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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1899-07-14 · 28 (14.7.1899) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
16 (1899)
Issue
28 (14.7.1899)
Date
1899-07-14
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 532 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 26 Wir können diese, ebenso wie alle früheren Bände, unseren geehrten Lesern auf das wärmste empfehlen. — Es war eine glückliche Idee des Herausgebers, mit diesem Unternehmen nicht gelehrte Abhandlungen, sondern eine bei aller Gründlichkeit fesselnde Lektüre zu bieten. Der billige Preis von 2.50 Mark pro Band macht die Anschaffung einem Jeden leicht. Briefkasten. M. W—g. Ob Monsignore S ch e i ch c r auch dann mandatsmüde gewesen wäre, wenn feine geistlichen Vorgesetzten fein anarchistisches Toben durchaus gebilligt hätten, wissen wir nicht. A. V—r. Was Vergant bei einem Schriftsteller-Congreß zu thun hat, fragen Sie. Nun, da gibt es immer einige Begünstigungen, die sich der berüchtigte Plagiator Vergani verwöhnen will, als ob er der Verfasser der Bücher wäre, die er — bestohlen. M. G. Die berühmte Betrachtung „Thefilium" von Leopold Z u n z stammt, wenn wir nicht irren, aus dem Jahre 1842. A. W. ad 1. Der Historiker Philippsohn ist der Sohn des berühmten jüdischen Gelehrten Philippsohn; ad 2. Dr. Theodor K r e i z e n a ch, der deutsche Dichter, ist der Sohn Michael Kreizenächs, der das jüdische Schriftthum durch hervorragende Leistungen bereicherte. - B« W. Prag. Sie haben ganz Recht. Das Gedicht Heines auf welches merktvürdigerweise Pater Abel mit rühmenden Worten in einer Predigt hinwies, hat seinen Ursprung in einer Midrasch- Stelle. Anna W. Georg S ch L n e r e r's Gattin ist die Enkelin Schmul Leeb Kohn's, eines Juden. Aber es ist nicht unrühmlich, wenn sie an dem Glauben, in dem sie geboren, so innig hängt, daß sie sich von ihrem Gatten scheiden will, wenn er aus der katholischen Kirche austritt. I. F. Wir haben nie geleugnet, daß die Dcckert, Dittrich rc. ausgezeichnetes geschäftliches Talent besitzen. Wir bezweifelten nur ihre Eignung zum Priesterberuf. I. L—g. Cardinal S ch ö n b o r n war Officier, bevor er sich dem theologischen Studium widmete. R. P. Bade»». Rabbiner I. Dobrinskp Salzburg. Allenberg, Liesig. Die israelitische Cultusgemeinde Tulln umfaßt das Gebiet der vier Gerichtsbezirke, Atzenbrugg, Kirchberg am Wagram, Klosterneuburg und Tulln. Der Vorstand hat seinen Sitz im Wohnorte des jeweiligen Eultusvorstehers. Derzeit Klosterneuburg. Z. R. St. Es war ein Druckfehler und soll heißen 1869. Wißbegier. In den verschiedenen Städten Spaniens sind Juden ansäßig, in Madrid ist auch ein jüdisches Bethaus, doch keine officielle jüdische Gemeinde. L. in Lemberg. Die Beschlüsse der letzten Generalversammlung bei der Lebensversicherungs-Anstalt „Janus" sind allerdings eine schwere Schädigung der Versicherten. Allein als Jude hätten Sie überhaupt beim „Janus" keine Versicherung nehmen sollen. In der „Salzburger Kirchenzeitung" hat der Director des „Janus" die Erklärung abgegeben, daß: Erstens seit einem Jahre sich kein Jude mehr im Aufsichtsrathe dem „Janus" befinde und daß Zweitens bei Bestellung der General-Agentschaft in Wien in dem betreffenden Inserate die Bemerkung angebracht war, daß die Bewerber ch r i st l i ch e r Religion sein müßten. Dabei hatte der „Janus" die Stirne, in Galizien jüdische Traktetchen zu verbreiten, um jüdische Versicherungscandidaten anzulocken. Die „Reingefallenen" haben heute das Nachsehen und müffen die famosen Beschlüsse, welche über sie verhängt worden sind, hinnehmen. Remo. „Wer sich selbst recht kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennen lernen. Es ist alles Zurückstrahlung" sagt Lichtenberg. Arthur. W. Die Jüdin R a h e l schrieb das Wort, welches kein Mann glänzender hätte prägen können. „Hoch steht über alle Begeisterung, allen Enthusiasmus, selbst über alles Genie und Talent die Gesinnung." W. A. Wer jetzt besser daran ist: „Das Kind des Volkes" Lueger, das ohne Polizeischutz keinen Schritt gehen kann, oder die Arbeiterführer, die unter dem Schutze der Polizei — eingesperrt werden? Die Wahl thut da einem wirklich weh. 9* 3» Biehlolawek hat ernstlich erzählt, daß die Arbeiter ihn ermorden wollen. Das ist derselbe Herr, der einmal erzählte, die Juden möchten ihn rituell abschlachten. Kein Zweifel, der Arme leidet an Verfolgungswahn. Freilich ist auch das traurig, daß so ein Unglücklicher zum Volksvertreter gewählt wird. N. R« Nun, gar so verjudet kann doch Baden nicht sein, wenn sogar Dr. Lueger mit Vorliebe dort weilt und eine eigene Villa sich dort gekauft hat. I. H-g. R e nan war allerdings der Meinung „der gesunde Menschenverstand sei ein schlechter Richter. wenn es sich um große Dinge handelt." I. H. Es hat zu allen Zeiten solche vorurtheilslose, edle Priester gegeben. So sagte im Jahre 1833 M. K. F B r ä u n i g Diaconus in Oschatz in einer Predigt: „. . . was sind die meisten Helden der alten Welt gegen diese oft geschmähten Söhne Jakob's, die kühner und herrlicher als jene Helden im Gewühle der Schlacht ^Herausgeber: Dr. Josef S. Bloch. — Verantwortlicher Redae den Kampf gegen das eiserne Schicksal bestanden? O, denket nich gering von diesem Volke nnd seinen Thaten. Ja, groß nnd herrlich hat bis jetzt das jüdische Volk in der Zeit seiner Prüfung sich bewährt, wie tief es auch jetzt noch stehet im Ansehen bei der Welt, eine hohe Bewunderung hat es sich doch erworbenbei allen, die Ehrenvolles und wahre Größe zu schätzen wissen. . ." I. S. Rüßdorf. Die Geschichte stand im „Deutschen Volksblatt" nnd ist selbstverständlich erlogen. I. Labinev Zborow. Die genannte Versicherungsgesellschaft tß gut. israelitische -Kf- Qnltusgemeinden! Ein geprüfter Religions- und Volksschullehrer, beider Landessprachen mächtig, im Sinne des Gesetzes antor. Rabbiner und Prediger, der gleichzeitig tüchtiger Cantor, Koreh nnd Schocket ist, mit vorzüglichen Zeugnissen versehen, sucht in einer Cuitnsgemeinde baldigst Aufteilung. Geneigte Anträge unter Chiffre „tüchtige Lehrkraft“ an die Administration dieses Blattes. __305 Für die herannahenden Feiertage wird ein mit sonorer Stimme, und Sirizer’scher Vortragsweise begabter CANTOR für die n'n’TItP aufgenommen. Petent hat sieh eines Probevortrages zu unterziehen, und seine schriftliche Anfragen mit genauer Adresse zu richten, an J. Schiller Erster Cantor am Stadt-Tempel der israelit. Cultusgemeinde Wien, I. Seitenstettengasse 4. Wien im Monat Ab 5659. m Institut israellte. de jeunes eens. Villa „Les pordils“ Lausanne Suisse. Prospectus et references a disposifion. 304 Directeur B. Bloch. : Robert Wolf. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, Vin. /e> ^*”7. Uv Vj Vffl.®erchenfelderstrasse J •mmy.

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