Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 18 (1901)
- Issue
- 4 (25.1.1901)
- Date
- 1901-01-25
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Sette 68 Vr. Bloch's Wochruschrrfl. Nr. 4 Zeit, jene durch keine Bibelstelle zu beweisende Beschuldigung, daß die Juden am Passahseste Christenblut verwenden sollen, zu widerlegen; er selbst werde das betreffende Schriftstück verfassen, das sein Gesandter Signore Spalato zu überbringen habe. Die Cardinäle beglückwünschten Caplan Mostarly, daß er, der Güte und Weisheit des Heiligen Vaters vertrauend, den rechten Weg gefunden, um eine Frage von so großer Tragweite zur Erledigung zu bringen. Signore Spalato wurde angewiesen, sich reisebereit zu halten und mit Energie und Klugheit an Ort und Stelle des Heiligen Vaters Wunsch und Befehl zum Ausdruck zu bringen. Nico sollte ihn begleiten. Als Spalato aus den Händen des Papstes tagsdarauf den auf Pergament geschriebenen, mit dem päpstlichen Siegel unterfertigten Brief erhielt, den er dem Fürst-Erzbischof zu übergeben hatte, gelobte er feierlich, Alles einzusetzen, um die für ihn ehrenvolle Mission zu erfüllen. (Schluß folgt.) . Briefkasten. I. Z. Pensionat Elise Simonsohn, Wien, I., Werderthorgaffe 12. L. Schadchen, das in vornehmen Kreisen Zutritt hat, wolle seine Adresse der Administration dieses Blattes bekanntgeben. I. W—d. Der Vater des Königs von Rumänien hatte sich auch durch seine freisinnigen Anschauungen bemerkbar gemacht. Alfred D. Man muß abwarten, ob Herr Silberer die gegen ihn erhobenen Anklagen ruhig einstecken wird. In den Augen der Antisemiten haben ihm diese - das ersah man aus dem Stimmenverhältniffe - nicht geschadet. Fleißiger Leser. Die Berichte der antisemitischen Blätter über die Konitzer Vorgänge verrathen bei aller Verlogenheit doch immerhin eine gewiffe Verlegenheit. N. W. Ganz richtig. P. Eichhorn war es, der jene merkwürdigen Eigenthums-Theorien entwickelte, wonach man eigentlich die Juden ruhig ausplündern dürste. i. In dem soeben erschienenen gemeinsamen Werke der Brüder Alfred und Wilhelm v. Berger finden sich die genauen Mittheilungen über die jüdische Abstammung ihres Vaters, des gewesenen Ministers Dr. Berger. Von diesem rührt das witzige Wort her, welches sich auf seinen Collegen im Ministerium bezog: „Wie sollen wir einer für den anderen einstehen, es kann doch keiner den anderen ausstehen." Kundmachung. Anläßlich des 80. Geburtstages Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiners Dr. Adolf Schmiedl findet am Samstag den 26. Jänner d. I. um 7a 10 Uhr Vormittags im Leopoldstädter Tempel ein feierlicher Gottesdienst (Muffaf) statt. Um dm geehrten Corporationen und Persönlichketten, welche an diesem Gottesdienste theilzunehmen gedenken, hiezu die Möglichkeit zu bieten, wird an diesem Tage in allen Bethäusern der Cultusgemeinde das Schachrisgebet, anstatt wie sonst um 8 Uhr Früh, schon um 7,8 Uhr beginnen. Ter Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Wien. Notrz. Anleitung zum Schön- und Schnellschreiben für den Schul- und Selbstunterricht von Adolf Rosenseld. 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Achtung beim Einkäufe auf obige Schutzmarke. Herausgeber und verantwortlicher Redactmr Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wim, VUL