Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 16 (1899)
- Issue
- 50 (15.12.1899)
- Date
- 1899-12-15
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3020846-3021277-3021328--09462-3033892- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sette 960 , Nr. 50 Br» Bloch's WochenschrM im Gefammtbetrage von zweimalhunderttausend Kronen zu machen. Man riskirt somit bei jeder Ziehung den lächerlich geringen Betrag von etwa acht Kreuzer, also den Preis einer Eigarre, wogegen sich die Quote des im Glücksfalle mögliche» Gewinnes auf ungefähr 34.000 Kronen stellt Da die Lose, auch die schon gezogenen, für alle folgenden Ziehungen ohne jede Nachzahlung gütig sind, so liegt es im Interesse jedes Loskäufers, sich die Gewinnstmöglichkeit schon für die erste Ziehung zu sichern. Auf Wunsch gelangen die Treffer gegen 20"/« Abzug in Baarem zur Auszahlung. Lose sind zum Preise von 50 Kreuzer au allen üblichen Verkaufsstellen erhältlich. Briefkasten. E. G. München. Zur Kenntniß genommen. Herzlichen Dank und Gruß H. B. Diese edlen Worte unseres Monarchen entsprechen ganz und gar der hochherzigen Gesinnung, die in seinen Worten zum Ausdruck gelangte: „Ich dulde in meinen Staaten keine Judenhetze l" I. rr. Bereits im Jahre 1760 hat Rabe eine — allerdings von Schnitzern wimmelnde — deutsche Uebersetzung der Mischna veröffentlicht. Marcus B. Dr. S. Feßler war der erste Jude, der in Oesterreich (1808) als Richter approbirt ward. I. G—r. Wenn die famose Provisionsgeschichte auch nicht mehr ganz klar gelegt wird, das Urtheil über den hochwürdig n Freund Lueger's, den Cooperator Dittrich, dürfte denn doch feststehen. SL. 3—5- Vielleicht kommt doch der Tag, wo die schweren Verdienste des „Deutschen Volksblattes" um Polna in ihrer vollen Größe gewürdigt werden. I. W r. Sara Copia Sulla m, die schöne jüdische Dichterin aus dem 17. Jahrhundet, stand wohl »,it einem berühmten katholischen Priester Eebek im Briefwechsel, aber seinen Bekehrungs- Versuchen gegenüber blieb sie sehr kühl. Als er sie fragte, ob er für ihr katholisches Seelenheil beten dürfe, gewährte sie ihm dies unter der Bedingung, daß er es auch ihr gestatte, für seine Bekehrung zum Judenthum beten zu dürfen. B. H—g. Daß die Antisemiten mit Vorliebe den „Judenstämmling" Dr. P o r z e r mit ihrer Vertretung betrauen, ehrt beide Theile in gleichem Maße. Alpha. Auch ausgezeichnete Geister dachten anders hierüber. So sagt Baron Eötvös: „Eben die ausgezeichneten Menschen bedürfen der Religion am meisten, weil sie die engen Grenzen unseres menschlichen Verstandes am lebhaftesten empfinden." I. M. Der Talmud hat für die Propheten oft sehr drastische Charakteristiken. So heißt es z. B : „Eczechiel gleicht einein Dorfbewohner, der einmal den König gesehen, Jesaias aber einem Städter." Vielleicht hat Spinoza auf Grund dieses Ausspruches den Propheten Jesaias einen Hofmann genannt. Jwri. Wenn Dr. Max Anton L ö w sich seiner Ahnen schämt, so beruht das sicherlich auf Gegenseitigkeit. Allerdings mit einem Unterschiede: Die Ahnen Löw's könnten ihre Ansicht gar wohl begründen. Nemo. Der berühmte englische Dichter Schelley hat diese Art der Bekehrungssucht mit harten Worten gcbrandmarkt: „Das Blut, welches die Bekenner des Gottes der Barmherzigkeit und des Friedens seit der Einführung seiner Religion vergossen haben, würde wahrscheinlich genügen, um die Anhänger aller anderen Secten, die jetzt auf der Erdkugel wohnen, zu ersäufen. N. B —r. Der Talmud berichtet von der geistreichen Antwort, welche die Tochter des R. Gamliel einem Heiden gab, der spöttisch gesagt batte: „Ihr behauptet, die Todten werden auferstehen, aber kann wohl Staub wieder aufleben?" Sie sagte: „Zwei Tö.ffer gibt es, der eine macht die Töpfe aus Wasser, der andere bildet sie ans Thon. Welcher verdient mehr Bewunderung¥ Wohl der Erstere. Nun, wenn Gort die Welt ans Wasser geschaffen, sollte er da nicht Menschen aus Staub bilden können?" Homo. Die „christlichen" Familien werden sich bei Dvctor Lueger für di- Ehre bedanken, daß er die Kutschern und Hummel als Leute hinstellt, die man gegen „Inden und Freimaurer", die einen Eingriff in die „christliche Familie" wagen, in Schutz nehmen müsse. W. B. Eine int ressante biographische- Studie über „Don Joseph Nasi, Herzog von Naxos" von Dr. M. A. L e v y ist im Jahre 1859 erschienen. Jüdische Handwerkerschnle „Ciocanni“, Bukarest. engagirt je einen ersten Meister für die Schlosserei, Spänglerei und Tischlerei. Dieselben müssen eine Gewerbeschule mit Erfolg absolviit und einige Jahre praktisch gewirkt haben. Neben dem praktischen Unterricht des betreffenden Faches müssen sie Fachzeichnen und Technologie lehren. Monatsgehalt 300 Francs. Offerten mit Abschriften der Zeugnisse' sind zu adressiren an die Handwerkerschule „Ciocanul“, Calea Dndesti 137, Bukarest. 398 Wadchen-Psnstonat mit Fortbildung im Deutschen (event Gymnasium), in der Eonversation des Englischen und Französischen, sowie un Clavie spiel. Gesellschaftliche Ausbildung. Gesunder Ort mit Waldluft. Honorar incl. Verpflegung 40 fl. monatlich. Näheres die Red. des Blattes, g. M uslandern verschaffe ich das Heimatsrecht in einer inländischen *** Gemeinde behufs Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft. Anfragen mit Retourmarke sab Staatsbürger 500 befördert 395 die Nedaction des Blattes. Günstiger Mahal-Verkauf im alten Rathhause. Wegen Uebersiedlung grosse Preis-Reduction. Möbelfabrik SIGM. OPPENHEIM I., Wipplingerstrasse 8 (altes Rathhaus). V.im 15. März an: II. Bez., Praterstrasse Nr. 30. Fabrik: Ybbs a. d. Donau. 401 ST Die nützlichsten Seschenke. Singer NähmdSCilinen Lind mustergiltig in Construction und Ausführung. Singer NähmdSChinen Lind unentbehrlich für Hausgebrauch und Industrie. j Singer Nähmaschinen ^^tM^^^m^******. \ Singer NdhmctSChinen sind unübeitroffen in Leistungsfähigkeit und Dauer. I Singer Nähmaschinen Sind für die moderne Kunststickerei die geeignetsten. 1 Kostenfreie Unterrichtskurse in allen häuslichen Näharbeiten wie in moderner Kunststickerei. fXager von Sticksside in grosser Farbenauswahl. Electromotoren für einzelne Maschinen zum 1 Ha u sgebrauch. Original Singer Nähj maschinen sind nur in uni seren eigenen Geschäften | erhältlich. it SINGER Co. " -Actien-Gesellschaft, frühere Firma: G, NEIDL1NGER Wien, I., Wipplingerstrasse 23. 399 FILIALEN: Kärntnerring 4, Mariahilferstrasse 106, Alserstrasse 41 und Taborstrasse 10. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien. vm. 27197585