Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 16 (1899)
- Issue
- 41 (13.10.1899)
- Date
- 1899-10-13
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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Nr. 41 Dr. Bwch's Seite 771 beiden Blätter um die Palme und da ist abwechselnd bald das eine, bald das andere Sieger. W. B. Sie köinien in S ch o p e n h a n e r's Parerga und Paralipomena lesen: „Der Mensch ist im Grunde ein wildes, entsetzliches Thier. Wir kennen es blos im Zustande der Bändigung nnd Zähmung, welche Civilisation heißt; daher erschrecken uns die gelegentlichen Ausbrüche seiner Natur. Aber wo und wann einmal Schloß und Kette der gesetzlichen Ordnung abfalleu, und Anarchie cintritt, da zeigt sich, was er ist. W. G— nn. In Holland erfreuten sich die Juden schon zu einer Zeit der vollen Gleichberechtigung, wo sie ihren Glaubensgenossen in anderen Ländern selbst auf dem Papiere vorenthalten war. Tort war schon im Jahre 1860 ein Jude, Dr. G o d e f r o i, Justizminister, nachdem er früher als Präsident des — jüdischen Konsistoriums gewirkt hatte. M. Sarah Bernhardt ist getauft. Notiz. Die in Oest rreich gestatteten Lose der großen Wohlthätigkeits- Lotterie zu Gunsten des Budapester poliklinischen Vereines spielen in 6 Ziehungen auf Haupttreffer von 100.000, 20.000. Kronen ec. ohne Nachzahlung mit. kosten bloß 1 Krone und findet die erste Ziehung am 4. Jänner statt. — Wir empfehlen dieselben. Coneurs. Beim Synagogen-Verein »Beth Israel« ist die Stelle eines II. Bassisten sofort zu besetzen. Bewerber ledigen Standes, die musikalische Bildung besitzen und über eine kräftige, tiefe ur.d modulationsfähige Stimme verfügen wollen Offerte nebst Zeugnissen an den Gefertigten einsenden. G-elialt 30 fl monatlich. Ober-Cantor Schon* 365 Wien, IT., Herminengasss 6. Charlotte Klchutr'iihe Filmilim-Ttmumj. Am 23. Thebeth d. I. (13. December 1899) gelangen bei der israel. Cultusgemeinde Wien, die Erträgnisse der obengenannten Stiftung per ö. W. fl. 350.— an arme Verwandte dem am 28. December 1896 in Wien verstorbenen Frau Charlotte Knffner zur Verleihung, wobei insbesonders mit der genannten Stifterin verwandte arme Witwen?.u berücksichtigen sind. Die mit dem legalen Nachweise dieser Verwandtschaft und der Armnth belegten Gesuche sind bis 31. Oktober 1899 im Einreichnngsprotokolle der israel. Cnltusgemeinde I. Seitenstettengasse 4, I. Stock zu überreichen. Gesnchsblanquette werden daselbst unentgeltlich ausgefolgt. Auszüge aus den Geburts-, Trainings- und ^odtenmatrikeu der Wiener israel. Cultusgemeinde sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf, mit den geforderten Belegen nicht versehene oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, am 1. October 1899. Das Curatorium der Charlotte Knffner'schen Familien-Stiftung. M. 8. iVirknimim’iitic Biiiicii-Stiltmiß. Auf Grund des hohen Orts genehmigten Stistbriefes ergebt hiemit an die zum Genüsse der M. L. Biedermann'schcn Waisen-Stiftung statutennläßig Berechtigten und deren legale Vertreter die Aufforderung ihre gehörig belegten Ansprüche an Sustentationen aus dieser Stiftung, bei dem Unterfertigten Curatorium schriftlich anzumelden. Zur Betheilung sind berufen: Hilfsbedürftige Waisen, welche Descendenten der ursprünglichen Stifter (im Jahre 1840) der Herren: M. L. Biedermann, Simon Biedermann, Josef Biedermann jun., Hermann Biedermann, Anton Biedermann, Josef Biedermann sen., Samuel Biedermann, I. Goldschmidt, S. I. N. Goldschmidt, I. L. Hofmann Edler von Hofmannsthal, Aron Hermann, R. M. Kaulla, Jacob Löwy, I. N. Mannheimer, M. Straß, H. Edler von Wertheimstein und Frau Amalia Lang sind. Die nitt den Geburts-, Verwandtschafts-, Armuths- und Sittenzeugnissen, sowie mit dem Nachweise der dermaligen Beschäftigung der Petenten belegten Gesuche sind im Einreichungsprotokolle der israel. Eultnsgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4, I. Stock, spätestens bis 31. October 1899 von 9—12 Uhr zu überreichen oder an dieselbe zu übersenden. Das Curatorium der M. L. Biedermann'schcn Waisen-Stiftung. Saiaukl Süßmnaua'iihc Stistimg für die Beförderung des Studiums der Bibel u. d. Talmuds Es wird hiemit zur Kenntnis; gebracht, daß zwei Stiftplätze der obengenannten Stiftung im Betrage von je ö. W. fl. 1*40. jährlich, für Schüler einer hiesigen Mittelschule, welche stiftbricssgemäß „sich beim Unterrichte in der Bibel und im Talmud durch Fleiß und besondere Erfolge Hervorthun" ans die Dauer der Mittelschulstndien zu verleihen sind. Unter den Bewerbern um dieses Stipendium haben jene Mittelschulbesucher, welche aus der Talmud-Thora-Vereinssclmle in die Mittelsche übergetreten sind, bei gleicher Befähigung den Vorzug. In dem Gesuche ist auch anzugebcn, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Die diesfälligen Gesuche mit den nöthigen Zeugnissen, sind iin Einreichnngsprotokolle der israel. Eultnsgemeinde h Seitenstettengasse 4, I. Stock, bis längstens 31. October 1899 zu überreichen. Das Curatorium der Samuel Süssermaun'schen Stiftung. Jbarlitischc Enltnszrmkiiide Wie». ad Z. 7794 ex 1899. Aus den Erträgnissen der von dem am 14. September 1887 in Wien verstorbenen Herrn Heinrich Stern errichteten Heirats- Ausstattungs-Stiftnng gelangt ein Platz im Betrage von fl. 128.— an eilt armes braves jüdisches Mädchen — vorzugsweise au ein solches, welches mit dem Stifter verwandt ist — zur Verleihung. Die mit dem Geburts-, Armuths- und Sitteuzeugniß, sowie mit der Bestätigung über die erfolgte Verlobung, eventuell dem Nachweise über die Verwandtschaft mit dem Stifter belegten Gesuche sind bis 31. October 1899 im Einreichnngsprotokolle der israel. Enltnsgememeinde I. Seitensteitengasse 4, l. Stock zu überreichen. Gesuchsblanquette werden im Einreichnngsprotokolle unentgeltlich ausgefolgt. Verspätet überreichte oder mit den erforderlichen Beilagen nicht versehenen Gesuche werden nicht berücksichtigt. Dr. Max Friedländcr'jchc Hcirats-Aiisjtatluiigsotiituiti) für ein armes Wniiemnädihrn. Der Vorstand der hiesigen israel. Eultnsgemeinde bringt zur Kenntniß, daß die Zinsen der genannten Stiftung ä ö. W. fl. 6o!— an ein armes verwaistes Mädchen jüdischer Confession, das sich zu verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Geburts- und Armuths-, einem «ittenzeugnifse, ferner dem Nachweise, daß sie verwaist sind und sich im Brautstande beflnden versehenen Gesuche bis 31. October 1899 im Einreichnngsprotokolle der israel. Cultnsgemeiilde l. Seiieustetteugasse 4, I. Stock während der Amtsstunden von 9 - li Uhr. woselbst auch Gesuchsblanguette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Dr. Karl Vaucr'ichc Widmung rar otlpcnbien. Bei der israelitischen Eultnsgemeinde in Wien gelangen die Erträgnisse der von Herrn Moriz Bauer zur Erinneaung an seinen am 9. Juni 1897 dahingeschiedenen Sohn I. U. Dr. Karl Bauer errichteten Widmung mit 2 Plätzen k fl. 250.— an würdige und unterstützungsbedürftige israelitische Hörer der Wiener juridischen Facultät zur Verleihung. Tie Bewerber haben ihre 1. mit dem Geburtsscheine. 2. dem Zeugnisse über die mit Erfolg abgelegte rechtshistorische Staatsprüfung, 3. dem Armnthszeugnisse oder dem 'Nachweise, das; sie in dem letzten Studiensemester von dem Collegiengelde befreit waren, endlich 4. dem Absolutorinitt der Wiener juridischen Facultät belegten Gesuche bis 31. October 1899 in dem Einreichnngsprotokolle der israel. Enltusgemeinde in Wien I. Seitenstettengasse 4, I. Stock zu überreichen, woselbst Gemchsblanquetre unentgeltlich ausgefolgt werden. Competente Bewerber, welche sich in den juristischen Seminarnbungen hervorragend betheiligt haben, werden vorzugsweise berücksichtigt. Gesuche, welche nicht mit den oben angeführten Documenten belegt sind, oder welche nach Ablauf des Concnrstermines überreicht werden, werden nicht in Behandlung gezogen.