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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1902-04-18 · 16 (18.4.1902) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
19 (1902)
Issue
16 (18.4.1902)
Date
1902-04-18
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr 16 Dr. Bloch's Wochenschrift. Sette 271 zu seiner Entscheidung veranlaßt haben, da der von uns vermuthete Grund zur Rechtfertigung derselben nicht ausreicht, und ist es nur zu bedauern, daß er uns die Motive für diese seine Entscheidung nicht bekanntgegeben hat. Prag. Rabbiner Dr. Klotz. Literatur. Neue Bücher. Dr. Simon Stern, Rabbiner in Saaz. Der Kampf des Rabbiners gegen den Talmud ini XVII. Jahrhundert. Vorher geht: Religion des Individuums und Religion des Volkes. Schlesische Verlags-Anstalt v. S. Schottlaender, Breslau, 1902.' Dr. M. Joseph. Zur Sitte Ulehre des Judent h u m s. Verlag von M. Poppelauer, Berlin, 1902. Krrefkasten. Daß die jüdischen Gemeinden in Böhmen für die Pensionscassa der jüdischen Beamten so wenig leisten, ist traurig. Die jüdischen Subjecte aber, welche die Lotterie zur Errichtung eines antisemitischen judcnreinen Casinos mit jüdischen Mitteln unterstützen, sollte man mit Ruthen aus dem Judenthum hinauspeitschen. Moritz Heß der Verfasser von „Rom und Jerusalem", ist am 5. April 1875 zu Paris gestorben. Der Nationalökonom David Ricardo ist am 19. April 1772 zu London geboren. 33. Poläk. Die Mittheilung über die Circulare einer Wiener Papierfirma scheint uns unglaublich und ersuchen wir um Vorlage eines Originals. R. in Karolinenthal. Der Conflict zwischen Gesangsverein und Cultusgemeinde dürfte die weiteste Oeffentlichkeit zu wenig interessiren. B. Eine treue Photographie des Wiener antisemitischen Bürgermeisters Dr. Lueger hat der Abgeordnete Schreiterim österreichische» Parlament geliefert, indem er sagte: „Es gab, nach seinen Reden zu schließen, keinen wärmeren Vertreter der Lehrerschaft, als den großen Komödianten von Wien. Er triefte förmlich von Freiheit, aber noch nie hat ein Mann in Oesterreich derartige Komödien aufgeführt, die Freiheit so geschändet, als politischer Falschmünzer im öffentlichen Leben sich aufgespielt, an Stelle der Freiheit Knechtung, an Stelle der Gerechtigkeit brutale Gewalt gesetzt, wie der derzeitige Usurpator von Wien, das Prototyp politischer Gauklerei und politischen Denunciantenthums." Notizen. Gisela - Verein zur Ausstattung heiratsfähiger Mädchen. Der Geschäftsbericht dieses Versicherungsinstttutes, welcher in der am 12. April 1902 stattgehabten Generalversammlung vorgelegt wurde, zeigt, daß der Giselaverein im Jahre 1901 in jedem Belange günstige Resultate erzielte. Durch eine Neuproduction von mehr als 20 Millionen Kronen Bersicherungs-Capital ist der Bersicherungsbestand auf 137 35 Millionen Kronen gestiegen, welche sich auf 112.000 Polizzen vertheilen. Die Prämien-Einnahme, 6,281.000 Kronen betragend, war um 315.000 Kronen höher als im Vorjahre. Die Ausgabe für liquidirungsfällige Bersicherungs-Capitalien bezifferte sich auf 1,703.000 Kronen. Der Fond der Prämien-Reserven und Ueberträge ist auf 40,064.000 Kronen angewachsen. Die gesummten Aktiven betragen 418 Millionen Kronen und sind vorwiegend in pupillarsicheren Effecten und Hypotheken investirt. Die Bilanz schließt mit dem bedeutenden Reingewinn von 603.000 Kronen, welcher die Zuweisung einer Dividende von 7'/-°/o der Jahresprämie an die bezugsberechtigten Versicherten, sowie überdies die reichliche Dotirung von Sicherheits-Rücklagen und humanitären Vereinsfonds gestattet. Der Giselaverein erfüllt durch seinen Fond zur Ausstattung armer Mädchen auch eine gemeinnützige Aufgabe, indem er bedürftigen Bräuten, welche ehedem bei dem Vereine versichert waren und deren Väter die Versicherung wegen Verarmung nicht aufrechterhalten konnten, Aussteuerbeiträge zuwendet. Im Jahre 1901 wurden solcherart 90 Mädchen mit Stipendien bedacht. Eine dem Berichte beigegcbene graphische Darstellung zeigt das rasche Wachsthum dieses Versicherungsinstitutes. Aus dem reichen Zahlenmateriale sei hier ei-.ie Ziffernreihe angeführt: Der Bersicherungsbestand betrug 1881 0'3, 1886 10, 1891 28, 1896 93, 1901 137 35 Millionen Kronen Versicherungscapital. Die Summe der bisher an Versicherte geleisteten Zahlungen beläuft sich auf 8'7 Millionen Kronen. Die unter dem Vorsitze des Präsidenten, Sectionschef Dr. Wilhelm Exner, stattgehabte Generalversammlung nahm den Geschäftsbericht beifälligst entgegen. Derselbe schließt mit der Mittheilung, daß im ersten Quartale 1902 4500 Anträge mit 5'5 Millionen Kronen Versicherungscapital zur Erledigung kamen. Wiener Versicherungs-Gesellschaft. Die XXI. ordentliche Generalversammlung dieser Gesellschaft wurde am 14. April l. I. unter dem Vorsitze res Verwaltungsraths-Präsidenten Herrn Paul E. Ritter von Schoeller abgehalten. Dem durch Herrn Generaldirector Sigmund Nyitrai erstatteten Jahresberichte ist zu entnehmen, daß die Entwicklung des Geschäftes in allen von der Gesellschaft cultivirten Versicherungszweigen erfreuliche Fortschritte gemacht hat und daß ein Ergebnrß erzielt wurde, welches die neuerliche ausgiebige Dotirung aller Reserven, sowie die Vertheilung einer angemessenen Dividende ermöglicht. Die Geschäftsresultate der einzelnen Branchen werden ausführlich bekanntgegeben und ziffermäßig belegt. Nach Ertkuilung des Absolutoriums wurde beschlossen, von dem ausgewiefenen Reingewinne per X 433.447 77, a) dem allgemeinen Capital-Reservefonde X 79.321 08 zuzuweisen, wodurch derselbe die Höhe von X 500.000•— erreicht, b) dem Beamten-Hilfsfond per K 340.000*— weitere X 2c.(’00*— zuzuwenden, c) X 240.000*— als 6"/„ige Dividende zu vertheilen, mithin den Coupon Nr. 21 mit X 24* ab 15. April a. c. zur Einlösung zu bringen und den Rest von X 61.209*99 auf die Rechnung des Jahres 1902 vorzutragen. Bei der vorgenommenen Wahl in den Revisionsausschuß wurden die bisherigen Mitglieder desselben, und zwar die Herren Rudolf Durst und Laurenz Gstettner wieder- und Herr Max Chavanne neu gewählt. Wiener Lebens- und Renten Versicherungs-Anstalt. Die zwanzigste ordentliche Generalversammlung dieser Anstalt fand am 14. d. M. unter Vorsitz des Verwaltungsraths-Präsidenten Herrn Paul E. Ritter v. Schoeller statt. Laut des vom Direktor Herrn Anton Lazsänsky zur Verlesung gebrachten Berichtes des Vorstandes beträgt die Neuproduction des abgelaufenen Jahres X 10,229.052*46 Capital und X 4826 Rente und der Versicherungsstand per Ende 1901 23.697 Polizzen über X 93,773.764*23 Cap tal und X 89.281*36 Rente. Die Mortalität iit — gleichwie in den ftüheren Jahren — auch im abgelaufenen Jahre wesentlich hinter der erwartungsmäßigen Sterblichkeit zurückgeblieben. Die Gewährleistungsfonds, welche beträchtliche Erhöhungen erfahren haben, weisen gegen das Vorjahr eine Steigerung von X 1,719.876*95 auf und betragen nunmehr 25 Millionen Kronen. Von den Gewinnfonds der Versicherten per X 519.129*64 gelangt ab 15. Juli d. I. eine Dividende von 41 Percent der Jahresprämie an die bezugsberechtigten Parteien zur Vertheilung. Nach Ertheilung des Absolutoriums wurden die Vorschläge bezüglich der Verwendung des Reingewinnes per X 307.011*72 genehmigt und wird der Coupon Nr. 20 ab 15. do. mit X 28 eingelöst; von den nach Abzug der statutarischen Dotationen verbleibenden X 108.424-26 wurden 20.000 Kronen dem Hilfsfond für die Anstaltsbeamten überwiesen, X 20.00:» zur Erhöhung der Dividenden der mit Gewinnantheil Versicherten verwendet und der Rest per X 68.424*26 auf die Rechnung des nächsten Jahres vorgetragen. Bei der hierauf vorgenommenen Ersatzwahl in den Revisionsausschuß wurde Herr Direktor Mar Chavanne einftimmig gewählt. _ _Israelitische Cultusgemeinde Wien. Z. 2945 ex 1902. W i eH. ^lpril I902. Conrues. In der Versorgungs-Anstalt (Altersversorgungshaus und Siechenhaus) der israelitischen Cultusgemeinde Wien, (IX., Seegasse 9) gelangt die Stelle eines HiLssarztes zur Besetzung. Bewerber müssen an einer österreichischen Universität promovirte Doctoren der gesammten Heilkunde, zur Ausübung der ärztlichen Praxis berechtigt sein und haben Spitalspraxis nachzuweisen. Die Anstellung erfolgt für ein Jahr und kann bis auf die Dauer von vier Jahren verlängert werden. Der Hilfsarzt bezieht einen Jahresgehalt von Kronen 1200, sowie freie Wohnung und Verpflegung in der Anstalt. Die näheren Bestimmungen können im Secretariate der israel. Cultusgemeinde,Wien,!.,Seitenstettengasse4,II. Stock eingesehen werden. Mit den entsprechenden Personal-Documenten, Studien- und Verwendungs-Zeugnissen belegte Gesuche sind bis 1. Mai 1902 in dem Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien, I., Seiteustettengasse 4, I. Stock abzugeben. Der Vorstand _der israelitischen Cultusgemeinde Wien. Zur gefällige« Krachtrmg! Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten mn rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonneinrntsgebühr, damit dir Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Dir Administrsttvn.

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