Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 18 (1901)
- Issue
- 20 (17.5.1901)
- Date
- 1901-05-17
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 348 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 20 Briefkasten. X. A. Ihr Turnverein war uns unbekannt. Jgnotus. Wie kann man es dem Dr. Lueger verübeln, daß er sich für den Dr. Schustersitz einsetzte, um ihn aus der — «Thomasschlacke" herauszuhelfen, wenn er doch auch die Courage gehabt, öffentlich für den gewesenen Vorstand der Schneidergenoffenschast F e-n z l einzutretcn. a. Die Enthüllungen, welche die „Sonn- und Montagszeitung" bisher über antisemitische Defraudationen brachte, wurden von keiner Seite bestritten. Kein Zweifel, die Herrschaften betrachten das Verbot: „Du sollst nicht stehlen" als das, was es ist: als eine alttestamentarische Erfindung. „Budapest " Wenn Sie meinen, daß Herr O n o d y nur consequent handelt, wenn er in Verhovay sein Vorbild erblickt, dann kann man Ihnen wohl nicht Unrecht geben. i. Die Wiederaufnahme eines Proceffes gehört ganz und gar nicht zu den unerhörten Dingen. Auch Herr V e r g a n i arbeitet daran, daß der Proceß, aus welchem er mit dem Stigma eines Defraudanten behaftet hervorging, neuerdings ausgenommen werde. A. H. Sie brauchen nicht darüber zu staunen, daß D r u m o n t den Besuch' Mommsen's in Paris zum Anlaß nahm, diesen Historiker mit Schmähungen zu überschütten. Drumont weiß eben, daß das classische Wort: „Der Antisemitismus ist die Gesinnung der Canaille" von Mommsen herstammt. Es wäre daher zu viel verlangt, daß Drumont in Anerkennung dieser Charakteristik dem großen Historiker es verzeihe, daß er ein — Deutscher ist. P. G. Die Broschüre des Dr. Elbogen „Die rothe Robe" ist einige Tage vor der Verhandlung des Obersten Gerichtshofes über den Proceß yilsner erschienen. i. f. Der Vergleich, den das „Montagsblatt" zwischen der Klage des „Deutschen Volksblatt" über den Niedergang der parlamentarischen Sitten und der Entrüstung der Spittelberg-Damen über den Verfall der weiblichen Moral zog, ist war zwar stark, aber — richtig. Concurs. Bei der israelitischen Cultusgemeinde Mähr.-OS trau gelangt die Stelle eines I Cantors und Koreh. zur sofortigen Besetzung. Mit dieser Stelle, welche vorläufig provisorisch auf ein Jahr verliehen wird, sind die systemisirten Jahresbezüge von 1800. K Gehalt und 400 K Activitätszulage nebst üblichen Emolumenten verbunden. Bewerber, welche über schöne und kräftige Stimmmittel verfügen, musikalisch gebildet sind, das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben und österreichische Staatsbürger sind, wollen ihre mit dem curriculum vitae und Zeugnissen über ihre Befähigung und bisherige Thätigkeit, sowie mit dem Familienstandsausweis versehenen Gesuche bis zum 31. Mai 1. J. an den Unterzeichneten Cultusvorstand einsenden. Nur eingeladene Bewerber werden zum Probevortrag zugelassen. Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Mähr.-Ostrau am 10. Mai 1901. Der Cultus Vorsteher: 828 M. Strassmann. Conrurs. In der israelitischen Chor-Tempel-Gemeinde strada sf. Vineri Nr. 13 zu Bukarest ist die Stelle des zweiten Cantors zu besetzen. Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt von 2400 Francs und sonstigen Emolumenten verbunden. Bewerber müssen inip Kaura und im Besitze einer schönen Tenorstimme, musikalisch gebildet, außerdem ein tüchtiger Chordirigent sein. Bewerber, welche auf diesen Posten reflectiren, müssen ihre Offerte längstens bis Ende Mai einenden. Reisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Bukarest, den 16. Mai 1901. 810 An unsere geehrten Abonnenten. Wir ersuchen diejenigen unserer geehrten Abonnenten» welche zu Beginn der Sommersaison aufs Land gehen, um rechtzeitige Mittheilung ihrer Adresse, und zwar unter Beifügung ihrer bisherigen Adresse, damit in der pünktlichen Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintrete. Hochachtungsvoll. Die Administration der „Oesterreichischen Wochenschrift". ^eiratsgesuch. Für mein Mün- Ludwig Löbl's Buchbinderei und Geschäfts" büchererzeugung Teplitz empfiehlt den P. T. Cultusgemeinden Matriken, Protokollbücher etc. in dauerhaften Einbänden zu billigsten Preisen. 824 bei, schönes, gut erzogenes Mädchen aus guter Familie, wird behufs Verehelichung Bank-, Bahn¬ oder Staatsbeamter gesucht. Das Mädchen ist im Besitze eines leicht zu führenden, angenehmen Geschäftes, welches jährlich mindestens 2000 K Gewinn abwirft; außerdem verfügt jsie über ein Baarvermögen von |4000 K. Anträge werden unter „A. G." oaslk restante Brigittenau erbeten. Vermittlung wird nach Vereinbarung honorirt. EDDWWDMIMMDWWWWDWWWWWDWWWWWWWVW2!^.Jf JULIUS MEINL Kaffee -Import WIEN-BUDAPEST-BRÜNN Concurs. In der Temesvär-Fahrlker isr. Status nuo-Gemeinde ist die mit jährlich 1200 K Gehalt und den im Taxatorium stipulirten Nebeneinkommen dotirte Stelle des Dirigenten des gemischten Tempel-Chores, einstweilen auf ein Probejahr, zu besetzen. Nur solche Beflectanten werden zugelassen, die ein Musikconservatorium absolvirt haben und das Dirigenten-Studium erfolgreich beendeten.- Beflectanten werden eingeladen, ihre Offerte neben documentarischem Nachweise ihrer Qualification, eventuell ihrer bisherigen Anstellung, sowie ihres Alters, und ihrer Familienverhäitnisse bis 15. Juni 1901 dem gefertigten Präsidium zu übermitteln. Beisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Es wird bemerkt, dass dem zu -erwählenden Dirigenten in loco reichlich Gelegenheit wird, sich mit Zuhilfenahme von Musik-Lectionen eine anständige Existenz zu gründen. Temesvär, am 29. April 1901. Das Präsidium 817 des Temesvär-Fabrlker isr. Status gno-Gemelnde. CENTRALE: WIEN, I., FLEISCHMARKT 7 FILIALEN IN WIEN: II. Taborsf-rasse 26 III. Landslrasse Hauptsfrasse 41 IV. Wiedener Hauptshrasse 16 VI. Mariahilfersrrasse 31 VII. NeusHftgasse 28 VII.Mariahiiferslrasse 112 IX. Servitengasse 12 X. Himbergerstrasse17 'Xll.Schönbrunnerstrosse 261 XVII. Her nalsBP -Linie Liodibobn-Vioduct 86 XVIILWähninqen-Linie Stadtbahn-Vioducl 118 Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIÜ.