Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 19 (1902)
- Issue
- 3 (17.1.1902)
- Date
- 1902-01-17
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 48 Dr. Bloch's Wochenschrift« Nr 3 Rabbiner Frankl-Grün dort geschaffen, erfreut sich noch heute des größten Interesses seiner Schüler. Schreiber dieser Zeilen, der auch auf der obersten Stufe des Gymnasiums ein Schüler des Verfassers war, weiß sich noch wohl zu erinnern, welchen tiefen Eindruck die Exhorten auf die Jugend geübt und mit welch' regem Interesse die Schüler dem ganzen Gottesdienste folgten, zu dessen Functionen sie auch oft herangezogen wurden. Dr. Frankl-Grün, der als gediegener Hebraist sowie als gründlicher Kenner der jüdischen Literatur allgemein gekannt und anerkannt ist, ist auch ein Mann von tiefer akademischer Bildung, und so kann es nicht Wunder nehmen, wenn die Frucht dieses weit ausgebreiteten Wissens, die er in den Kleinen Weinberg für die Jugend niedergelegt hat, den Ertrag eines sehr großen Weinberges bilden. Das vorliegende Büchlein enthält 45 Exhorten zu den vier ersten Büchern Mosis, und man kann das Urtheil über dieselben darin zusammenfaffen, daß der Autor seine Aufgabe mit großem Geschick, mit vielem pädagogischen Tacte gelöst hat, denn die Themen sind gut gewählt, dem Verständnisse der Jugend angepaßt; einige Exhorten sind allerdings etwas höher gehalten, andere haben ein locales Interesse und beziehen sich auf wirkliche Vorkommnisse in der Schule oder im Leben, die Sprache ist immer gewählt und gediegen. Und so kann man diese Exhorten wirkliche exhortationes nennen, was sie sein sollen — Belehrungen und Mahnungen, Warnungen und Weisungen für die Jugend, die ihre Wirkungen nicht verfehlen können und auch nicht verfehlt haben. Der Verfasser versteht es auch, die Jugend für die erhabenen Lehren und die Mission des Judenthums zu begeistern, sie in den Gang unserer altehrwürdigen jüdischen Geschichte einzuführen, ihre Heroen in dem Lichte erscheinen zu lassen, in welchem sie am Himmel der Geschichte geglänzt haben. Auch manche schöne Pointe, sinnige Deutung eines Bibelwortes oder Verses wird zur entsprechenden Nutzanwendung für die Jugend gemacht, endlich sind auch schöne Legenden, Sagen und Parabeln eingeflochten, durch welche das Interesse der jugendlichen Zuhörer geweckt und erhalten wird. Und so werden die vorliegenden Exhorten in den vielen gewesenen Schülern des Autors angenehme Reminiscenzen wachrufen, an glückliche Tage der entschwundenen Jugendzeit sie erinnern, dem Fachmann werden sie eine schöne,' angenehme Lecture bieten. Mit Interesse sehen wir den angekündigten Exhorten zu dem 5. Buch Moses entgegen und sind überzeugt, daß die Rede ihre wohlverdiente Beachtung und Würdigung finden werde. Und so trägt der „kleine Weinberg" viele, große und edle Reben, an denen süße Trauben hängen, von denen jeder Leser gar manche Beere für sich wird pflücken können. _ Dr. H. Poll ak. Im Verlage von Adolf Tandler, Wien, VII., Mariahilferstraßc 22, sind soeben vier Lieder von Leo Ascher erschienen, die dem schon bestbekannten jungen Componisten zahlreiche neue Freunde gewinnen werden. Die Lieder zeichnen sich durch graciöse, liebenswürdige Melodik und ganz respectablcs technisch-musikalisches Können aus und sind nicht nur eine schöne Talentprobe des jungen Künstlers, sondern auch an und für sich treffliche Leistungen, die alle Anerkennung verdienen. Das erste der Li-eder „Vom Scheiden" ist fast das schönste. Der einfache volksthümliche Ton ist in glücklicher Weise getroffen und ohne im geringsten sentimental zu sein, wirkt die leise Melancholie des Schlusses in discreter Weise. Die anderen Lieder reihen sich diesem ersten würdig an, und wir sind auf größere Leistungen des reichtalentirten Autors, die wohl nicht ausbleiben werden, gespannt. Briefkasten. S. Luwisch in GwoLdziec. Brann's Lehrbuch der jüdischen Geschichte erhalten Sie in der Buchhandlung Richard Löwit, Wien I., Rothenthurmstraße :*2. Das Talmudstudium in der I. Hälfte des 19. Jahrhunderts von M. H. Friedländer erhalten Sie bei dem Verfasser, Rabbiner in Pisek. L. Wie die modernen Germanen über die Frau denken, erklärte Herr K. H. Wolf in einer Wählerversamnilung in Hohenelbe: „Meine Frau hat mir als echte deutsche Kameradin verziehen". Eine echte deutsche Kameradin hat also vor Allem zu verzeihen! Und der Obmannstellvertreter des deutschnationalen Vereines m Wien Herr Heinrich Guttmann sagte: „Ich glaube annehmen zu können, daß Sie Wolf nicht fallen laßen werden, am allerwenigsten — wegen einer Frau". (Siehe Bericht der „Ostdeutschen Rundschau" vom 12. d.) S. L. in Budapest. Wir bedauern, von der Einsendung diesmal keinen Gebrauch machen zu können. R. in Wien. Sie haben ja jetzt Gelegenheit, das arisch - germanische Familienleben bei öffentlicher Schaustellung näher kennen zu lernen. ßi. in W. Der holländische Dichter Jsaac da Costa ist am 14. Jänner 1798 in Amsterdam geboren. Samuel Benczer in Grodck. In Wien besteht ein solcher Verein nicht. Wenden Sie sich dagegen an Herrn Dr. E. Goldhammer, Landesadvocctt in Tarnow, oder an Herrn Dr. Wittlie, Landesadvocat in Lemberg, welche Ihren Plan unterstützen dürften. Isaak P. 17. Das Purimfest des Jahres 1884 fiel auf den 11. März. P. in Wien. Das war uns unbekannt. Ein eifriger Leser. Sie können die Leute zweifellos zwingen. Wenden Sie sich an das Rechtsschutzbureau der „Israelitischen Union" I. Dorotheergasse 12. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur Dr. Josef In der von der hohen k. k. Statthalterei concesslon. priv. Sprachschule der Frau Olga Kadisch, IX., Grüne Tüorgasse 31 beginnen: Sonntag den 19. Jänner, 11—12 TJbr, AnfängerCUrS für Schulpflichtige (3 fl. monatlich), Montag den 20. Jänner, '/28—’/29 Uhr Abends, Anfängercurs für Erwachsene (3 fl. monatlich), Samstag 5—6*/4 Uhr Allgemeiner Conversationscurs (2 fl. monatl.) Einschreibungen täglich von 11—1 und 2—3 Uhr. . Meine naturechten, weissen und rothen vorzüglichen Tisch- und Dessertweine Eigenbau aus den besten Gebirgslagen in Vlsonta, Gy&ngyfis uud Gy. Pata NL2N nßö NV2 l" empfehle ich zu massigen Preisen, hei Bezug in Gebinden von 56 Liter aufwärts. Adolf Ormödij Weingutsbesitzer __in Gy 8 n gy ö s. Samuel W. 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Mariahilferstrasse 112 i IX. , Servitengasse 12 ® X. , HImbergerstrasse 17 XI. , Simmering, Hauptstrasse 90 XII. , Schönbrunnerstrasse 261 XIII. , Hietzing, Wattmanngasse 15 XVI. , Srunnengasse 34 XVII. , Hernalser-Linie Stadtbahn-Viaduct 86 XV II., Währinger-Linie Stadtbahn-Viaduct 118. >. Bloch. — Druck von L. Beck u. Sohn. Wien. VIH.