Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 16 (1899)
- Issue
- 52 (29.12.1899)
- Date
- 1899-12-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Ur. 52 Dr. Bloch’s Iahrgims XTL Centralorgan für die gefammten Interessen des Iudenthmns. ----X I A. N. Pofifparrassrn-Amr I Elrarinsverkehr! Ar. 810.976. | Aedsrtion und Administration: Wien H., Linkere Annarkenikr. In. Telephon-Nr.14.847 %= - ==~-~™= =----■=*« Wien, 29. Derembrr 1899. Erscheint j c b e ti Freitag. — - - Brief-Adresse: Wien, II., Untere Angartenstraße I a. Telegramm-Adresse: Block'7 Wochenschrift, Wien. X- »rrngsprri» für Srstrrrrich- Halbjährig 4 fl. --- 8 Stx. Einzeleremplare 25 tc. lür’* Ausland: halbjährig 5 ff. — 12 Äc. ganzjährig 10 „ 20 „ Anzeigen: Die 4mal gespaltene . Petitzeile 12 kr. X- Jnhalt. Leitartikel: Der Wiener Magistrat und der^ Landtag von Mecklenburg-Schwerin. — lieber den Religionswechsel. — Die galizisch-jiidische Colonisation. — Vom Jahrmarkt des Lebens: Oesterreichische Künstler in St. Petersburg. Cardinal Vaughan gegen die Judenhetze. Bischof Szmrecsanyi gegen die Ritualmordhetze. — Der Präsident kais. Rath Heinrich Klinger über die Wahl- und Steuerreform für die israelitische Cnltusgemeinde in Wien. — C o r r e sp ou d e uz en: Wien, Königswart, Berlin, Beyrouth. — Vermischtes: Wien, Amstetten, Tarnopol, Kolin, Carolinenthal, Boskowitz. — Feuilleton: Michael. — Ein Augenblick. — Literatur. — Notiz. — Briefkasten. — Inserate. Gratis;u erhalten bei der Administration von Dr. Bloch's „Oesterreichifchrn Wochenschrift", Wien, II., Untere Augartenstraße 1 a. Dokumente mx AuMmrng: Die Blutbeschuldigung gegen die s)uden. Stimmen christlicher Theologen, Orientalisten und Historiker. Die Bullen der Päpste. Simon von Trient. Wir ersuchen unsere geschätzten •Abonnenten am rechtzeitige Zinsendung der taufenden •Abonnementsgebähr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Die •Administration. der „Oesterr. Wochenscchriff.“ Der Wiener Magistrat und der Landtag von Mecklenburg-Schwerin. Der Wiener Magistrat ist auf Grund des Stadtrathsbeschlusses voni 8. November d. I. beauftragt worden, den Wiener Thierschutzverein zu ersuchen, „gegen das Schächten der Thiere Stellung zu nehmen". Magistrats - Vicedireetor Moriz P r e y e r hat nun als ..Ausschußmitglied des Thierschutzvereins" hierüber ein Referat erstattet, in welchem grundsätzlich ausgesprochen.wird, „daß das Schächten, sowie jede ihm gleichkommende Schächtungsmethode eine arge Mißhandlung der Thiere in sich schließt und daß deshalb die über das wirkliche Bedürfniß der jüdischen Bevölkerung hiuausgehenden Schlichtungen zu verbieten sind". Nach einem Beschlüsse der Leitung des Thierschutzvereiues sollen nun an den Magistrat, an die Statthalterei und an das Ministeriuni des Innern Eingaben gerichtet werden, diesbezüglich ehestens Vorschriften erlassen zu wollen. Die Wiener Stadtverwaltung sieht sich angesichts ihrer ungeheueren Mißerfolge auf dem Gebiete der finanziellen Gebahrung und angesichts der zahlreichen verlorenen Proceffe nach einem neuen Agitationsmittel um, um die Bevölkerung irrezuführen und bemüht sich zu diesem Zwecke die Schächtfrage neuerdings auszurollen. Der Zufall wollte, daß am' 8. d. M. derLandtag von Mecklenburg-Schwerin einen Antrag auf Erlaß eines Schächtverbotes mit Uebergaug zur Tagesordnung brandmarkte. Die mecklenburgische Volksvertretung kann auch, die scrupelloseste Schmähsucht sonderlicher Voreingenommenheit für Juden und Judenthum nicht verdächtigen, und schon das gibt ihrer Stellungnahme erhöhte Bedeutung: sie kann nur von sachlichen Erwägungen eingegeben sein. Des Ferneren hat die Regierung bündig erklärt, daß sie aus Grund der übereinstimmenden Gutachten der Landes- Medicinalcommission und des L a n d e s- O b e rt h i e r a r z t e s Peters zu einer Beeinträchtigung des