Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 19 (1902)
- Issue
- 15 (11.4.1902)
- Date
- 1902-04-11
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 15 Dr. Bloch's Wochenschrift. Seite 251 A. M. Lunez. „Jerusalem". Jahrbuch zur Beförderung einer wissenschaftlich genauen Kenntniß des jetzigen und des alten Palästinas, herausgegeben unter Mitwirkung von Fachmännern im heiligen Lande und außerhalb desselben. Band VI, Heft 1. Verlag des Herausgebers, Jerusalem, 1902. Briefkasten. „Steunkircken". Der 4. April 1889 war Donnerstag der 3. Weadar 5649. Derselbe fiel heuer auf den 12. März. Dr. H. in M. O. Herzlichen Dank. K. Der „Czas" veröffentlicht nach einer jüdischen Quelle die neuesten statistischen Daten über die Anzahl der Juden in den verschiedenen Städten. Hiernach gibt es in London 96.000, Paris 89.000, Berlin 110.000, Wien 153.450, Petersburg 85.400, Moskau 10.400, Constantinopel 57.000, Hamburg 27.760, Budapest 149.600, Warschau 104.700, Brüssel 2600, Amsterdam 66.300, Lyon 4800, Marseille 9000, München 950, Kopenhagen 4300, Leipzig 5100, Odessa 143.400, Breslau 24.600, Dresden 38.700, Prag 8000, Köln 8400, Lodz 6550, Rotterdam 12.000, Antwerpen 1450, Bordeaux 520, Frankfurt 25.000, Kiew 25.000, Hannover 6000, Bukarest 30.000, Magdeburg 2300, Düsseldorf 6300, Nürnberg 3100, Triest 5100, Saloniki 75.000, Lemberg 40.000, Krakau 28.000, Posen 10.000 Juden. Die stärksten Judengemeindcn bestehen somit in Wien, Budapest, Odessa und Warschau, in welchen vier Städten die Zahl der Juden die Ziffer 100.000 übersteigt. R. Wie verlautet, hinterließ der Botschafter Fürst M ü n st e r umfangreiche Aufzeichnungen über die D r e y f u s - A n g e lege n h e i t, welche demnächst veröfffentlicht werden sollen. K. in G. S e d e r s ch ü s s e l erhalten Sie bei der Firma Brüder G o l d m a n n, Wien, I., Adlergasse 3. B. Das jüngste Rundschreiben Leo XIII. vom 19. März 1902 bezeichnet die Freimaurer als eine „Finstere Secte", eine „Personification der Revolution", eine „Umsturzgesellschaft". Der alte Fritz mag mit der Religion und dem Priesterthum auf gespanntem Fuß gestanden haben; seinen eigenen Thron wollte er sicher nicht untergraben. Und doch schützte er die Freimaurer. Der König von England, Eduard VII. war bis zu seiner Thronbesteigung Großmeister der englischen Freimaurer. Der König von Schweden führt noch heute das Ordensmeisteramt. KaiserWilhelmI. und Kais er Friedrich waren Mitglieder des Freimaurerbundes. H. Die beiden Mädchen Theresia Jedliczka und Auguste Hruska haben, wie das „Deutsche Volksblatt" berichtet, in einem Wiener Kloster Aufnahme gefunden. Sie schmeicheln sich auch mit der Hoffnung, als Heilige in den antisemitischen Kalender zu kommen. F. Bei oem Bankett in Boston feierte Marinesecretär L o n g in seiner Rede Deutschland als das Land Steuben's, Goethe's, Heine's und Mendelsson's. Sehen wir von Steuben ab, der mehr eine deutschamerikanische Berühmtheit war, so führte also der amerikanische Staatsmann unter den drei Repräsentanten Deutschlands zwei Juden an. Das hat den deutschnationalen Antisemiten die ganze Freude an der Amerikafahrt des Prinzen Heinrich verdorben, und gern würden sie auf alle Ehren, die drüben dem deutschen Vaterlande in seinem Vertreter bereitet worden sind, auf alle etwaigen Vortheile infolge dieser Reise verzichten, könnten sie vergessen machen, daß in jener Rede vor der üno üaur amerikanischer Intelligenz neben Goethe Heine und Mendelsson und nur sie genannt worden sind. Karl Porges, Pilsen. In jedem Lehrbuch der katholischen Religion für Schulzwecke finden Sie wörtlich: „Die heilige Schrift ist die Sammlung jener Bücher, welche aus Eingebung des göttlichen Geistes von heiligen Männern geschrieben und als Gottes Wort von der katholischen Kirche erkannt und erklärt worden sind. Die heilige Schrift besteht aus 45 Büchern des Alten und 27 Büchern des Neuen- Testamentes". L. in Serajewo. Daß die Herren Dr. Lueger und Geßman n in Serajewo das jüdische Hotel Pattermann und Weiß aufgesucht haben, um dort zu logiren, darf Sie nicht verwundern. Beide Herren hatten in ihrer Jngend eine Vorliebe für jüdische Küche und gönnen sich noch heute gerne diese jüdisch-rituellen Genüsse, wenn sie ungestört und unbewacht sind. Uotize«. Anläßlich der herannahenden Peffach-Festtage werden in den meisten Familien Tafelgeräthe, hauptsächlich Eßbestecke, nachgeschafft, und es ist für Jedermann von Jntereffe, eine in diesen Artikeln leistungsfähige Bezugsquellen kennen zu lernen. Wir machen unsere geehrten Leser auf die bekannte reelle Firma Brüder Goldmann „Zur Brillantenkönigin", Wien, I., Adlergaffe 3, aufmerksam, woselbst eine reichere Auswahl von echt Silber-, sowie Berndorfer Chinasilber-Eßbestecken, Tafelleuchtern, S e d e r f ch ü s f e l n und allen zu Hochzeitsgeschenken geeigneten Artikeln in solider und phantasiereicher Ausführung preiswürdig zu haben ist. Cafö Ronacher vor dem Schottenthor. Seitdem der Besitzer des Cafe Ronacher, Herr Joseph Schießer, welcher sich in allen Gesellschaftskreisen großen Ansehens erfreut, die Souterrainräume mit großem Kostenaufwande zu eleganten Billard- und Spielsälen, sowie Clubräumen mit Kegelbahn adaptiren ließ, so daß die Gäste der prachtvollen Parterrelocalität in der Lectüre und in der Conversation nicht gestört sind, erfreut sich das Cafe eines viel zahlreicheren Besuches aus den besten Gesellschaftskreisen. Eine reiche Auswahl von Zeitungen des Jn- und Auslandes steht der Gästen zur Verfügung. Fräulein der französischen, englischen, italienischen, norwegischen, schwedischen, spanischen, tschechischen Sprache mäcntig, empfiehlt sich als Erzieherin. Gesellschafterin, Reisebegleitern, eventuell zu Bureauarbeiten. Anträge erbeten unter o. K. II., Obere Donaustrasse 107, 2. Stiege, 1. Stock, Thür 26. no3 btr in der CONDITOREI von ZEd.-uia.xd. Becker MT" Wien, I. Bezirk, Franz Josefs-Quai Nr. 25 -MW Telephon 12568. Filiale: II., Praterstrasse 13 (Lloydhof) Bestellungen für Hochzeiten und Sudes werden entgegengenommen und mit Service ins Hans gestellt. Eistorten, Creme und Theegebäck sowie auch die feinsten Bonbons und Dessert zu jeder Zeit frisch zu haben. Vom Vorstande der Israel. Cuitusgemeinde. Z. 2692 ex 1902. Mazzot-Preise pro 1902. Der Vorstand der israelitischen Cuitusgemeinde gibt den geehrten Gemeindemitgliederu bekannt, dass mit der Bereitung und dem Verkaufe des Osterbrotes (Mazzot) Herr Adolf Schfflidl betraut worden ist und stellt an jene P. T. Parteien, welche ihren Mazzotbedarf noch nicht angemeldet haben, das Ersuchen, jhre Bestellungen baldmöglichst entweder im Verkaufslocale : I., Zellnkagasse Nr. 12 oder im Backhause : XX.. Marchfelderstrasse Nr. 21 zu machen, da spätere Anmeldungen kaum nach Wunch berücksichtigt werden könnten. Die vom Vorstande genehmigten Preise sind : für Mazzot I. Sorte pr. Kilo . . 2 ,, ,, ,, 1» ii - - „ i, 3. ,, „ . „ Mehl, Gries I. Sorte pr. Kilo 2 4. m M II 99 99 1.60 -.86 .68 1.80 1.06 Zur Verhütung von Missbrauchen ist jedes Pagues mit dem Siegel der hiesigen israelitischen Cuitusgemeinde versehen. Wien, im April 1902. Der Vorstand der israelitischen Cuitusgemeinde. Echt ungarische Naturweine noabanw von 40 kr. aufwärts, sowie Sliwowitz, Borowiczka, Cognac, Karmelweine, Laureol. Alles unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn 8. Fürst, Rabbiner der Schiffschule, zu haben bei: Marcus Fischmann, II., Grosse SeMffgasse 8. (Sohn des selig. Rabbiners F. Fischmann aus Pressburg.) Zum Seder. In einer feinen religiösen Familie wünscht ein gebildeter, lediger Mann, der seit vielen Jahren vor einer geschlossenen, distinguirten Gesellschaft in würdigster Weise den Seder gegeben hat, auch heuer denselben zu ertheilen. Gefällige Offerte baldigst unter: Dr. R. K. an die Administration d. Blattes-