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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1901-06-14 · 24 (14.6.1901) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
18 (1901)
Issue
24 (14.6.1901)
Date
1901-06-14
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Sette 415 Nr. 24 Dr. Vloch's WockrnsckrM zur Widerlegung der geflissentlichen Verleumdungen der antisemitischen Eiferer und Volksaufwiegler und damit zur Steuer der Wahrheit und Gerechtigkeit dienen werden. Es ist auch erfreulich, daß ein Christ und Geistlicher diese Aufgabe übernommen und in einer so vorzüglichen und ganz vorurtheilsfreien Weise gelöst hat. Briefkasten. „Fleißiger Leser.« In den stenographischen Protokollen ist dieser Zwischenruf S t r o b a ch's allerdings nicht verzeichnet. Aber man weiß, daß Strobach früher seinen Stolz darein setzte, in solcher Weise den Bürgermeister Prix — anzukläffen. H. N—11g. L a s s a l l e starb an der Verwundung, die er in einem Duell erlitt; er wurde auf dem jüdischen Friedhofe begraben. Alex. B. Die von Schneider als bezahlte „Judenknechte" verdächtigten österreichischen Minister verschmähten es, auf die Anwürfe aus diesem Munde zu reagiren. Die Meinung, daß nur das Lob eines Schneider — diffamirend sei, hat in der That Vieles für sich. I. Schwarz, Wien. Das Matrikenamt hat das Recht, sämmtliche Documente für das Archiv zurückzubehalten. B. O. in H. Wir empfehlen Ihnen zu diesem Zwecke Pfarrer Eduard Schall's Werk „Die Staatsverfassung der Juden?' Darüber schreibt der bekannte Schriftsteller Karl Jentsch in der „Frank. Ztg.": „Es ist geradezu ein großartig,es Buch, eine That, von hohem Werthe an sich und als Gegengift gegen die antisemitischen Verunglimpsungen des Alten Testamentes. Ich wünschte, daß nicht allein die ganze liegen gebliebene erste Ausgabe abgesetzt, sondern sogar eine zweite Auflage nöthig würde." Das Werk ist durch jede Buchhandlung zu beziehen. I. L - g. Es ist ja selbstverständlich, daß vom Standpunkte der jüdischen Religion das Duell als ein Verbrechen gilt. Das Verbot „Du sollst nicht tödten" — spricht deutlich genug. Arthur B. Mendelssohn antwortete einem edlen christlichen Manne auf das Compliment: „Ich wünschte, daß alle Juden Ihnen glichen" mit den Worten: „Und ich wünschte, daß alle Christen gleich Ihnen wären." L. D. in I. Ihrem Wunsche wurde in dieser Nummer entsprochen. Betreffend S. M. Z haben Sie leider recht, aber es läßt sich nichts dagegen machen. Jacob St., Wien. Ihr Abonnement bis 15 Mai bezahlt. „30Ä ". Wenn der § 302 nicht in Ruhestand gesetzt wäre, gäbe es keine antisemitische Presse. Historicus. Im Jahre 1834 schrieb Geiger gegen gewisse christliche Gelehrte: „Absprechend über Gegenstände zu urtheilen, zu deren selbstständiger Erforschung es an den nöthigeN Voraussetzungen und Fähigkeiten gebricht, würde man sich wahrlich auf jedem anderen Gebiete doppelt und dreifach bedenken; nur dem Judenthume gegenüber glaubt man mit souveräner Willkür zu Werke gehen zu dürfen." Diese Worte haben leider in unseren Tagen noch nicht ihre Geltung eingebüßt. I. G. Der ungarische Abgeordnete C h o r i n ist ein Abkömmling des durch seine reformatorischen Bestrebungen bekannten Araber Rabbiners Aron Chorin. Oonours. Ls! der hiesigen Gemeinde ist die SteUe eines Rabbiners und Predigers zu besetzen. Bewerber um diesen Posten sollen nebst den gesetzlichen Erfordernissen (österr. Staatsbürgerschaft, bezw. baldmögliche Naturalisation, sittlich und politisch vorwurfsfreies Verhalten, Reifeprüfung) auch den philosophischen Doctorgrad rite erworben, die theologischen Studien an einer höheren theologischen Lehranstalt absolvirt haben und eine ausgesprochene oratorische Begabung besitzen. Nur Bewerber unter 40 Jahren werden berücksichtigt. Die Abhaltung einer Probepredigt ist unerlässlich, und behält sich der Vorstand das Recht vor, auch Persönlichkeiten, die ihre Bewerbung nicht angemeldet haben, zu einer Probepredigt einzuladen. Dem Gewählten wird die Vollziehung der Casualien (Trauungen, Beerdigungen) zugewiesen, die Höhe des Gehaltes mit ihm vereinbart werden. Die Bewerbungsgesuche sind, versehen mit einem curriculum vitae, dem Geburtsscheine, den Studienzeugnissen nebst Rabbinatsdiplom, sowie über die etwaige bisherige- Berufsthätigkeit bis längstens Ende Juli 1. J. an den gefertigten Vorstand zu richten. " Brünn, 5. Juni 1901. Vorstand der israelitischen Gultusgemeinde Der Präses-Stellvertreter: H. Epler m. p. Tenorist gesucht* In der Synagoge des gefertigten Vereines ist die Stelleeines Tenoristen pro 15. Juli 1901 mit einem Gehalte von 60 K monatlich nebst Emolumente zu besetzen. Reflectanten ledigen Standes müssen über kr äftige modulationsfähige Stimme und musikalisches Wissen verfügen. Competeuteu wollen sich mit Offert und Zeugnissen an das Sekretariat des Synagogen-Vereines „Beth Israel“, Wien, 1)., Leopoldsgasse 29, wenden. sir, Goncurs. Bei der israelitischen Gultusgemeinde Pirnitz in Mähren. Bezirk Iglau, ist die Stelle eines Tempeidieners der zugleich p-rci LN1V und ritueller Vorbeter sein muss, zu besetzen. Jahresgehalt 600 K. freie Wohnung nebst Emolumente und auch Erträgnisse von den Stiftungen. Der Tempeldieuer ist zugleich Diener der Chewra-Kadischa und muss bei Sterbefällen nach ortsüblicher Weise den Dienst versehen, wofür eine separate Zahlung geleistet wird. Bewerber, österreichische Staatsbürger, nicht über 40 Jahre alt, Angabe über den Familienstand wollen ihre mit den Zeugnissen (in Abschrift, welche nicht retournirt werden), über bisherige Verwendung belegten Gesuche bis zum 15. Juli 1901 an den gefertigten Cultusvorstand richten. Die Stelle ist am 1. August d. J. zu besetzen. Reisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Israelitische Gultusgemeinde Pirnitz 851 Der Guitusvorsteher: Simon Kälbl. QUnuius. Bei der Cultusgemeinde in Jägerndors ist die Stelle eines Schächters, Hilssvorbeters und Temprlvieners, ehestens zu besetzen. Das Einkommen beträgt 1200 K, u. zw. 700 K Gehalt und circa 500 K Erlrägniß des Schlachtens, außerdem die üblichen Nebeneinkommen. Bewerber, die das 40. Lebensjahr nicht überschritleu, haben ihre Gesuche mit Beibringung der Belege längstens bis 30. Juni d. I. beim Cultusvorstande einzubringen. , Jägerndors, 5. Juni 1901. Der Vorstand 844 der israelitischen Cultusgemeinde Für die Pinkas-Synagoge in Prag wird für die hohen Feiertage ein stimmbegabter, tüchtiger Cantor Koreh ausgenommen. Reflectanten belieben sich nur schriftlich an das gefertigte Vorstandsmitglied bis 25. Juni a. c. zu wenden. Prag, im Mai 1901. Für den Vorstand der Pinkas-Synagoge: 8^6 m. Bodenheimer, Altstädter-Ring. Verlangen Sie nur die 4., soeben neu erschienene Anflage lies allgemein beliebten, vollständigen israelitischen Kochbuches 848 von Witwe Marie Kauders. Preis: brochirt 80 kr., gebunden 90 kr. mit Zusendung 10 kr. mehr. Gegen Einsendung des Betrages direct zu beziehen vom Verlage: Samuel W. Paseheles, Prag, Zeltnergasse 4. 847

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