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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1899-10-27 · 43 (27.10.1899) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
16 (1899)
Issue
43 (27.10.1899)
Date
1899-10-27
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 43 Dr. B'ödi’s WocheuftchrrfL Seite 807 Naar hare kennis van de Mozaiscke en Talmudische wetten bezit zy de volle overtuiging, dat beiden een gebruik maken van menschenbloed, gelyk in de bov> n aangehaalde beschuldiging ondersteld wordt, in hedt minst niet in de band werken, veel minder voorschreyven. De Faculteit der Godgeleerdheit aan de Ryksuniversität te Utrecht. gez. Dr. J, I. Doedes praes. Utrecht, gez. Dr. J. J. P. Valeton Fr. 1. November 1882. secretaris. Aau den wel Eerwaarden zeer Geleerden Herr Dr. Plato rabbyn te Keulen. Auf Ihr Ersuchen um „eine gutachtliche Aeußernug über die gegen die Juden erhobene grauenhafte Anschuldigung, daß dieselben religionsgesetzlich verpflichtet seien, zu gottesdienstlichen Zwecken eine Mordthat zu begehen und Menschenblut zu verwenden" ist die theologische Facultät an der Reichsuniversität zu Utrecht bereit zu erklären, daß ihr von einer derartigen gesetzlichen Verpflichtung nichts bekannt ist Nach ihrer Kenutniß der mosaischen und talmudischen Gesetze ist sie völlig überzeugt, daß beide eine Verwendung von Menschenblut, wie solche in der oben erwähnten Anschuldigung angenommen wird, nicht im mindesten Vorschub leisten, und noch viel weniger dieselben vorschreiben. Die theologische Facultät an der Reichs Universität zu Utrecht. gez. Dr. I. I. Doedes präs. Utrecht, gez. Dr. I. I. P. Valeton jr. 1. November 1882. secret. An Für authentische Uebersetzung Seine Hochwürden I. I P. Valeton jr. Herrn Dr. H. Plato Rabbiner zu Cöln. Ordinem theologorum Upsaliensiam adut A. A. Wolff Professor Doctor Philosophiae Archisynagogus Hauniensis rogavitque, ut quemadmodu® Ordo collegaium Hauniensium ita et ipse sententiam diceret de vetere illo crimine in quibus dam Europae paitibus his ipsis temporibus renovato, quo arguerentnr Judaei in sollemnibus Paschalibus Christianorum hominem sanguinem adhibuisse. Ac noster quidem Ordo, eta non tantum sibi sumit, ut statuat, ad quam opinionum pravitatem morumgue scelestam foeditatem singuli homines sen Judaeae seu Christianae nationis procedere possint tarnen, cum reputaverit et Moris lege diligentissime sancitum esse ne omnino sangui ne Judaeis vesci liceret neqne umquam, quantum quidem Ordini compertum sit, certis documentis comprobatum esse, tarn nefarium scelus—quod quantum ab humanitate ipsa abhorreat nihil altinet dicere — ob Judaea esse perpetratum, nihil dubitat pronuntiare ac profiteri, hoc crimen commenticium et plane ex vano fictum sibi videri. Quare Ordo non potest non dolere, fabulas illas et priscae barbariae reliquias in hac nostrorum temporum luce adeo invaluisse, ut operae pretium sit Visum, quomodo nunc factum esse videmus, ejusmodi rem ad commune sanorum hominum judicium defene. Eob. Sundelin h. t. Decanns. A. Toren, A. C o m e 1 u s, Otto F. Myrberg* Martin Johanssen, k. H. Gez. von Schiele* W. R u d i n, C a r 1 N o s s t z Upsaliae die XIV Decembris MDC.CCLXXXI3. j. A. E k m a n. Erklärung. Der Unterzeichnete ist darum ersucht worden, eine Erklärung abzugeben in Betreff der von Zeit zu Zeit immer von Neuem auftauchenden abscheulichen Beschuldigung gegen die Juden, daß sie sich bei der Feier ihres Osterfestes des Christenblutes bedienen und zu diesem Zwecke Christenkinder ermorden. Indem ich die an mich gerichtete Bitte sehr gerne erfülle, erkläre ich die angeführte Beschuldigung für eine, die völlig aus der Luft gegriffen ist und mit des jüdischen Volkes ängstlich strenger Beobachtung des im mosaischen Gesetze so oft wiederholten Gebotes kein Blut zu essen (1 Mos. 9, 4. 3 Mos. 3, 17. 7, 26 f. 17, 10 ff. 19, *6. 5 Mos. 12, 16, 23) im schneidendsten und schreiendsten Widerspruch steht. Eines näheren Nachweises ihrer absoluten Grundlosigkeit und Absurdität bedarf es nach dem gründlichen und erschöpfenden Gutachten des Professor Dr. Strack nicht, sondern nur einer Hinweisung auf das treffliche Schriftstück. Es ist in Wahrheit höchst beklagenswerth und tief beschämend, daß jener mittelalterliche Wahn, der zur Vergießung so vielen unschuldigen Blutes geführt hat, noch am Schluffe des neunzehnten Jahrhunderts umgehen und neue Opfer fordern soll. Christiania, d. 9ten November 1862. Carl Paul Caspari Tr. und Professor der Theologie an der Norwegischen Universität. Unterzeichnete Mitglieder der theologischen Fakultät schließen sich obenftehender Erklärung an: Dr. Gishfohnso. F. W. Bugge Fredrik Petersen. Herrn Dr. I. S. Bloch, Bezirks-Rabbiner und Reichsraths-Abgevrdneter. Halle, den 2>. September 1833. Geehrter Herr Doctor! Sie haben unter dem 29. v. M. au deu Vorstand der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft das Gesuch gerichtet, über die aus kabbalistischen Schriften entnommenen zwei Stellen, durch welche man auf Anlaß des berüchtigten Processes von Tisza-Eszlar den Vorwurf des rituellen Gebrauchs von Christenblut bei den Juden zu begründen suchte, ein Gutachten im Namen der Gesellschaft abzugeben. Als zeitiger Secretär der letzteren habe ich im Aufträge und Namen des geschüftsführenden Vorstandes schon im Februar d. I. einem Ihrer Freunde auf ein gleiches Gesuch geantwortet, daß wir demselben zu entsprechen durch unsere Statuten nicht berechtigt sind. Dagegen habe ich selbst inzwischen einen Anlaß gesunden, mich persönlich über den bezeichneten Punkt öffentlich zu äußern. Ihr Schreiben gelangte an mich erst in Holland, unmittelbar vor dem nach Leyden einberufenen sechsten internationalen Orientalisten-Congreß. Auf diesem hielt am 12. d. M. in der semitischen Section Herr Prof Oort einen Vortrag, in welchem er die Geschichte jener gegen Ihre Glaubensgenossen wiederholt erhobenen Beschuldigung in gründlicher und streng wissenschaftlicher Weise behandelte. Daran knüpfte ich einige Bemerkungen über die bedauerliche

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