Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 16 (1899)
- Issue
- 42 (20.10.1899)
- Date
- 1899-10-20
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
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Seite 800 Dr. Bloch's Wvchenfchrffk. Nr. 42 Zeit zu sprechen. Unter diesem Titel veröffentlicht der bei seiner Gemeinde sehr beliebte Prediger der Brigittenau, Herr R a b b i n e r T r. Bern h. Templer seine vortreffliche, am letzlen Schemini-Azereth gehaltene Kanzelrede, deren Erträgniß er einem wohlthätigen Zwecke widmet. Der Redner gibt in seiner prunklosen, aber desto mehr markigen und gehaltvollen Rede der Ueberzeugung Ausdruck, daß cs an der Zeit sei, zu reden. Indiqua io facit versux! Die Entrüstung iiber die in der Polnaer Gerichtsverhandlung zutage getretene Niedertracht verleiht ihm kräftige Worte der Abwehr. Auf seine Worte ist der Spruch anzuwenden: Wedowoe beitau ma tauw. Die Rede verdient gelesen zu werden. A. W. Briefkasten. Moriz Spiegel, Troppau: Die Schuldigen in den erwähnten Mordproceffen wurden nicht eruirt, weil die Gerichte auf falsche Fährte geleitet wurden, wodurch die Verbrecher Zeit genug hatten, jebe Spur zu verwischen. Die Blutlüge erwies sich stets als Schutz der wirklichen Verbrecher. I. Ehrlich, Przemysl: Bericht nicht erhalten. I. P. Meran: Sie haben vollständig recht. Wir haben es zweifellos mit einem antisemitischen Mörder zu thun, welcher den Antisemitismus für seine Zwecke ausbeutet. Emanuel Schiller in Baja: Wir haben Ihre geschätzte Zuschrift einer maßgebenden Persönlichkeit überreicht. Rudolf Porges, Wien: Ein dummer Junge verdient keine Beachtung. W. B. Im Jahre 1422 zahlte die päpstliche Kammer ein ansehnliches Honorar einem jüdischen Arzte, der von Rom nach Vicovaro zur Behandlung des Cardinals Peter von Fonseca gerufen war, der durch einen Sturz verunglückte. M. B. Es ist ein so ekliges Geschäft, sich mit diesem jüdischen Antisemiten zu beschäftigen, daß Jeder, der auf Reinlichkeit hält, demselben mit Abscheu ausweicht. 4l. W. Purscht, der über Mißbräuche bei Licitationen im Gemeinderathe Klage führt, hat sich im „Wrener Tagblatt" fort und fort den Titel einer Licitations-Hyäne gefallen lassen. Ein Fachmann auf diesem Gebiete ist er daher ohne Zweifel. Justus. Sie fragen uns, welchen Eindruck es auf die gläubigen Katholiken machen muß, wenn ein D e ck e r t, der doch ein katholischer Pfarrer ist, von einem päpstlichen Legaten und Bischof schreibt, er sei ein unwürdiger, käuflicher, mit verbrecherischen Mitteln arbeitender Mann gewesen . . . Darauf kann sich wohl Jeder selbst eine Antwort geben. B. H—g. Diese ebenso sehr antisemitische als antichristliche Sippe legt auch alle Päpste und Kirchenfürsten in Acht und Bann, die die christliche Liebe nicht als Judenhaß prakticirten. L. in Wien. Es ist richtig, daß Franz Watzl, Besitzer der Uhren-Reparaturanstalt, XVIII. Bezirk, Schulgasse 5, dem Fleischhauer Mendel Pordes, Schulgasse 5, das Local ausgemiethet hat. Unsere jüdischen Leser werden wissen, was sie in diesem^Falle zu thun haben. Coneurs. Bei der israelitischen Cultusgemeiude in Waidhofen an der Tt.aya ist die Stelle e.nes Habbiners zu besetzen. Bewerber muss österreichischer Staatsbürger, akademisch gebildet .«ein, hat vorzubeten, den Religionsunterricht am Gymnisium, Volks- und Bürgerschulen zu ertheilen, ebenso obliegt ihm die Führung der Matriken und das Secretariat. Jahresgehalt fl. 800 nebst fl. 120 Wohnungsbeitrag und übliche Emolumente. Offerte sammt Zeugnisabschriften und genauem Nationale sind bis längstens I. November anher einzusenden. Waidhofen a d Thaya, 16. October 1899. Der Vorstard der isr. Cultusgemeiude 369 Josef Pollak. Danksagung Die Gefertigten erlauben sich, für die, gelegentlich der Vermählung ihres Sohnes Hanns mit Fräulein Tora Orchudosch ihnen von nah und fern cntgegengebrachten freundlichen Aufmerksamkeiten herzinnigen und ergebenen Dank auszusprechen. Overrankor Singer und Frau. Bei unserer, so rasch bemüßigten Abreise nach unseren Bestimmungsort Bukarest war es uns nicht gegönnt, persönlichen Abschied zu nehmen, deshalb wolle man uns freundlichst gestatten, allen hochverehrten Gönnern, lieben Freunden und Bekannten auf diesem Wege unsere tiefgefühlten Dank zum Ausdrucke zu bringen und gleichzeitig ein herzliches „Lebewohl" zuzurufen. Hanns und Dora Singer geb. Orchudosch als Neuvermählte. Wien, den 16. October 1899._ 6 Ziehungen haben die Lose der in Oesterreich concessionirten Großen Wohlihätigkeils-Lotlerir zu Gunsten des Bndapester Poliklinischen Vereines (Spital.) Haupttreffer 100.000 Kronen. 5 a 20.000, 5000 Kronen rkr. Werth. mit 20% Abzug. Jedes Los spielt in allen 6 Ziehungen ohne jede Nachzahlung mit und kann man mit einem Lose auch 6 Haupttreffer machen. Preis eiues Loses nur 1 Krone. Erste Ziehung schon am 4. Jänner 1900. Lose sind zu haben im Lotteriebureau I., Spiegelgasse 13, ferner in allen Wechselstuben, k. k. Postämtern, Tabaktrafiken, Lottoeollecturen etc. etc. Die Ziehungen finden unwiderruflich an den bestimmten Tagen statt. 366 ^rhr mein Sonnabend geschlossenes Posamenten en gros-Seschäft suche per sofort Volonfair oder Sehrling. PCalberstadt. Jl. €. P3lum. 368 LUSTER 258 für Gas und elektrisches Licht. Specialist in Tempelbeleuclitung. Empfehlungen: Israel. Cultusgemeinde Wien « « Troppau « « Debreczin « « Prag, königliche Weinberge Vorstände vieler Prager Bethäuser. Projecte, Zeichnungen, Ueberschläge gratis, tranco. Günstige Zahlungsbedingnugen AD. KELSEN Luster - Erzeuger Wien, IV-, Golddegg. 20. : Heirat. Für ein fein erzogenes israelitisches Fräulein mit 24 Jahren, die eine Mitgift von 2000 Kronen, nebst reichlicher Ausstattung, besitzet, suche ich wegen Mangel an Bekanntschaft einen Angestellten oder Geschäftsmann, der religiöse Aufführung hat. Gefällige nichtanonyme^ Zuschriften erbeten unter „Religiös^ an die Administration dieses Blattes. 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