Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 17 (1900)
- Issue
- 32 (10.8.1900)
- Date
- 1900-08-10
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 592 Nr. 32 Dr. Bloch's Wochrnfchrist. Literatur. Zum 70. Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef I. erschien im Verlage der israelitischen Cultusgemeinde in Baden ein Band „Patriotische Reden" von Rabbiner W. Reich, Prediger der israelitischen Cultusgemeinde in Baden. Der Band enthält: Eine Festrede zum vierzigjährigen Regierungs-Jubiläum Sr. Majestät des Kaisers, gehalten am 2. December 1888. Gedächtnißrede auf Se. Hoheit den durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzog Rudolf, gehalten am 6. Februar 1889, im israelitischen Tempel zu Baden. Gedächtnißrede aus gleichem Anlaß, gehalten am IO. Februar 1889 im israelitischen Tempel zu Wr.-Neustadt. Festrede zur Feier der Vermählung Ihrer k. k. Hoheit der Frau Erzherzogin Marie Valerie mit Sr. k. k. Hoheit dem Herrn Erzherzog Franz Salvator, gehalten am 31. Juli 1890 int Tempel zu Baden. Gedächtnißrede auf Se. k. u. k. Hoheit dem durchlauchtigsten Erzherzog Wilhelm, gehalten am 6. August 1894 im Tempel der israelitischen Cultusgemeinde zu Baden. Rede zur Gedenkfeier der Bolkshymne, gehalten am 12. Februar 1897. Trauerrede auf Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Elisabeth, gehalten am 19. September 1898 im Tempel der israelitischen Cultusgemeinde zu Baden. Trauerrede aus gleichem Anlaß, gehalten am 21. September 1898 im Tempel zu Neunkirchen. Rede anläßlich des fünfzigjährigen Regierungs-Jubiläums Sr. Majestät des glorreichen Kaisers Franz Josef I., gehalten am 2. December 1898 im Tempel der israelitischen Cultusgemeinde zu Baden. Ansprache, gehalten bei der Uebergabe des Kaiser-Stipendiums an einen Schüler der 8. Classe am Gymnasium zu Baden. Die nach Form und Inhalt gleich ausgezeichneten Reden bilden eine würdige und willkommene Gabe zum bevorstehenden vaterländischen Festtag. Briefkasten. Dr. I. N. in I. Eine treifene Ente. Lediglich Neferen H e cht l e r hat Beziehungen anzuknüpfen gesucht. H.—Kr. Besten Gruß. Man m>ß die Erzählung zu Ende kommen lasten. Dr. W. L. Sie haben ganz recht, das „Deutsche Volksblatt" sollte gar nicht so entsetzt fein, wenn einmal auch angeblich Detectives einem Knaben Wein zu trinken gaben, um von ihm Geständnisse zu erpressen. Ein Redacteur des „Deutschen Volksblatt", der wegen seiner Verdienste iit Polna zum Gemeinderathe von Wien avancirte, Herr H. A. S ch w e r, hat, als er an der Spitze der „Rechtscommistion" in Polna stand, gleichfalls dem minderjährigen Bruder Hilsner's mit Hilfe des Weines zu Geständnissen bewegen wollen. A. Warum soll der Abgeordnete Mittermayer achtsam mit der Ehre Anderer umgehen? Hat er denn nicht trotz seiner bewegten Vergangenheit eine ganz hübsche Carriöre gemacht? A. W. Die Antisemiten müssen ja ganz unglücklich sein, wenn sie tagelang die Gerichtssaalrubrik des Vergani-Blattes mit Gaunereien gefüllt sehen, die durchwegs auf ihr Conto kommen, wofür schon der Umstand spricht, daß jeder Hinweis auf die Confeffion der Gauner fehlt Das „Deutsche Volksblatt" wird nächstens wieder zu seiner allen Praxis zurückkehren müssen und entweder ein paar Lumpe um jeden Preis zu Juden machen, oder ihre Namen zu fälschen, oder zumindest Ausrufungszeichen denselben voranzusetzen. Dr. W. H. Wieso es kommt, daß Ahlwardt im Deutschen Reiche nicht zu hohen Ehren befördert wurde? Der Unvorsichtige hätte eben nach Oesterreich kommen sollen. Harufpex. Es muß Unterschiede geben. Die Häuser des Herrn Vergani sind grundbücherlich auf seinen und seiner Gatttn Namen eingetragen. Frau Dr. Wähner, die Gattin des Herausgebers der „Deutschen Zeitung", baut nur auf den eigenen Namen. Zur gefälligen Beachtung I Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnrmrnlsgrbühr im Rückstände find, dir zur Einhrbung derselbe« von uns versendeten Postaufträge gefälligst hvnorirrn ru wollen. Dis Administration. Danksagung. Anläßlich des Hiuscheidens meines geliebten Vaters sind mir von Nah und Fern, so viele Beweise liebevoller Theilnahme zugekommen, daß ich außer Stande bin, jedem Einzelnen zu danken. An dieser Stelle sei der löblichen Chewra-Kadischa in Wag-Neustadtl, ferner sämmtlichen Corporationen und Vereinen im XVI. und XVII. Bezirke, wie allen Jenen, die mir in meinem unermeßlichen Schmerze zur Seite gestanden, inniger Dank gesagt. Wien, im August 1900. Bernhard Trnka _XVII/1, Gürtel 22. Clara KraslwPolski'ichc Gebet- und Wohl- . thätigkkits-Lliftiiiig. Am 21. Oktober d. I., als dem Sterbetage des Herrn ' Moriz Krasnopolski, gelangen die halbjährigen Zinsen obgenannter Stiftung im Betrage von 100 Kronen ö. W. unter mehrere Arme israelitischer Religion zur Vertheilung. Die Bewerber haben die mit dem Nachweise ihrer Armuth versehenen Gesuche bis 31. August d. I. im Einreichungs-Protokolle der israelitischen Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, woselbst während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Arme Verwandte der Stifterin, Frau Clara Krasnopolski, werden in erster Linie berücksichtigt. Wien, am 1. August 1900. Der Vorstand _der israelitischen Cultusgemeinde. Conrurs. In der gefertigten israelitischen Cultusgemeinde gelangt in Folge Berufung die Stelle des Canlors, zugleich Koreh und geprüften Arligionlestrers mit IS. September d. I. zur Besetzung. Gehalt 1300 Kronen, freie Wohnung nebst dem Erträgniß des auswärtigen Religionsunterrichtes und den. üblichen Emolumenten. .Bewerber müssen österreichische Staatsbürger sein, dürfen das vierzigste Lebensjahr nicht überschritten haben und sollen nothwendigenfalls auch als Schächter fungiren. Mit Zeugnissen und Angabe des Familienstandes belegte Gesuche sind bis 15. August d. I. an den gefertigten Cultusvorsteher einzusenden. Reisekosten werden nur dem Acceptirten vergütet. Tachau, 30« Jult 1900. Der Cultusvorsteher 607 Nathan Steiner. Concurs. In der israel. Cultusgemeinde in Austerlitz in Mähren kommt vom 15. September 1. J. die Stelle eines Cantors der zugleich p*TDi tarnte K-flp sein muss, zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist ein Fixum von K 1100.— nehst dem Erträgniss der ntSTW« freier Wohnung und üblichen Emolumenten verbunden Bewerber, die das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre Gesuche mit dem Nachweise der österreichischen Staatsbürgerschaft, der musikalischen Bildung und ihrer bisherigen Verwendung, sowie auch der genauen Angabe ihrer Familienverhältnisse bis zum 31. August I. J, an den gefertigten Vorstand einsenden. Austerlitz, am l. August 1900. Der Cultusvorsteher: 69_JOSEF STRACH. Lonrurs. Bei der israelitischen Cultusgenossenschaft in Datschitz (Mähren) ist die Stelle eines Neligionsletzrers welcher zugleich Vorbeter und Schochet ist und Kindern der Volksschule Privatunterricht in der deutschen Sprache ertheilen kann, sofort zu besetzen. Bewerber, österreichische Staatsbürger, wollen ihre Offerte und Zeugnisse an Herrn Leopold Pollak in Datschitz richten. Baargehalt pro Jahr 700 Kronen, die Schechita trägt mindestens 300 Kronen, welcher Betrag garantirt wird, vom Landesschulfonde 60 Kronen und sonstige Emolumente. Junger lediger Mann wird bevorzugt. Der Vorsteher der israel. Cultusgemeinde Jamnitz 80i Samuel Kohn. C. Elcch. - Truck von L. Beck & Sohn, Wien, VIII.