Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 18 (1901)
- Issue
- 23 (7.6.1901)
- Date
- 1901-06-07
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Sette 396 Vr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 88 Ignatz M. Die Vermuthung jenes Blattes, daß der Abgeordnete Schneider in dem Delirium tremens das Ziel seines Lebens erblicke, wird von Denen bestritten, die den Ritualblut-Durst dieses Herrn kennen. Vielleicht haben aber beide Ansichten ihre Berechtigung.? Die wüthendste Hetzrede, durch welche je das österreichische Parlament entweiht wurde, hatte Monsignore S ch e i ch e r gehalten. Derselbe hochwürdige Herr also, der sich neulich erdreistete, üoer den Verfall der parlamentarischen Sitten zu klagen. Justus. Den härtesten Vorwurf schleudert Vergani gegen Wolf, indem er ihn erinnert, daß er einst aus den Einnahmen des „Deutschen Volksblattes" seinen Gehalt bezogen. Der Vorwurf trifft. „Leser". Der Spruch: „Zieh' erst den Balken aus Deinem Auge und dann sieh', wie Du den Splitter aus Deines Bruders Auge zieh'st", war, wie schon aus dem Talmud bekannt ist, ein populäres Volkswort. I. W—g. Die Jnterpellationsbeantwortung des Unterrichtsministers, in welcher er u. A. erklärte, daß er die von dem Bezirksschulrathe verfügte Enthebung des Lehrers Rehling vom Lehramte annullirte, bedeutete einen Faustschlag für — Lueger. Dieser wußte aber wohl, was er that, als er diese öffentliche Züchtigung wortlos über sich ergehen ließ Kundmachung betreffend die Privatisten-Prßfnngen. Die Privatisten-Prüfungen aus israelitischer Religion für Se üler und Schülerinnen an Volks- und Bürgerschulen finden für da- 2. Semester des Schuljahres 1900 1901 nach folgender Eintheilung statt: | für Schüler und Schülerinnen wohnhaft im Bezirke: Tag und Stunde der Prüfung: Ort der Prüfung: Mittwoch, 5. Juni T TI XT und I » ” I von I., undj 19. „ JV, 10—7*11 x j „ 26. „ Uür j „ 3. Juli) I., Seitenstettengasse 2, 2. Stock (Religionsschule) III. bis incl. X. und XIX. Dienstag, 4. Juni ) : L; ill-1Uhr » 2S. „ > I., Seitenstettengasse 2, 2. 8 ock (Religionsschule) XII. bis XV. Mittwoch, 19. Juni, 2—4 UhrXV., Turnerg. 22 Sonntag, 23. „ 9 —11 „ | (Gemeindehaus) jxVI. und XVII. Sonntag, 23. Juni, 2—3 Uhr jXVI., Huberg. 8 Montag, 1. Juli, 4—5 „ j (Gemeindehaus) XVIII. jSonntag, 23. Juni! U-1 Uhr r. oO. „ f XVIII., Sehopen- 1 hauerstrasse 39 | (Gemeindehaus) Die Prüfungstaxe beträgt K 6 und wird im vorhinein an der Cassa der Cultusgemeinde. I., Seitenstettengasse 4. oder bei der entsprechenden Amtsleituug im XV., XVI. und XVIII. Bezirk zwischen 9—12 Uhr entrichtet. Die Quittung ist dem Examinator vorzulegen. Der im I. Semester gelöste Erlagschein über die Prüfungstaxe gilt auch für das II. Semester des laufenden Schuljahres. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Loses Spitzee'sche Stiftung. Der Unterzeichnete Vorstand verlautbart Hiemit, daß aus den Zinsen der Zosef Spitzer'schen Stiftung ein Betrag von LiO ff an drei oder vier in Wien wohnhafte arme, des Ernährers beraubte jüdische Familien zur-Vertheiluug gelangt. Die Bewerber, bezw. Bewerberinnen haben ihre mit dem Nachweise darüber, daß der Ernährer, sei es durch Tod oder durch Krankheit oder durch sonstige Umstände der Familie entzogen ist, sowie mtt einem Armuthszeugnisse versehenen Gesuche bis 30. Juni 1901 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, während der Amtsstunden von 9-12 Uhr zu überreichen. Gesuchsblanguette sind im Einreichungsprotokolle unentgeltlich zu beheben. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Todtenmatriken der israelitischen Cultusgemeinde sind als Gesuchsbeilagen nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Wien, de» 1. Juni 1901. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Rosalia Pollak'sche Vlinden-Stiftung. D.r Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt hiemit zur Kenntniß, daß die Zinsen der von Herrn Moriz Ritter von Borkenau begründeten Rosalia Pollak'schen Blindenstiftung im Betrage von K 84 an eine erblindete oder durch schwaches Sehvermögen erwerbsunfähige Frau oder Mädchen, israelitischer Confession, für das laufende Jahr zu verleihen sind. Die Bewerberinnen habe ihre Gesuche um die genannten Stiftungszinsen mit einem Armuthsscheine und einem Zeugnisse des Verwalters des hiesigen israelitischen Spitales über ihre Erwerbsunfähigkeit zu versehen und bis längstens 30. Juni 1901 im Einreichungs-Protokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien (I. Seitenstettengaffe 4, l. Stock) während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Vormittags zu überreichen, woselbst Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Aus der Fanny «an Hafmannsthal-Domitzer-Süftimg gelangen die Erträgnisse per K 1400.— an höchstens 7 verarmte israelitische, der Unterstützung würdige, in Wien domieilirende Witwen zur Vertheilung. Die mir dem Todtenscheine des Gatten und mit einem Arrputhszeugnisse belegten Gesuche sind in der Zett zwischen dem 1. bis 30. Juni 1901 in dem Einreichungs-Protokolle der -israelitischen Cultusgemeinde zu überreichen. Gesuchsblanquette werden im Einreichungsprotokolle unentgeltlich ausgefolgt. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Cultusgemeinde sind als Gesuchsbeilagen nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Wien, den 1. Juni 1901. Der Vorstander israelitischen Cultusgemeinde. Knabe aus keinem jüdiseben Hause findet ganze Pension, liebevolle Behandlung und gewissenhafte Nachhilfe bei Oberlehrer in Wien. Zuschriften unter „N. N. 1", postlagernd Stefaniestrasse. JULIUS MEINL Kaffee -Import WIEN-BUDAPEST-BRÜNN CENTRALE: WIEN. I., FLEISCHMARKT 7 FILIALEN IN WIEN: II. Taborstrasse 26 III. LandsiTasse Hauptsfrasse *11 IV. Wiedener Hauptslrasse 16 VI. Mariahilferstrasse 31 VII. Neustiftgasse 28 VII.Mariahiiferstrasse.112 IX. Sem/ihengasse 12 X. Himbergerstrasse17 XILSchönbrunnerstrasss 261 XVII. Hernalsen-Linie Shadtbahn-Viaduct 86 XVIII.Wähpinqep-Linie Sfadtbahn-ViaduchUB Inan Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIII,