemit zur Kenntniß, daß am 4. August d. I. die Zinsen der L G. Goldstein'schen Stiftung zur Ausstattung ärmer israelitischer Mädchen im Betrage von 280 Kronen zur Verleihung gelangen. Die Bewerberinnen haben nachzuweisen, daß sie 1. der israelitischen Confession angehören, 2. arme Waisen (Vater- oder mutterlos) 3. streng sittlich sind und 4. sich im Brautstande befinden. Verwandte des seligen Stifters Herrn L. G. Goldstein, geboren zu Altstadt in Böhmen (ehemaliger Taborer Kreises) oder seiner Gattin Katharina, geborenen Landauer, bis zum 3. Grade erhalten den Vorzug und muß der diesfällige Nachweis dem Gesuche beiliegen. Bewerberinnen, welche sich vor dem 4. August 1902 verehelichen, haben auf die Stiftung keinen Anspruch. Die Gesuche werden in der Kanzlei der israelitischen Cultusgemeinde (I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock), woselbst auch Gesuchsblanguette unentgeltlich zu beheben sind, in den Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags bis 31. Mai 1902 entgegengenommen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Cultusgenieinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die < enaue Angabe der betreffenden Daten. Venkdikt Karpliis'fchc Gkmrbcschiil-StiMdikii. Am 20. Juli 1902 gelangen zwei Benedict Karplus'sche Stipendien per je 54 Kronen an zwei junge Leute mosaischer Confession, welche mit Vorzugsclaffen die Gewerbeschule besuchen, zur Verleihung. , Die Bewerber haben ihre Gesuche mit dem Nachweise, daß sie mosaischer Religion und mittellos sind, ferner, daß sie die Gewerbeschule mit vorzüglichem Erfolge besuchen oder besucht haben, bis längstens 31. Mai 1902 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde (I., Seitenstettengaffe 4, 1. Stock) einzubringen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genuffe eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Gesuchsblanquette sind im Einreichungsprotokolle, während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags unentgeltlich zu beheben. eignet sich vorzüglich das berühmte Prachtwerk Professor Dr. Julius Fürst’s lllustrirte fünf Bücher Moses m. deutsch. Uebersetzung, erläuternd. Anmerkungen u. 223 Ulustr Preis in Prachtbänd statt fl. 8.50 jetzt nur fl. 3.50. Zu haben in jeder grösseren Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages direct zu beziehen von Samuel W. Pascheles, Prag, Zeltnergasse 4. JUSOS N OTtlNLä P SEfcRflNNTE ÄKflFPEET 'Hs^HUNeEN besten. CENTRALE: WIEN,!., FLEISCHMARKT 7. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIIL