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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1899-02-10 · 6 (10.2.1899) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
16 (1899)
Issue
6 (10.2.1899)
Date
1899-02-10
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Sette 124 Vr. Vloch's IVochrnschrist Nr. 6 Arthur B. Mechaniker Schneider hat in der That noch Wemanden geklagt. Nicht einmal die Antisemitenführer Cornelius Vetter, Buschen Hagen u. s. w. u. s. w., die ihn öffentlich mit den Kosenamen „Schuft", „Schurke" rc. beehrten. Albert M. Wenn Stöcker im deutschen Reichstag fordert, daß man Socialdemokraten von den Aemtern ausschließe, dann dürfte man wohl mit mehr Recht diese Forderung hinsichtlich der radicalen Antisemiten aufstellen, deren destructive, anarchistische Tendenzen zweifellos sind. X* Zj. Z. Mit den Reden, die Dr. Lueger anläßlich des Banketts der Handelskammer hielt, hätte er, wenn Vernunft und Logik etwas Geltung besäßen, d a s T i s ch t u ch z w i s ch e n sich und den Antisemiten für immer zerrissen. Aber freilich, Vernunft und Logik such in Men dermalen zur Disposition gestellt. B. S. i« W. Der reichste Mann Australiens, James Tyson, der jetzt gestorben ist, ist nicht Jude. .Herrn Adolf 91. in P. Ein koscheres Automaten-Restanrant existirt in Wien noch nicht. Wir halten mit Ihnen die Idee, ein solches an geeigneten Posten zu errichten, für lebensfähig. Setzen Sie sich nur diesbezüglich mit einer großen Selchwaaren-Fabrik, wie Sie solche im Annoncentheile unseres Blattes angezeigt finden, in Verbindung. Otto Kohu, Weitenttebitsch: Der 4. März 1886 war Donnerstag, den 27. Adar 5646. M. R. Anonyme Zuschriften tverden nicht beantwortet. L. in M. Schreiben Sie direct nach Paris. I. B. S. Der 7. Juni 1886 war Montag, den 4. Jjar 5646; demnach ist die Bar mizwa Freitag, den 14. April und ist die Haphtara IL Könige VII, 3 — Schluß. Reizes I. Existirt keines. .Heinrich Scharf in St. Der 13. März fällt auf Montag, den 2. Nisan. Maftir ist von Sabbath-hachodesch. Geschäfts-Notiz. Die stimmberechtigten Herren Actionäre der niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft werden hiemit zu der am 25. Februar d. I. um 6 Uhr Abends im Gebäude der Gesellschaft, Freiung Nr. 8, stattfindenden XLVI. ordentlichen Generalversammlung eingeladen, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen werden: 1. Vortrag des Rechenschafts-Berichtes des Verwaltungsrathes und Vorlage des Bilanz-Abschlusses pro 1898. 2. Berichterstattung des Revisions-Ausschusses über den Rechnungs-Abschluß des Jahres 1898. 3. Beschlußfaffung über die Verwendung des Reinerträgnisses des Jahres 1898. 4. Wahl von Mitgliedern des Verwaltungsrathes. 5. Wahl von vier Mitgliedern in den Revisions-Ausschuß zur Prüfung der Rechnungs-Abschlüsse des Jahres 1899. (§ 46 der Statuten.) Aufforderung zu einem Rettungsacie. Dieser gilt in wörtlicher Bedeutung einem Familienvatei, der in Folge langer Fostenlosigkeit sich in grösster Nothlage -befindet und in das gefährliche Stadium des Verzweifelns gerathen ist. Derselbe wäre vermöge seiner Antecedentien und seiner Intelligenz als Sollicitator, Eincassierer, Magazineur, Commis (besonders Tachbranche) etc. zu verwenden, aber auch bereit, als Diener, Hausknecht einzutreten, um nur wieder Brot und Dach zu finden. — Menschenfreundlicher Theilnahme gewärtig und zu jeder Auskunft erbötig F. Mautner, G. städt. Bürgerschul-Director Wien, 8. Februar 1899. II., Leopoldsgasse 3 Kundmachung. Von Seite der Cultusgemeinde wird verlautbart, dass die nächsten Prüfungen für die Candidaten des israelitischen Religionslehramtes an Volks- und Bürgerschulen in Wien am 28. und 29. März 1899 um 9 Uhr Vormittags im Sitzungsaale der Cultusgemeinde L, Seitenstettengasse 4, II. Stock, stattfinden werden. Die Prüfungsgegenstände sind in den Approbationsbestimmungen dto. 11. Februar 1894, Z. 71, bezeichnet. Entsprechend belegte Gesuche unter Anschluss eines Curriculum vitae sind im Einreichungsprotokolle der Cultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, bis 8. März 1899 zu überreichen. Wien, im Februar 1899. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Pri vatisten prüfu ng ans der israelitischen Religion -für Schüler und Schülerinnen der Volks- und Bürgerschulen. Jene Schüler und Schülerinnen, welche Privat-Religioisunterricht erhalten, haben sich am Ende des II. Quartales, wenn sie entweder keine Schule besuchen, oder eine solche, an welcher kein interner Religionsunterricht ertheiit wird, behufs Ablegung der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung, je nach ihrem Wohnorte an einer der nachstehenden Stellen zur Prüfung zu melden: Für die Bezirke I., II. und XI.: Dienstag den 14. Februar d. J. von 4 bis 5 Uhr Nachmittags in der Central-Religionsschule, I., Seitenstettengasse 4; für die Bezirke III. bis incl. X. und XIX.: Jeden Donnerstag des Monates Februar von 1 bis ^3 Uhr Nachmittags in der Central-Religionsschule, I., Seitenstettengasse 4; für die Bezirke XII. bis XV.: Donnerstag den 2. März und Montag den 6. März von 4 bis 6 Uhr Nachmittags in der Kanzlei der Cultusgemeinde, XV., Turnergasse 22; für die Bezirke XVI. und XVII.: Sonntag den 26. Februar d. J., um 2 Uhr Nachmittags, in der Kanzlei der Cultusgemeinde, XVI, Hubergasse 8; für den XVIII. Bezirk: Sonntag den 19. Februar d J., 11 Uhr Vormittags, in der Kanzlei der Cultusgemeinde, XVIII., Schoppenhauerstrasse 39. WIEN, im Februar 1899. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Josef und Gecilie Adler-Stiftung fir Arme. Am 28. April 1899 gelangen bei der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde die halbjährigen Zinsen der obigen Stiftung in Beträgen von 20 bis 30 Gulden an arme Personen israelitischer Religion behufs Bezahlung der Wohnungsmiethe zur Vertheilung. Die Bewerber haben die mit dem Nachweise ihrer Armuth versehenen Gesuche bis 28. Februar 1699 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde (I. Seitenstettengasse 4, I. Stock) von 9—12 Uhr Vormittags zu überreichen. Auf später einlangende Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Arme Verwandte der Stifterin, Frau Cecilie Adler, sodann Witwen mit unversorgten Kindern, ältere hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, endlich dem Lehrfachs angehörige Personen werden in erster Linie berücksichtigt, Gesuchsblanquette sind in der Kanzlei I. Seitenstettengasse Nr. 4, I. Stock, während der Amtsstunden von 9—12 Uhr unentgeltlich zu beheben. Elise S- A. Gerson’sche Heiratsausstattungs-Widmung. Aus den Erträgnissen der obgenannten Widmung gelangt in der Zeit zwischen dem 1.—14.Siwan (10.—23. Mai 1899) ein Platz im Betrage von ö. W. fl. 400 an ein sephardisch Israelitisches Brautpaar zur Vertheilung. Laut den Bestimmungen der Widmung soll der Bräutigam in Alter von höchstens 30 Jahren stehen und die Braut ungefähr 20 Jahre alt sein. Das einschreitende Brautpaar hat nachzuweisen: 1. dass es dem sephardiseh israelitischen Ritus angehört, 2. die stattgefundene Verlobung, 3. das den Bedingungen der Widmung entsprechende Alter, 4. die moralische und religiöse Lebensführung, 5. die Armuth beider Theile. Die mit den angeführten Beilagen versehenen Gesuche sind bis längstens 28. Februar 1899 im Einreichungs-Piotokolle der israelitischen Cultusgemeinde Wien (I. Seitenstettengasse 4, I. Stock) zu überreichen. Auf den angegebenen Erfordernissen nicht entsprechende oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Gesuchsblanquette werden im Einreichungs-Protokolle unentgeltlich ausgefolgt. Wien, am 15. Februar 1899. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Wien. Zur gefälligen Beachtung. Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der AbonnementsgebüHr im Rückstände find, dir zur Einhebung derselben von uns versendeten Postausträge gefälligst honoriren zu wollen. Dir Administration. Herausgeber: Tr. Josef S. Bloch. — Verantwortlicher Nedacteur: Robert Wolf. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien VHI.

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