Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 18 (1901)
- Issue
- 50 (13.12.1901)
- Date
- 1901-12-13
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 833 Dr. Bloches Wochenschrift. Nr. 60 Herrn Jacob Stern, Wien. Zufolge Ihrer Richtigstellung constatiren wir gerne, daß Sie in der Versammlung behufs Gründung der „Freien Vereinigung" nicht als Organ des Herrn W. M. und nicht im Namen eines Vereines gesprochen haben. Nicht gegen die Gründung der „Freien Vereinigung", sondern gegenüber einer gegen den Verein „Marpe Lanefesch" gerichteten Bemerkung haben Sie zu dessen Abwehr und Inschutznahme das Wort ergriffen. St., Wien. Das tragische Geschick, welches alle Acteure im Proceß von Tisza-Ezsla betroffen, hat auch den damaligen Präsidenten des Gerichtshofes Franz Kornis nicht verschont. Sein ISjähriger Sohn ZoltLn wollte anläßlich einer Vogeljagd über das Gitter des Tiszabüder Kastells seines Vaters steigen, als sich das geladene Gewehr, welches der Jüngling in der Hand hielt, durch einen unglücklichen Zufall entlud und das Projectil sich dem Unglücklichen in den Kopf bohrte. Die herbeieilende Dienerschaft iand den Bedauernswerthen bereits als Leiche vor. Igna; Vaum'sche Armen - Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Eultusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenntniß. daß am 20. Februar 1902 aus den jährlichen Jntereffen der Ignaz Baum'schen Armenstiftung zehn Platze im Betrage von je L 4L— an arme Personen jüdischer Religion zur Verleihung gelangen. Bei der Verleihung der Stiftung wird vor Allem auf Verwandte des Herrn Ignaz Baum von väterlicher oder mütterlicher Seite, sodann auf Diejenigen, welche zwar in Wien wohnhaft, aber aus der Vaterstadt des Stifters, Bielitz, gebürtig sind, endlich auf verheiratete und mit zahlreichen Kindern gesegnete Rücksicht genommen. Die mft einem Armuthszeugniffe und Geburtsscheine belegten Gesuche sind im Einreichungsprotokolle der Eultusgemeinde (I. Seitenstettengaffe 4, 1. Stock), woselbst auch Gesuchsblanquette während der Amtsstunden von 9^-12 Uhr Vormittags unentgeltlich ausgefolgt werden, bis längstens 31. December 1901 zu überreichen. Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 1. December 1901. Der Vorstand der israelitischen Eultusgemeinde. Kaiser Franj-Jascs-Jubiläums-Stiitung für Uutkrstjjhnllg israelitischer Waisen Errichtet von einen ungenannt sei« wollenden Wohlthäter. Der Vorstand der israelitischen Eultusgemeinde Wien verlautbart hiemit, daß aus den Zinsen der obgenannten Stiftung 2 Stiftplätze 2 K 300.— zur Verleihung gelangen. Bewerbungsberechtigt erscheinen arme Kinder (Knaben und Mädchen) israelitischer Confession, welche das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und nachzuweisen vermögen, daß ihr Vater in Wien verstorben ist, oder daß derselbe bis vor seinem Tode in Wie» sein ordentliches Domicil hatte. Die Gesuche müssen mit folgenden Belegen versehen sein: 1. Dem Geburtsscheine des Bewerbers, 3. dem Armuthszeugniffe, 3. dem Todtenscheine des Vaters (im Falle der Vater nicht in Wien verstorben ist, erscheint ein legaler Nachweis erforderlich, daß derselbe bis vor seinem Tode sein ordentliches Domicil in Wien hatte) und 4. den Schulausweisen, beziehungsweise Zeugnissen. Die gehörig belegten Gesuche sind bis zum 31. December 1901 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Eultusgemeinde Wien, L, Seitenstettengasse 4, L Stock, zu überreichen, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich ausgefolgt werden. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Todtenmatriken der Wiener Eultusgemeinde sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Gesuche, welche mit den angeführten Belegen nicht versehen sind oder nach Ablauf des Einreichungstermines überreicht werden, finden keine Berücksichtigung. Wien, den 20. November 1901. Der Vorstand der israelitischen Eultusgemeinde. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur Dr. Josef Danksagung. Für die auf Grund eines Aufrufes in Nr. 3^ der „Oesterreichischen Wochenschrift" vom 23. August d. I. gütigst gesandten Unterstützungsbciträge für einen Abbrändler in St. Leonhard sagt der gefertigte Vorstand hiemit allen geehrten Spendern — namens des Verunglückten — auf diesem Wege herzlichen Dank. Nachstehend erscheint gleichzeitig die Spendenliste ausgewiesen. Spendenverzeichniß: Durch die „Oesterreichische Wochenschrift" ....... L 27.— Auf Veranlassung des Cultusvorstehers Herrn Em. Schul; in Purgstall, durch Herrn Religionslehrer Mandl (Sammlung) .... .. „ 70.— durch Herrn Tempelvorsteher Deutsch (Sammlung) . . . „ 37.— Infolge Aufruf der „Oesterreichischen Wochenschrift", an die Vorstehung der Eultusgemeinde (direct), Herr Hermann Eltbogen, Wien, XII., Rafaelgaffe 12 . . . „ 4.— Herr Josef Freund in Budweis.. „ 2.— Summa K 140. - Purgstall, den 10. December 1901. Die Vorstehung der israelitischen Eultusgemeinde Amstetten. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse Nr. 4, nächst dem Ring, offerirt in reichster Auswahl Professor Kfimpf’s allgemein beliebte Brautgebetbncherund deutsche Andachtsbücher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim, Gold- und Silber-Borden. 843 Als Barmizwah-Geschenk eignet sich vorzüglich das berühmte Prachtwerk Professor Dr. Julius Fürsfs illustrirte fünf Bücher Moses m. deutsch, üebersetzung, erläuternd. Anmerkungen u. 223 Illustr. Preis in Prachtband statt fl. 8.50 jetzt nur fl. 3.50 Samuel W. Pascheies, Prag, Zeltnergasse 4. JULIUS MEINL Jiaffee-Import WIEN-BUDAPEST-BRÜNN CENTRALE: WIEN, I.. FLEISCHMARKT 7 FILIALEN IN WIEN: 1., Schottengasse 9 11., Taborstrasse 26 111., Landstrasse Hauptstrasse 41 IV., Wiedner Hauptstrasse 16 VI. , Mariahilferstrasse 31 VII. , Neustiftgasse 28 VII.. Mariahilferstrasse 112 IX. Servitengasse 12 X. , Himbergerstrasse 17 XI. , Simmering, Hauptstrasse 90 XII. , Schönbrunnerstrasse 261 XIII. , Hietzing, Wattmanngasse 15 XVI. , Brunnengasse 34 XVII. , Hernalser-Llnle Stadtbahn-Viaduct 86 XVIII., Währlnger-Linie Stadtbahn-Viaduct 118. S. Bloch. — Druck von L. Beck u. Sohn» Men, VIII.