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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1901-05-10 · 19 (10.5.1901) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
18 (1901)
Issue
19 (10.5.1901)
Date
1901-05-10
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 332 Vr» Vloch's Wochenpchrlft. Nr. 19 Noktz. Wien. (Giselaverein zur Ausstattung heiratsfähiger Mädchen.) Wie bedeutsam die Entwicklung dieses Institutes auch im verflossenen Berichtsjahre gewesen ist, geht aus einem Vergleiche der Bilanzziffern pro 1900 mit denjenigen früherer Jahre hervor. Die Polizzenzahl betrug Ende 1891 22.464:, das Versicherungscavital 27 92 Millionen Kronen, am Ende des Vorjahres 103.566 Polizzen über 128'94 Millionen Kronen Versicherungscapital. Die Prämieneinnahme betrug im Jahre 1890 noch 0'96, im Vorjahre bereits 5 96 Millionen Kronen. Die Prämienreserven und Ueberträge sind von 1890 auf 1900 von 3 3 auf 35 4 Millionen Kronen angewachsen. Der Regiepercentsatz beziffert sich auf 12 Percrnt und ist niedriger als bei jeder anderen heimischen Versicherungsgesellschaft, wenngleich sich die Versicherungssumme auf über 100.000 Mitglieder vertheilt, welche zum nicht geringen Theile ihre Prämien in monatlichen oder vierteljährigen Raten tilgen. Die Activen umsaffen 36'5 Millionen Kronen gegen 31'4 Millionen Kronen im Vorjahre. Der größte Theil — 27 3 Millionen Kronen — ist in mündelsicheren, bei der österr.-ungar. Bank deponirten Werthpapieren, ferner in ersten Haussätzen angelegt. Der Generalversammlung, welche am 4. Mai stattfand, wurde ein Gewinnüberschuß von 458.662 Kronen zur Bertheilung vorgelegt. Statutengemäß werden 70 Percent dem Dividendenfonde der Mitglieder zugewendet, 10 Percent fallen dem Pensionsfonde zu, während 89.600 Kronen dem Fonde zur Ausstattung armer Mädchen zufließen. Aus demselben wurde auch im Vorjahre einer größeren Anzahl von armen Bräuten Stipendien ausbezahlt und zwar solchen, deren Väter früher zahlende Mitglieder des Giselavereines waren, in Folge mißlicher Erwerbsverhältnisse jedoch das im Jntereffe ihrer Töchter begonnene Vorsorgewerk im Stiche lasten mußten. Die Generalversammlung votirte der Verwaltung einstimmigen Dank für die besonders erfolgreiche Thätigkeit im verflossenen Bilanzjahre und bestätigte die zur Ausscheidung gelangenden Verwaltungsräthe in ihren bisherigen Functionen. Als Präsident des Vereines wurde neuerdings Herr Sectionschef Exner gewählt, zu Vicepräsidenten die Herren Ludwig, Commercialrath, und Dr. von Münnich, Reichstagsabgeordneter. Gnd fioritniin für strenggläubige Juden zugänglich grruacht. Der berühmte Badeort Koritniza, deffen Heilwasser gegen Magen- und Darmkrankheiten, sowie gegen Hämorrhoiden-Leiden weltberühmt ist, so daß er auch bisher von vielen Kranken ohne Unterschied des Glaubens und des Stammes gerne ausgesucht wurde, ist nunmehr selbst für strenggläubige Juden dadurch zugänglich gemacht, daß da- ,elbst eine über allem Zweifeln erhabene Koscher-Küche vorhanden ist. Restaurateur ist der bekannte Herr Kalman Frankl aus Budapest. Bei demselben ist zugleich Pension erhältlich, bestehend aus vollkommener Verpflegung. Wohnung und Bedienung. Cur- und Musiktaxe in der Vorsaison vom 15. Mai bis 1. Juli und in der Nachsaison vom 20. August bis Ende September täglich K 6, in der Hauptsaison vom 1. Juli bis 20. August X 8.60. Nähere Auskunft ertheilt die Badeverwaltung in Koritniza und der Badearzt königl. Rath Dr. Josef Ormay. Erkundigungen über Herrn Kalman Frankl können beim ehrwürdigen orthodoxen Rabbinat, sowie bei der orthodoxen Landeskanzlei in Budapest eingezogen werden. Ns^sr Schorr Obercantor und von Wiener medicinischen Autoritäten geprüfter Operateur (Mohel) Wien, IX/3, Herminengasse Hr. 3. W» Für Arme unentgeltlich. M» ^etchsdctttscbe. Einladung zur O o nürm. suti o aa. der Mädchen in den Gemeindetempeln: I. Bezirk, Seitenstettengasse 4 Sonntag, den 12. Mai d. J., 10 Uhr Vormittags. XV. Bezirk, Turnergasse 22 Sonntag, den 12. Mai d. J, 10 Uhr Vormittags. II. Bezirk, Tempelgasse 5 Donnerstag, den 16. Mai d. J., 10 Uhr Vormittags. XVI. Bezirk, Hubergasse 8 Donnerstag, den 16. Mai d. J., 10 Uhr Vormittags. Wien, im Mai 1901. DER VORSTAND der israelitischen Cultusgemeinde. Concurs. _In der Temesvär'Fabrlker lsr. Status auo-Gemeinde ist die mit jährlich 1200 K Gehalt und den im Taxatorium stipulirten Nebeneinkommen dotirte Stelle des Dirigenten des gemischten Tempel-Chores, einstweilen auf ein Probejahr, zu besetzen. Nur solche Beflectanten werden zugelassen, die ein Musikconservatorium absolvirt haben und das Dirigenten-Studium erfolgreich beendeten. Beflectanten werden eingeladen, ihre Offerte neben documeutarisehem Nachweise ihrer Qualification, eventuell ihrer bisherigen Anstellung, sowie ihres Alters und ihrer Familienverhältnisse bis 15. Juni 1901 dem gefertigten Präsidium zu übermitteln. Beisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Es wird bemerkt, dass dem zu erwählenden Dirigenten in l°eo_ reichlich Gelegenheit wird, sich mit Zuhilfenahme von Musik-Lectionen eine anständige [Existenz zu gründen. Temesvär. am 29. April 1901. Das Präsidium 8" des Temesva'r-Fabriker Isp. Status nuo-Gemelnde, 22 Jahre alt, bereits einige Jahre als Erzieherin mit bestem Erfolg, wie Zeugnisse beweisen, thätig, bewandert in allen Gegenständen der Volks- und Bürgerschule, sucht Stelle als Erzieherin für Men. Zuschriften erbeten unter „Treu und verläßlich", IY/1, Neumaungaffe» postlagernd. JULIUS MEINL Kaffee -Import WIEN-BUDAPEST-BRÜNN CENTRALE: WIEN. I., FLEISCHMARKT 7 FILIALEN IN WIEN." II. Taborshrasse 26 III. Landslrasse Hauplstrasse 41 IV. Wiedener Haupl-shrasse 16 VI. MariahilFersrrasse 31 VII. NeusMftgasse 28 VII.Mariahiiferstrasse 112 IX. Servitengasse 12 X. HimbergerstraeseT7 Xll.SchönbrunnerstPosse 261 XVII. Hernalsen-Linie Ltodlbobn-ViodllLt 86 XVIII.Währinqen-Linie Stadtbahn--Viaducl- 118 Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VUL

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