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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1899-07-21 · 29 (21.7.1899) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
16 (1899)
Issue
29 (21.7.1899)
Date
1899-07-21
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 548 Nr. 29 Dr. Bloch's Wochenschrift. Arthur B—n. Ein geistvoller Franzose sagte schon: „Um große Dinge anszufiihren, lebe man so, als wenn man nie sterben müsste." 9*. M—g. Es lässt sich nicht leugnen, das; die antisemitische Partei, die in ihren Reihen Männer wie Lehofer, Pnrscht, Schneider, Dittrich ec., zählt, die das möglichste gethan haben um de r B c v ö U kerung das häßliche der Corruption ail oeulos zu demonstrire n. S. 20 in A. Am Wiener Rabbinerseminar erhalten sämmtliche Schüler Sstpendien. Weitere Auskünfte ertheilt das Sekretariat Wien, H., Tempelgasse 3. i. Wir würden zweifellos confiscirt werden, wenn wir aus dem Buche des arischen, christlichen Professors G. F. Dan m e r die Stellen citiren würden, in denen er den „Beweis" erbringen will, daß die ersten Ehristen Menschenblut zu rituellen Zwecken brauchten. Nemo. Das ist kein Witz. Vergani erhielt, als er in seiner Noth sich an Schönerer um Hilfe wendete, den ernstlichen Rath von ihm, er möge sich einen Strick kaufen. Vergani hat diese bestrickende Liebenswürdigkeit Schönerer's nie vergessen. . A. M. Die arme Pfründnerin, die so innig zu Gott betet, daß er Lueger noch lange als Bürgermeister erhalte, soll, wie die antisemitischen Blätter selbst sagen, blind und taub sein. Da ist ihr fromer Wunsch allerdings erklärlich. Nemo. Im fünfzehnten Jahrhundert trat ein aus Schwaben nach Ungarn eingewanderter Jude Johann H a m p o zum Christcnthum über, wurde von König Mathias in den Adelstand erhoben und im Jahre 1475 zum Ban von Croatien (d. h damals richtiger Slavonien) ernannt. Sein ältester — noch als Jude geborener — Sohn wurde Bischof von Fünfkirchen. Dr. B. H. Herr Vergani kann allerdings mit stolzer Verachtung auf seinen christlich-socialen und sonstigen Gesinnungsgenossen Mittermayer herabsehen. Dieser hat zwar sein Mandat behalten, aber sonst vor Gericht alles gestanden. Vergani hat, das sei offen gestanden, das Umgekehrte gethan. n—n. Der Talmud sagt : „Die Ehrfurcht vor dem Lehrer gleiche der Ehrfurcht vor Gott." In gewisseni Sinne halten sich manche Antisemiten an den von ihnen so gehaßten Talmud. I. E. Wir werden auf Ihre Anregung, daß die Schüler und Freunde Pros. David Kaufma n n's an eine Gesammtausgabe seiner wissenschaftlichen Arbeiten, von denen so viele in Zeitschriften zerstreut sind, denken mögen, an anderer Stelle zurückkommen. a. Lord Beaconsfield hat es in Wort und Schrift unzähligemale betont, daß er stolz auf seine jüdische Abstammung sei. Justus. Vergani, der nur mit Mühe seine Schadenfreude verbarg, als man für die „Deutsche Zeitung" „schnorrte" jauchzt völlig darüber, daß die antisemitische „Ostdeutsche Rundschau" sehr hilfsbedürftig ist. Vergani hat offenbar schon vergessen, daß er der Lehrmeister der antisemitischen Presse auch sehr im Schnorren ist. F. Salzerbad. Mädcheninstitut Jeiteles, I., Franziscanerplatz 5. Danksagung. Im Begriffe von hier abzureisen, drängt es mich allen Denjenigen meinen heißesten, tiefgefühltesten Dank auszusprechen, die sich meiner in so hochherziger Weise annahmen, als ich, eine arme, nahezu blinde vater- und mutterlose Waise, vor 2 Jahren meine Heimat in Rußland verließ, um mich in Wien erwerbsfähig zu machen. Bor Allem danke ich dem verehrlichen Curatorium des Blindeninstitutes auf der Hohen Warte, das mich als externe Schülerin im Institute aufnahm und mir auch eine materielle Unterstützung im Betrage von 30 fl. gewährte. Ich danke Herrn Director Heller für die liebevolle Fürsorge, die mir im Institute zutheil wurde. Ich danke dem verehrlichen Verein „Frauenhort", IX., Müllnergafse 21, der mich durch 17, Jahre mit 5 fl. monatlich subventionirte und mir auch einen Reisebetrag von 40 fl. widmete, und den hochherzigen Damen, die mir zeitweilige Unterstützungen zukommen ließen. Alle diese edlen Menschenfreunde haben vereint dazu beigetragen, daß ich mein Ziel erreichen und mich jetzt in meiner Heimat als Maschinstrickerin werde ernähren können. Gesegnet sei das Andenken jener edlen der Welt leider nur allzufrüh entriffenen Wohlthäterin der Menschheit, Frau Baronin Clara v. Hirsch-Gereuth, die mir noch kurz vor ihrem Tode den Betrag von 120 fl. für eine Strickmaschine gewährte. Krank, verlassen und verzweifelt war ich vor 2 Jabren hier angekommen, beglückt und voll inniger Dankbarkeit verlasse ich diese Stadt mit dem heißen Wunsche, daß der Allmächtige meine Wohlthäter segnen möge. Wien, im Juli 1899. Regina Chmilnitzka. Dank. Ausser Staude für die vielen, von Nah und Fern empfangenen Zeichen innigster Theilnahme an unserer tiefen Trauer über den Verlust unseres, in der Vollkraft der Jahre und der ruhmreichen, wissenschaftlichen Thätigkeit dahingeschiedenen, heissgeliebten, allverehrten Sohnes, Bruders und Schwagers des Herrn Professor Dr. David Kaufmann sei. Andenkens einzeln und gebührend zu danken, bitten wir Alle, die durch Beileidstelegramme oder Zuschriften uns geehrt haben, auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank entgegenzunehmen. Kojetein, den 17. Juli 1899 Leopold und Rosa _Ignatz und 8ofie Kaufmann. Wiener Versicherungs Gesellschaft in Wien. Die Gesellschaft leistet Versicherungen gegen Feuer-, Transport- und Hagelschäden zu den coulantesten Bedingungen. Auskünfte werden ertheilt im Eentral-Bureau: Wien, IX/1» Kolingasse 6, im eigenen Hause und bei sämmtlichen Vertretungen. in Wien. Die Anstalt übernimmt: a) Ablebens, b) Erlebens-, c) AussteuerDersicherungen mit garantirtem Gewinnantheile von 40% einer Jahresprämie für jede dreijährige Gewinnpenode, d) Renten-Dersicheruugen, sowie e) Neberlebens-Associationen mit garantirtem Minimalcapitale und 85% Gewinnbetheiligung. Unanfechtbarkeit der Police nach füilfjährigem Bestände der Versicherung. Billigste Prämien und vortheilhafteste Versicherungsbedingungen. Kostenfreie Kriegsversicherung; Giltigkeit im Duell- und Selbstmordfalle. Auskünfte werden bei sämmtlichen Vertretern in der Provinz, sowie auch im Centralbureau: Wien, IX/1, Maria Theresienstraße 5 ertheilt, woselbst jederzeit auch leistungsfähige Jnspectoren aufgenommn werden. ___R>? Wunsch Karten zum i sraetit. Neujahre. 1 Serie, 40 Stück Postkarten aus dem jüdischen Volksleben fl. 1'80, 50 Stück Postkarten aus Jerusalem, Jaffa, aus dem heiligen Lande, reich sortirt (mit oder ohne hebräischem Wunsche) fl. 2'—, 100 Stück Korrespondenzkarten mit sinnigem deutsch-hebräischen Texte fl. —'70, 1 Serie, 25 Stück ernste und heitere hochfeine Karten, Briefe rc. mit deutschem und hebräischem Texte ä fl. 1*50, 2*50 und 3*50. Preisliste an Mederverkäufer gratis und franco. Versandt nur gegen vorherige Cassa franco oder per Nachnahme unsrancirt. Marcus Silberstein, Papier-Niederlage en gros, Ansichtskarten- __Versandt, Wien, I., Eßlinggaffe 8._3io_ Israelitische Eultusgemeinde Wie». Betfitzkarten für den Festgottesdienst an den hohen Feiertagen im grohen Wustkverernssaale sind ab 2. August a. r. an der Cassa der israel. Eultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4. I. Stock, täglich von 9 bis 3 Uhr (ausgenommen Samstag) erhältlich. Wien, im Juli 1899. Der Bethausvorstand. m'b nwn Zionistische I. Wr sowie humoristische Gratulations- Drucksorten; neueste Golddruck it. Seibenkarten, durchbrochene Klapp- Kartpn a,s such Zugkarten. Billigste Bezugsixai fctsii que||e fär Grossisten. . Luxuskarten-Fabrik Leo Sperling, Wien, II 3 Ansichts- Zur gefälligen Beachtung. Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der AkonnementsgebüHr im Rückstände stnd, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Uostauftrage gefälligst Honoriren;u wollen. Die Administration. Herausgeber: Dr. Josef S. Bloch. — Verantwortlicher Redacteur: Robert Wolf. — Druck von L. Beck & Sohn. Wien. VIH,

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