Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 16 (1899)
- Issue
- 21 (26.5.1899)
- Date
- 1899-05-26
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3020846-3021277-3021299--08885-3033286- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 412 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 21 Kundmachung. Am 15. October 1899 gelangen die verfügbaren Interessen der Katharina und Lazar Goldstein'schen Stiftung aus dem Jahre 1898 im Betrage von fl. 1040.— ö. W. an 5 hilfsbedürftige Witwen aus dem Civilstande dergestalt zur Vertheilung, daß 3 Witwen mosaischer Md 2 Witwen einer christlichen Confession, je der fünfte Theil dieser Interessen eingehändigt wird. Auf die Stiftung haben dürftige, im Polizeibezirke Wien wohnhafte Witwen aus dem Civilstande von nachgewiesener, tadelloser moralischer Gattung, deren Ehemänner in dem der Vertheilung unmittelbar vorangehenden Sonnenjahre, also nach dem 15. October 1897, ohne Hinterlassung eines Vermögens gestorben sind und namentlich dem Rabbinats- und LehrerstMde angehört haben, Anspruch. Bei gleicher Dürftigkeit haben jene Bewerberinnen den Vorzug, welche die größere Anzahl Kinder besitzen. Die Vertheilung erfolgt durch den Herrn Bürgermeister von Wien. Bewerberinnen haben ihren Gesuchen den Todtenschein des Gatten, den eigenen Geburtsrespective Taufschein, den Trauungsschein, die Geburtsrespective Taufzettel der Kinder, ein von der k. k. Polizei-Direction in Wien bestätigtes Sittenzeugnist, den abhandlungsbehördlichcn Bescheid, dass die Berlassenschast ihres verstorbenen Gatten armuthshalber abgethan wurde, endlich ein legales Armuthszeugniß beizulegen. Zur Einbringung der in der vorstehend bezeichneten Weise belegten, im Einreichungsprotokolle des Wiener Magistrates zu überreichenden Gesuche wird hiemit der 10. Juli 1899 als Einreichungstermin bestimmt. Auf verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen werden. Vom Magistrate der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, am 6. Mai 1899. Conrurs. Vom Schuljahre 1899/1900 ab, ist an den vom Lande erhaltenen Mittel- und Fachschulen in der Stadt Agram die Stelle eines Lehrers für den israelitischen Religionsunterricht zu besetzen. Mit dieser Stelle sind die Bezüge und der Rang eines ordentlichen Lehrers verbunden, und zwar ein Jahresgehalt von 900 fl. und ein Wohnungsbeitrag der IX. Rangsclasse, welcher derzeit in der Stadt Agram 280 fl. jährlich beträgt. Nach dreijähriger zufriedenstellender Wirksamkeit in der Eigenschaft eines ordentliches Lehrers erfolgt die definitive Bestätigung desselben im Lehramte nebst der Verleihung des Titels „Professor", mit dem Rechte auf Quinquenal-Zulagen ä 200 fl. und einer Orts- Zulage von 150 fl. jährlich, welche in die Pension eingerechnet werden. Nach 15sähriger eifriger Wirksamkeit kann der Professor in die VIII. Rangsclasse vorrücken und erhält dann einen Wohnungsbeitrag gemäß dieser Elasse. Nach 30 zurückgelegten Dienstjahren kann der Professor mit einer Pension in der Höhe des seinerzertigen Gehaltes, ohne Wohnungsbeitrag, in den dauernden Ruhestand treten. Der Lehrer ist verpflichtet, 20 Stunden wöchentlich zu unterrichten. Behufs Besetzung dieser Lehrerstelle wird hiemit bis Ende Juni 1899 der Eoncurs ausgeschrieben. Bewerber haben ihre gehörig gestempelten Gesuche bis zum bezeichneten Termine an die königliche croatisch-slavonisch-dalmatinische Landes-Regierung, Abt Heilung für Eultus und Unterricht einzureichen und durch Documente, welche dem Gesuche beizulegen sind, Alter, Geburtsort, Maturitätsprüfung an einer Mittelschule, akademische Bildung, absolvirte Studien an einem Rabbiner-Seminar, Kenntniß der kroatischen als der Unterrichtsprache, ungarisch-croatische Staatsbürgerschaft, bisherige Verwendung und derzeitigen Beruf nachzuweisen. Der neuernannte, ordentliche Lehrer hat kein Recht auf Ersatz der Reise und Uebersiedlungskosten. Königl. croat.-slav.-dalm. Landes-Regierung, Abtheilung für Eultus und Unterricht. A g r a m, den 15. Mai 1899. Für den Banns: 262 Pavic m. p. Conrurs. An der fünfclassigen Talmud Thora-Schule mit Oeffeiitlichkeitsrecht II., Malzgasse 16, in Wien, ist zum nächsten Schuljahre die Stelle eines mindestens mit dem Reifezeugniß für österr. Volksschulen versehenen Unterlehrers 86i zu besetzen. Bewerber mit dem Nachweise hebräischer Kenntnisse werden bevorzugt. Die ungestempelten Gesuche sind bis 12. Juni d. I. an den Vorstand der Talmud Thora-Schule I., Salzgries 9, in Wien, zu richten. Vorstandsmitglied Director Simon, L, Hoher Markt 3, ertheilt an Wochentagen von 12—1 Uhr bereitwillig nähere Auskunft. t(unäfna6hung Oie krivatistcnprilfungcn aus israelitischer Religion für Schüler und Schülerinnen an Volks- und Bürgerschulen finden in nachstehender Weise statt. Für die Bezirke L II. IX. jeden Freitag von 4—5 Uiir im Gemeindehause I., Seitenstettengasse 4; Für die Bezirke III bis inclusive X und XIX am 1., 8. 15., 22. nnd 30. Juni d. J. von 2—3 Uhr Nachmittags im Gemeindehause I., Seitenstettengasse Nr. 4; Für die Bezirke XII-XV Donnerstag den 22. Juni d. J. von 4—6 Uhr Nachmittags im Gemeindehause XV., Tumergasse 22; Für die Bezirke XVI und XVII Sonntag den 2 Juli d. J. von 12—2 Uhr Mittags im Gemeindehause XVI, Hubergasse 8; Für den Bezirk XVIII am 29. Juni und 2. Juli d, J von 10 — 12 Uhr im Gemeindehause XVIII., Schopenhauerstrasse 39. Wien, im Mai 1899. Der Vorstand der isr. Cultusgemeinde. Coneurs. Bei der hiesigen isr. Cultusgemeinde ist vom Schuljahre 1899(1900 ab die Stelle eines Religionslehrara für Velks- und Bürgerschulen zu besetzen. Derselbe muss die Lehrbefähigung für Volksschulen, sowie gründliche Kenntnisse in der Religionslehre, Bibel und hebr. Sprache nachweisen. Bevorzugt werden Jene, welche bereits im Lehrfache thätig waren und wird jedenfalls ein probeweiser Lehrvortrag verlangt. Mit dieser Steile ist ein jährl. Anfangsgehalt von fl. 900.— verbunden. — Bewerber, die das österr. Staatsbürgerrecht besitzen und höchstens 40 Jahre alt sein dürfen, wollen ihre gehörig belegten Gesuche bis längstens 15. Juni 1. J. an den gefertigten Vorstand einsenden. 245 Brünn, 4. Mai 1899. Vorstand der isr. Cultusgemeinde H. Epler m. p. Wichtig! Durch größere Einkäufe bin ich in der Lage, zu liefern Dreyfus’ Briefe ans der Gefangenschaft 1898, 264 Seiten, unaufgeschnittene Exemplare, statt 2 fl. 40 kr. für nur 1 fl. franco. Di, vi,lleicht bevorstehende Arvistvn bis proceffes ruft auf’s Neue das Interesse an diesem unglücklichen Gefangenen wach, die «Brief» von der Teufelsnsel" (begleitet von 26 Autogrammen) werden immer als interessante Dokumente gelten. Zum ersten Male werden sie zu diesem billigen Preise angeboten. Drr Vvrraktz ist nicht groß. Baldige gefl. Bestellung erbittet R. Löwit, Wien» Rothenthurmstraße Nr. 22. 9n|n | 16 verschiedene Romane (Nana, Germinal, Bauch von Paris, Sittsam " heim, Sünde des Priesters, Lebensfreude rc. rc.) d Band <(0 kr , 10 Bände 3 fl. 50 kr. (guter Druck). 259 Karlsbad Villa Lmmr©ttsb Parkstrasse-Westend. Vornehmes und besteingerichtetes Logirhaus in ruhiger Lage bei civilen Preisen. Elektrisches Licht, Bäder, Telephon. Angenehme schattige Terrasse zum Aufenthalt im Freien. Deutsch, Englisch, Französisch. L. Spriegel. Druck von ß. Beck & Sohn, Wien, VIII. Herausgeber: Dr. Josef S. Bloch. — Verantwortlicher Redacteur: Robert Wolf. —