Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 16 (1899)
- Issue
- 7 (17.2.1899)
- Date
- 1899-02-17
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 144 Vr. Bloch'« Wochenschrift Nr. 7 L. D. Die Reden, die bei der Eröffnung des Nathhauskellers gehalten wurden, waren von dem „Hepp Hepp "-Ton frei. Es wäre vielleicht zu wünschen, das; die Berathungcn im Keller und die Libationen im Sitzungssaale stattffndcn. A. B. I. Der berühmte Wiener Kanzelredner Veit h war ein geborener Jude und hatte in seiner Jugend fleißig den Talmud stndirt. II. N e a n d e r, der berühmte Theologe, war gleichfalls ein geborener Jude. M. 91, (I. Bezirk). Es widerstrebt uns, das Privatleben einer Antisemitin zu beleuchten, selbst wenn diese sich in so widerlicher Weise der Judenhetze widmet, wie es die bewußte Dame thut. Arthur G. Die Nachricht des „Deutschen Volksblatt", daß Professor Schlesinger sich eine Zeitlang vom politischen Leben zurückzuziehen gedenkt, wird von den — Antisemiten mit inniger Freude begrüßt worden sein. A. H. Die Beträge, um die cs sich bei der Sparcasse in Kis-Czell handelt, sind unverhältnißmäßig größer als jene, von denen in der sattsam bekannten Mühldorfer-Affairc die Rede war. Principiell wird übrigens auch Herr B e r g a n i Ihnen Recht geben, daß man weder große noch kleine Beträge unterschlagen soll. Biswanger & Cie. in 9t,, David Rappaport in L. Abonnementsbetrag dankend erhalten. A. Zuerst hat das „Vaterland" dem „Deutschen Volksblatt", welches aus den Mittheilungen Z a w i e j s k i's über die unzulänglichen Sicherheitsvorkehrungen bei den Redouten für sich Reclame machen wollte, tüchtig auf die Finger geklopft. Nachdem Vergani von dieser Seite den Vorwurf gehört, er wolle einen „unchristlichen Rebach" aus der Sache für sich herausschlagen, machte K. H. Wolf die zerschmetternde Enthüllung, daß Zawiejski ein „Judenstämmling" sei! Die dicke Haut Bergan i's kann aber auch das aushalten. H. W. B. Der 14. Juni 1886 war nicht der 4., sondern der 11. Siwan. S. B. in Taborstraße 1. Geschafts-Boti;. Ein neuer Sparkochtopf. Eine Leserin schreibt uns: In Ihrem geschätzten Blatte wurde jüngst auf ein „Neuartiges Patent-Kochgeschirr" der Brüder Wohl in Wien, VI., Mittelgasse 22, aufmerksam gemacht. Ich schaffte mir einen solchen Patent-Topf an und constatirte, daß ich in 3 Wochen an Breun-Materiale so viel ersparte, als der Topf kostete. Zu diesem Vortheil der Verminderung des Fenerbedarfes gesellt sich beim Gebrauch des neuen Sparkochtopfes nun noch der Vorzug, daß die Speisen darin unter Dampf gekocht werden, daß sie erstens in der Hälfte der gewöhnlichen Zeit gar werden, ihre sonst durch den Dunst entweichenden Kraftstoffe zurückhaltcn und somit die Gerichte schmackhafter, ausgiebiger, kräftiger und bekömmlicher werden. In dem neuen Spar- oder Dampfkochtopf ist der Siedegrad schon nach 6 Minuten erreicht, und in dem sich bildenden im Topfe zurückgehaltenen Dampfe gelangen die Speisen mit einem Minimum von Feuer in kurzer Frist zur Fertigstellung und zu einem ganz besonderen Wohlgeschmack. Ignaz and Rosalia Wolf’sche Krankenonterstüizungs- Stiftung. Am 12. April d. J. gelangen die halbjährigen Interessen der obigen Stiftung an arme, hilfsbedürftige Kracke der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde zur Vertheilung. Die Bewerber haben ihre mit dem Armuths- und Krankheits-Zeugnisse belegten Gesuche in der Centralstelle für das Armenwesen der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde (I. Seitenstettengasse 4, 1. Stoek), woselbst auch während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Gesnchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, bis längstens 28. Februar 1899 zu überreichen. Gesuchsteller, welche ihre Verwandtschaft mit den Stiftern nachzuweisen in der Lage sind, geniessen unter gleichen Verhältnissen vor anderen Bewerbern den Vorzug. Das Curatorium der Ignaz und Rosalia Wölfischen Krankenuntersttitzungs-Stiftung. Suche für ein häuslich erzogenes, religiöses Mädchen, das eine Mitgift von fl. 2000 nebst schöner Ausstattung und Einrichtung erhält, einen religiösen Geschäftsmann oder Angestellten, wenn auch kein Vermögen, nur feinen Charakter, Witwer nicht ausgeschlossen. Gefl. Offerte unter „Glück Nr. 200“ an die Administration dieses Blattes. jso *Für ßin huhstßhßSt gebildetes, junges Mädchen, aus crur 41» UUUÖUWÖ, hochachtbarer jüdischer Familie, mit 8000 fl. Mitgift, wird ein junger, orthodoxer Mann mit sicherem Einkommen gesucht. Zuschriften erbeten unter rl.. K.« II/3, Stefaniestrasse, postlagernd (gegen Schein). ist Clara Krasnopolski’sclis Bebst- und." Stiftung. Am 15. April d. J., als dem Sterbetage des Herrn Mo:iz Krasaopolski, gelangen die halbjährigen Zinsen obgenannter Stiftung im Betrage von ö. W. fl. 62 unter mehrere Arme israelitischer Religion zur Vertheilung. Die Bewerber haben die mit dem Nachweise ihrer Armuth versehenen Gesuche bis 15. März d. J. im Secretariate der israelitischen Cultusgemeinde, I. Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst während der Amtsstunden von 9 -12 Uhr Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Arme Verwandte der Stifterin, Frau Clara Krasnopolski, werden in erster Linie berücksichtigt. Nannette Edle von Werthsimstein’sche Heiratsa usstattungs-Stiftung- Aus der von Herrn Sigmund Edlen von Wertheimstein zum bleibenden Andenken an seine Gattin Frau Nannette Edle von Wertheimstein begründeten Heiratsausstattungsstiftung für arme israelitische Mädchen ist für das laufende Jahr ein Zinsenbetrag von 150 fl. zu verleihen. Zu diesem Stipendium sind zunächst Mädchen aus der Verwandtschaft der Frau Nannette Edlen von Wertheimstein, bei deren Abgang Mädchen aus der Verwandtschaft des Stifters, endlich in Ermangelung auch dieser Mädchen aus der israelitischen Cultusgemeinde in Wien berufen. Die Gesuche sind mit dem Geburtsscheine* dem Sitten- und Armuthszeugnisse, dem Nachweise, dass Petentin sich Im Brautstande befinde, und wenn das Vorzugsrecht der Verwandtschaft geltend gemacht wird, auch mit dem diese Verwandtschaft nachweisenden, mit den Geburts- und Trauungsscheinen belegten Stammbaume bis 28. Februar 1899 im Eiureichungsprotokolle der israel. Cultusgemeinde (I., Seitenstettengasse 4, I. Stock) zu überreichen, woselbst Gesnchsblanquette unentgeltlich während der Amtsstunden (y—12 Uhr Vormittag) erhältlich sind. Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Coaa.cu.xs. Zam Zwecke der Verleihung des Stipendiums aus der Eheleute Ignatz und Nannette Finkelstein’schen Stiftung an einen israelitischen Hörer der technischen Hochschule für die Dauer seiner Studien wird hiemit der Concurs ausgeschrieben. Dieses Stipendium im jährlichen Betrage von 200 fl., zahlbar in halbjährigen Raten, wird in erster Reihe einem ordentlichen Hörer der technischen Hochschule ertheilt werden, der seine Verwandtschaft mit dem Stifter, dem sei. Ignatz Finkeistein oder dessen Frau Nannette Finkeistein geh. Brunstein nachweisen wird, jn Ermangelung jedoch solcher Competenten einem nach Lemberg zuständigen Hörer der Lemberger Polytechnik, wobei gewesene Zöglinge der iseaelitischen Waisenanstalt in Lemberg das Vorzugsrecht haben, schliesslich in Ermangelung auch solcher Competenten einem aus Galizien stammenden Hörer irgend einer technischen Hochschule, wobei die zur Gemeinde Lemberg Zuständi ge das Vorzugsrecht haben. Die Bewerber haben ihre ungestempelten, mit den obgezeichneten Belegen, wie auch mit dem Armuths-, Moralitäts- und gutem Fortgangszeugnisse im Studium versehenen Gesuche längstens bis zum 10. März 1899 in der israelitischen Cultusgemeindekanziei In Lemberg zu überreichen. Lemberg, den 5. Februar 1899. 177 Zur gefälligen Beachtung. Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnrmrntsgrbühr im Rückstände find, dir zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälltst honvrirrn ru wollen. Die Administration. Herausgeber: Dr. Josef S. Bloch. — Verantwortlicher Redacteur: Robert Wolf. — Druck von L» Deck & Sohn, Wien VIIL