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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1902-03-28 · 13 (28.3.1902) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
19 (1902)
Issue
13 (28.3.1902)
Date
1902-03-28
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 220 Nr. 13 Dr. Blortz's Wortzenfchrifk. nommen habe und führt als Beweis einige Stellen an, die sich wörtlich in der genannten Encyklopädie wieder finden. Indessen kommen alle diese Stellen bereits im Tractat Semachot Abschn. II und im Jore dea cap. 345 vor, und ich habe es nicht nöthig gehabt, dieselben erst aus Hamburger zu entnehmen, da ich aus denselben Quellen, die auch der Verfasser der Real-Encyklopädie benutzt hat, schöpfen konnte. Daß ich bei Anziehung der g mannten Talmudstellen größtentheils der Uebersetzung Hamburgers gefolgt bin, kann durchaus nicht als Plagiat betrachtet werden, und ich glaube, daß Herr Gerloczy gewiß den Vorwurf unterlassen hätte, wenn er die Mischnah-Lernachot und Jore Dea a. a. D. nachgesehen hätte. Uebrigei s sind die Quellen auch schon in der ausgezeichneten Monographie über den Selbstmord von Aron Roth (Budapest 1879) gesammelt und zusammengestellt. von denen sich auch Dr. Hamburger in der betreffenden Abhandlung leiten ließ. Wir haben also Beide aus einer und derselben Quelle geschöpft. Was die Sitte betrifft, jeden Selbstmörder außerhalb der Reihe der Gräber zu beerdigen, so habe ich dieselbe in meinem Aufsatze von dem talmudischen Ausspruche (Sanhedrin 47 a) hergeleitet, was aber im Drucke weggelaffen wurde. Ich bin also auch da nicht nur Hamburger gefolgt. Schließlich bitte ich noch die Leser dieses Blattes, meinen Aufsatz mit dem Hamburger's vergleichen zu wollen, damit sie zu einem selbstständigen Urtheile gelangen können. Für die freundliche Veröffentlichung dieser Zeilen bestens dankend, zeichne ich Hochachtungsvoll Rabbiner Dr« I. G ü n z i g. Briefkasten. M. i. F. Auf einer glänzendeniwohlthätigen Veranstaltung — es war ein großangelegter Bazar, wo man aus guten Gründen in die Liste der hocharistokratischen Namen Oesterreichs auch einige hochgeldaristokratische hineinnahm — hatte eine jüdische Banquiersgattin, nebenbei bemerkt, eine reizende Blondine, einem Ehampagnerpavillon vorzusteben. Ein Dragoner-Oberlieutenant mit der Kämmerertresse auf der Ulanka schlänkelte sich seit geraumer Zeit um das Zelt der Schönen und kokettirte mit ihr in einer Weise, die mehr herausfordernd als schmeichelhaft war. Endlich entschloß er sich, sich der Schönen zu nähern, und er trat mit den Worten: „Schöne Sarah, dürft' ich um einen kühlenden Trunk bitten?" auf sie zu. Die schlagfertige Hebe aber war um die Antwort nicht verlegen, sie erwiderte: „Pardon, mein Herr, Sie citiren die Bibel schlecht, denn es war Rebekka, d i e das Kameel getränkt." Der also Abgetrumpfte legte eine größere Banknote auf den Tisch der Schönen und trat unter dem Gaudium der Umstehenden schleunigst den Rückzug an. A. in C. In der vor zwei Jahren mit einem Aufwands von 6 Millionen Dollars erbauten C-ongreßbibliothek in Washington, einem der prachtvollsten und wirklich schönsten Gebäude der Welt, sind unter den Verzierungen des Aeußern und Innern die Bilder und Namen der größten Schriftsteller aller Zeiten und Länder angebracht. Die deutsche Dichtkunst ist dabei nur durch zwei Namen vertreten: Goethe und Heine. „Gläubig" Anonyme Zusendungen werden nicht beantwortet. Dr. Pattai: Es ist in der That eine empörende Herzkränkung für den guten Arier, daß er keine Kirche und keine katholische Versammlung besuchen kann, ohne daß „ein nach Galizien riechender Name" eines christlichen Apostels oder katholischen Heiligen sein Ohr beleidigt. Unser tiefstes Mitleid! _ Noch. In jedem Haushalte spielt der Artikel „Fett" eine große Rolle, die so mancher Hausfrau, jedem Küchenchef, Bäcker, Conditor, Restaurateur 2c« 2c. Sorge und Kopfzerbrechen macht, daher es allseits mit großer Freude begrüßt wurde, daß es der Firma Emanuel K h u n e r u. Sohn, Wien, XIV., Sechshauserstraße 68—70, gelang, in deren Pflanzenfettfabrik in Atzgersdorf bei Wien aus der Frucht der Cocospalme ein Speisefett herzustellen, welches allen Anforderungen, die an ein gesundes, nahrhaftes, leicht verdauliches, wohlschmeckendes Fett gestellt werden, in vollstem Maaße entspricht. Dieses garantirt reine Pflanzenfett, genannt „Kunerol", eignet sich sowohl zu Fleisch-, als auch zu Milchspeisen vorzüglich und wird streng rituell unter Rabbinatsaufsicht erzeugt. Für Osterwaare ist eine eigene Abtheilung. _ Jüdische Fleischhauer die sich Ober ihren streng religiösen Lebenswandel ausweisen können und sich in einer grösseren Gemeinde Böhmens etahliren wollen, belieben sich an die Administration dieses Blattes unter „5662“ zu wenden. Die Elisabeth-Dampfmiihl-Gesellschaft in Budapest welche seit Erwerbung der Panoniamtthle die Erzeugung von Ostermehlen fortsetzt, empfiehlt die für Ostern gebräuchlichen Mehlsorten entsprechend den Original-Mehlnummern der Budapester Dampfmühlen welche unter „Streng ritueller“ Aufsicht des hiesigen Rabbinats und ganz besonders jener der hoch würdigen Rabbiner Herren L. POllak Und M. Feldmann erzeugt werden. GefälligeBestellungen werden bei billigsten Tagespreisen ausgeführt. Adresse: 971 „Elisabeth 'Dampfmühl- Gesellschaft Budapest“. -W- COMPAGNON VW mit grösserem Capital wird gesucht zu einem seit Jahren in Ungarn bestehenden, nachweisbar gut gehenden EXPORT- GESCHÄFTE wo Samstag und israelitische Feiertage nicht gearbeitet wird. Ledige junge Leute werden bevorzugt. Nur ausführliche Anträge nebst Angabe bisheriger Beschäftigung und vorhandenes Capital werden unter Chiffre: „GASSA'ARTIKEL“ an die Administration dieses Blattes erbeten. 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Rabbiner aus Huszt, erzeugt und liegt jeder "'S Sendung ein HechSCher derselben hei. §1 Ebenso wird Osterwaare erzeugt. i tj" Probe-Versandt von Postdosen ä circa 5 kg. Brutto, ä Kronen 7.— per Dose I g franco Wien Haus und jeder österreichisch-ungarischen Poststation gegen Nachnahme. I g Emanuel KhUüer & Sohn, Wien, XIV., Sechshauserstrasse 68-70. X X X >\; jj: Herausgeber und verantwortlicher Redacteur Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck u. Sohn» Wien, VIII.

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