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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1900-02-09 · 6 (9.2.1900) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
17 (1900)
Issue
6 (9.2.1900)
Date
1900-02-09
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Lene 116 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 6 ». R-r. Das haben nicht bloß jüdische Schriftsteller behauptet. Buckle war gewiß weder Jude, noch jüdischer Abstammung, aber Sie finden in seiner Geschichte der Civilisation in England die nachstehenden lapidaren Sätze: «Daß das Moralsystem des Neuen Testaments keine einzige Maxime enthält, die nicht schon früher ausgesprochen, und daß einige der schönsten Stellen in den apostolischen Schriften aus heidnischen Schriftstellern genommen stnd, ist jedem Gelehrten wohlbekannt. Zu behaupten, das Chnstenthum hätte der Menschheit vorher unbekannte sittliche Wahrheiten nntcetheilt, beweist entweder grobe Unwissenheit ßoder geflissentlichen Betrug." , ... L. 10. Auch der neugewählte Lordmayor von Liverpool ist Jude; er heißt Louis S. Eohen. B. Der Schuldirector Pabisch, ein ehemaliger Liberaler, ist, wie daS „Deutsche Volksblatt" vom Sonntag den 28. Jänner berichtet, unter die antisemitischen Agitatoren gegangen. K. Die größten Detailgeschäfte der Welt werden in einer ausländischen Zeitung, wie folgt, angegeben: Bon Marche, Paris; Grand Magasin du Louvre, Paris; Siegel Eooper & Eo., Chicago; William Whiteley, London; John Wanamaker, Philadelphia; Bloomingdale, New-Dork; Rudolf Hertzog, Berlin; Hermann Gerson, Merlin; N. Israel, Berlin; A. Wertheim, Berlin; August Pölich, Leipzig. Die Umsätze der Geschäfte bewegen sich, ausländischen Blättern zufolge, zwischen 200 Millionen und 10 Millionen Mark. Unter diesen 11 Firmen befinden sich drei jüdische. L. in Wien. Ja. in Rußland hat Graf Dawisch 150.000 Rubel zur Begründung einer Ackcrbauschule gegeben und dabei die ausdrückliche Bedingung gestellt, daß diese Schule Jedem ohne Unterschied der Religion offenstehen solle. Je seltener ein Act derartiger Toleranz in Rußland ist, umso dankbarer muß er anerkannt werden. N. Die antisemitische „Deutsche Handelswacht" (l5. Jänner) schreibt: „Die sächsischen Consumvereine erzielten im letzten Geschäftsjahre einen Umsatz von 43'/^ Millionen Mark und zahlten über Millionen Mark Dividende aus." K. in Wien. Es ist richtig: Julius Meinl, Besitzer der vielen Kaffeemagazine in Wien, empfiehlt sich den antisemitischen Lesern des „Kikeriki" als „Christliche Firma", was wir zur Kenntniß unserer Leser bringen. I. B. Im Monate Weadar. Unsere Freunde bitten wir höflichst, behufs Versendung von Probenummern umgehend Adressen von solchen Personen einzusenden, bei denen Aussicht vorhanden ist daß sie eventuell unser Blatt abonniren werden. Für die uns hiedurch zutheil gewordene Förderung unserer Bestrebungen sagen wir im Voraus herzlichen Dank. Soeben erschien: Assimilation oder Organisation? Vortrag gehalten von Rabbiner d Zernhard Gempirr. Preis 50 Heller. Zu beziehen durch den Verfasser: Dr. Bernhard Templer, Wien, II., Rauscherstraße 2, sowie durch alle Buchhandlungen, u. Eitel Goldjchmidt'fchk Stiftung für Millllichiilrr. Vom Vorstande der israelitischen Cultusgemeinde wird hiemit zur Kenntniß gebracht, daß für das lausende Schuljahr drei Ettel Goldschmidt'fche Stipendien & fl. 50.— ö. W. an Gymnasialschüler israelitischer Confession zu verleihen sind. Die Bewerber um diese Stipendien haben ihre Gesnche mit Zeugniffeu über ausgezeichneten Studienfortgang und einem Mittellosigkcitszeugnifse zu versehen und bis 28 F-bruar I. X im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde (I., Seiten stettengüsse 4, 1. Stock) zu überreichen, woselbst Gesuchsblanquett während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr unentgeltlich zu beheben sind. Vater- und mutterlose Knaben, ebenso Verwandte deS Stifters Herrn Moriz Ritter von Goldschmidt oder seiner Gattin Nanette geb. Landauer erhalten den Vorzug. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüße eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Wien, 15. Jänner 1900. Der Vorstand der israelitischen' Cultusgemeinde. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Jacob Löwy'fche Familienflifkung Vom Curatoriuin der obgenannten Stiftung wird hiemit verlautbart, daß die Zinsen derselben im Betrage von ö. W. fl. 620. demnächst zur Verleihung an die armen Verwandten des am 7. Mai 1864 verstorbenen Stifters, Herrn Jacob Löwy, gelangen. Die Bewerber haben ihre, mit dem legalen Nachweise der Dürftigkeit und der Verwandtschaft mit dem Stifter, sowie mit einem Geburtszeugnisse versehenen Gesnche bis längstens 28. Febrnar 1900 im Einreichungsprotokolle der isral. Cultusgemeinde Wien, zu überreichen, woselbst während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags Gesuchsblanquette unentgeldlich verabfolgt werden. Auf verspätet eingelangte oder nicht gehörig ^instruirte Gesuche, oder endlich auf solche von Personen, welche mit dem Stifter nicht verwandt sind, wird keine Ruckficht,genommcn, Das Curatorium der JacobsLöwy'schen Familienstiftung. _Wien, 15. Jänner 1900. Nminktte Edle WiiMkrthcimstkiit'jchc HciratsansftLttiiiigs-Stifttmg. Aus der vom Herrn Sigmund Edlen von Wertheimstein zum bleibenden Andenken an seine Gattin Frau Nannette Edle von Wertheimstein begründeten Heiratsausstattungsstiftung für arme israelitische Mädchen ist für das laufende Jahr ein (Zinsenbetrag von Kronen 300 zu verleihen. Zu diesem Stipendium s sind's zunächst Mädchen aus der Verwandtschaft der Frau Nannette Edlen von Wertheimstein, bei deren Abgang Mädchen aus der Verwandtschaft des Stifters, endlich in Ermanglung auch dieser, Mädchen aus der israelitischen Cultusgemeinde in Wien, berufen. Die Gesuche sind mit dem Geburtsscheine, dem Sitten- und Armuthsreugnilse,7denFNachweise, daß Petentin sich im Brautstände befinde, und wenn'z das Vorzugsrecht der Verwandtschaft geltend gemacht wird, auch mit dem, diese Verwandtschaft nachweisenden mit den Geburts- und Trauungsscheinen belegten Stammbaum bis 28. Februar 1900 im Einreichungsprotokolle der israel. Cultusgemeinde (I. Seitenstettengasse 4 I. Stock) zu überreichen, woselbst Gesuchsblanquettunentgeltlich während der Amtsstunden (9—12 Uhr Vormittag) erhältlich sind. Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird Kerne Rücksicht genommen. Wien, den 28. Februar 1900. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde Wien. IqrttonqnvecmtMung. Die P. T. Eltern und Vormünder werden ersucht, sich im Falle sie einen Jnstructor, Hofmeister 2c. benöthigen, an den.Ausschuß der »Lese- und Nedehalle jüdischer Hochschüler", IX» Müllnergafse 14 zu wenden, der sich in der vielseitigen Auswahl der betreffenden Kräfte die größte Mühe geben wird. "_'' Hotel Kraus Franzensüafl vornehmes Haus 1. Ranges 50 Salon- und Schlafzimmer, musterhafte Reinlichkeit, neuester Comfort nebst civile Preise. Logis pro Tag und Woche. Hocheleganter Speisesaal nebst Gartenveranda und separate Appartements für Hochzeiten und Diners. Renommirt vorzügliche Küche. 459 Lese- und Musikzimmer. Referenzen: Excell. Baron Ginzburg, £ct. Petersburg, Excell. Poliakoff, Moskau, Baron Levi, Florenz und andere Wiener Bankdirectoren. Bereitwillige Auskunft auf vorherige Anfragen. Interurb. Telefon~Nr, 10 Bes. B. Kraus. ♦ ♦ Daselbst wird ein SchochetzurjBeaufsIchtigung der.KÜche aufgenommen. SS Zur gefälligen Beachtung. Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welrtze noch mit der Abvnnementsgebühr im Rückstände stnd, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Vollauftrage gefälligst honoriren zu wollen. Die Administration Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien. VIII. 204

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