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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1898-12-09 · 49 (9.12.1898) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
15 (1898)
Issue
49 (9.12.1898)
Date
1898-12-09
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 892 Dr. Bloch's Wochenfchrifk. Nr. 49 unter der Leitung des wohlverdienten Handelsgerichtsbeisitzers Herrn Ludwig Black, vertheilte 200 Metercentner Kohle an Arme. In Lrchtenstadt bei Carlsbad fand Freitag den 2. December l. I., um IO Uhr Vormittags, im festlich geschmückten Tempel ein Festgottesdienst statt. Die gesammte israelitische Schuljugend, der Cultusvorstand, sowie zahlreiche Mitglieder der Gemeinde erschienen im Festgewande. Eingeleitet wurde die Feier mit dem Vortrag eines Psalms. Hierauf schilderte Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Sigmund Beinkeles in einer patriotischen Festrede die hohe Bedeutung des Tages, nach welcher das Kaisergebet gesprochen wurde. Mit der Absingung zweier patriotischer Lieder und der Volkshymne durch die Schuljugend schloß die erhebende Feier. Eywarrowitz. Am 2. December, 4 Uhr Nachmittags, fand in unserem festlich beleuchteten Gotteshause eine weihevolle Feier statt. Unter Führung ihres langjährigen Cultusvorstehers Herrn Alois Loebl erschien der vollzählige Cultusvorstand, die Schuljugend mit ihrem Leiter Herrn Neumann, ebenso die ganze Gemeinde. — Unser ehrwürdiger Bezirksrabbiner Herr Eißler hielt eine schwungvolle Festpredigt. Vorher wurden noch im Schulhaus sämmtliche Schulkinder mit Bildern des Kaisers betheilt und ihnen die Bedeutung dieses Festtages erklärt. Wilhelmsburg. Freitag den 2. December 1898 um halb 4 Uhr Nachmittags fand im hiesigen israelitischen Bethaus ein. feierlicher Festgottesdienst statt. Ein zahlreiches Publicum, darunter der hiesige Lehrkörper, wohnte der Feierlichkeit bei, welche in der würdigsten Weise verlies. Der Religionslehrer Herr Josef Löwinger hielt eine patriotische Festrede. Der Commentar hierüber, den er mit beredten Worten seinen Zöglingen zu.Herzen führte, war ergreifend, indem er den Satz des weisen Königs Salomo erläuterte. Auch gedachte er in seiner Rede des edlen Thun und Lassen wie der wahrer: Toleranz der Kaiserin. Am 2. December l. I., Vormittags, fand auch die Einweihung der hiesigen Kaiser Franz Josefs- Jubiläums-Volksschule statt. Mähr.-Auffee, 2. Dec. Um 11 Uhr Vormittags fand in der hiesigen Synagoge bei zahlreicher Vetheiligung der Bevölkerung, insbesondere des gesummten Ausschusses der Stadtgemeinde, des Lehrkörpers mit der Schuljugend und der vollständigen Corporationen der Gewerbegenossenschaft, Gendarmerie und Veteranen der Festgottesdienst zu Ehren des 30jährigen Jubiläums Sr. Majestät des Kaisers statt. Bei der um halb 5 Uhr durch Se. Ehrwürden Doctor Moriz Emil Proßnitz abgehaltenen Festrede sanden sich die Honoratioren der Stadtgemeinde ein. Nach der patriotischen Ansprache verrichtete Herr Rabbiner Dr. Em. M. Proßnitz noch ein inhaltvolles Gebet für ' Sc. Majestät, worauf die 1J. T. Gäste unter tiefem Eindruck der Festrede das Gotteshaus verließen. Nadnitz. Tie hiesige Cultusgemeinde sandte eine Huldigungsdeputation, bestehend aus dem Rabbiner A. Stein, 'Vorstandstellvertreter Katz und Cassier Wollner an die k. k. Bezirkshauptmanuschaft Rokyhan und veranstaltete Samstag den 3. d. M. eine solenne Festfeier im hiesigen prächtig decorirten Tempel, bei welcher ein Chor hiesiger Damen mit Harmoniumbegleitung mehrere auf die Feier des Tages bezughabende Psalmen sangen und Rabbiner A. Stein die Festrede hielt mit Zugrundelegung des Textes V. B. M. Cap. 17, V. 14—10, 18—20, des sogenannten Königsgesetzes. In Holleschau war am Vorabend — den 1. December -- die ganze Jsraeliten-Stadtgemeinde beflaggt und illuminirt. Der eigentliche Festtag wurde durch eine erhebende Schulfeier eingeleitct, deren Glanzpunkt die Festrede des Herrn Oberlehrers S. Hönig war, woraus die Bekleidung von 29 armen Schulkindern vorgenommen wurde. Freitag Nachmittags 3 Uhr fand die Tccorirung von 14 alten Soldaten statt, die mehrere Feldzüge mitgemacht haben und bereits mehrfach ausgezeichnet sind, wobei Herr Bürgermeister Salonwn Zwillinger eine an Form und Inhalt gleich vollendete Ansprache hielt. Um halb 4 Uhr Nachmittags fand die Festfeier der Cultusgemeinde in der neuen Synagoge welcher die Spitzen der Behörden, der k. k. Bezirkshauptmannschaft, des k. k. Bezirksgerichtes und Steueramtes beiwohnten. Die Festrede Sr. Chrwürden des Herrn Rabbiners Dr. I. Freimann, welcher als k. k. Feldprediger die Jubiläums-Medaille trug, war von mächtiger Wirkung. Zum Andenken an dieser: Tag wurde eine Kaiser-Jubiläumsftistung für Reconvalescente im Betrage von 2000 Kronen errichtet. Eine namhafte Kinderbekleidungsstiftung machte aus gleichem Anlaß Herr Adolf Fried. Der Obmann des Ortsschulrathes Herr Karl Beer spendete für jedes Schulkind am Jubilänmstag ein Päckchen Backwerk. Patzau. Am 2. December um 3 Uhr Nachmittags fand im hiesigen festlich beleuchteten Tempel ein feierlicher Gottesdienst statt, welchem der Gesammtvorstand sowie Gemeindemitglieder und Schuljugend beiwohnten. Nachdem Herr Cantor Heinrich Kühner einige Festpsalmen in erhebender Weise vortrug, hielt Religionslehrer Herr Leopold Weil die Festrede. Nach Absingung der Volkshymne vom Chor schloß die schöne Feier. Prerau. Zum Festgottesdienst erschienen in den: in allen seinen Rä::n:en gefüllten Gotteshaus auch die Spitzen der hohen Behörden, Vertreter des Officierscorps und zahlreiche Bürger der Stadt. Der Rabbiner Herr Dr. Jacob Tauber hielt eine begeisterte Festrede. Vom Vorstand der Cultusgemeinde wurden auch arme Schulkinder bekleidet und den Armen reichlich Gaben gereicht. Kanitz. Anläßlich des Jubelfestes des Kaisers fand an: 2. December, Vormittags 11 Uhr, in unseren: altehrwürdigen Tempel unter Betheiligung vieler Honoratioren, Gemeindemitglieder und der Schuljugend ein erhebender Festgottesdienst statt. Unter den Aruvesenden bemerkte n:an: Herrn Cultusvorsteher Brunner mit dem Gesammtausschuß, Herrn Bürgermeister Fischer mit dem Gesammtausschuß, Herrn Bürgermeister M o s s i g mit einem großen Theil des Ausschusses der Stadtgemeinde ::. A. Den Glanzpunkt des schönen Gottesdienstes bot die Festrede unseres verehrten Rabbiners Dr. H. Flesch. In seiner Rede verstand er es, das fünfzigjährige Wirken des Regenten in zündenden Worten zu schildern und für Kaiser und Vaterland zu begeistern. Nach vollendeter Rede verrichtete Rabbiner Dr. Flesch vor offener Bundeslade ein Gebet für den Jubelkaiser, das Kaiserhaus und das Vaterland. Die cantoralen Functionen versah Herr Cantor Laub in wirkungsvoller Weise. Proßnitz. Donnerstag den 1. d. M. um 4 Uhr Nachmittags fand in unserem Tempel ein Festgottesdienst statt, welchen: sämmtliche hier garnisonirenden Ofsiciere, die politischen und Civilbehörden, die Stadträthe mit den: Bürgermeister und Vice-Bürgermeister, die Veteranen und die truerwehr beiwohnten. Nachdem Obercantor Herr Isidor u n e m o w i tz die Feier eingeleitethatte, hielt Rabbiner Dr. Goldschmied eine begeisterte Rede. Die Judengaffe war prunkvoll decorirt und hell beleuchtet. In Jungbunzlau fand Donnerstag den 1. December, Abends, im hiesigen israelitischen Tempel rin feierlicher Gottesdienst statt. Aus diesem Anlaß war derselbe in allen seinen Räumen prachtvoll decorirt und brillant erleuchtet, über der Bundeslade prangte der Reichsadler und vor der Kanzel strahlte die lebensgroße vergoldete Büste des geliebten Kaisers. Mit dem eierlichen LlL-taurvn-.Gesang und mit dem vom Obercantor rccitirten 21. Psalm begann der Gottesdienst, worauf der Rabbiner Herr Dr. Klotz die Kanzel stieg und in einer Festrede den geliebten Landesfürsten als wahrhaft constitutionellen und liberalen Monarchen, als Förderer der Kunst, der Wissenschaft und Industrie, als Schätzer der Menschheit und als frommen und friedliebenden Fürsten schilderte. Mit einem innigen Gebet für die lange Lebensdauer und das Wohl des Monarchen und mit dem Absingen der Volkshymne schloß dieser Gottesdienst. Sichtlich ergriffen von dieser erhebenden Feier verließen dann die geladenen Gäste, darunter die sämmtlichen Spitzen der hiesigen k. k. Behörden, sowie viele höhere Ofsiciere das Gotteshaus. — Auch namhafte Wohltbätigkeitsacte schließen sich d eser Feier an. So svendete der hiesige Talmud-Thora- Verein 3000 fl zu einem Fond, d.ffen Nutzgenuß der armen Schuljugend zustatten kommen soll; zablreiche-arme Kinder werden mit Winterkleidung versorgt und die israelitischen Ortsarmen mit Geldbeträgen unterstützt. Als Souvenir an dieses Jubelfest erhält jedes Kind der israelitischen Schule eine vaterländische Festschrift und jeder Angestellte in der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde wird mit Jubiläumsducaten bedacht. J. H. Schüttcnhofcn. Im hiesigen Tempel fand am 2. December ein feierlicher Festgottesdienst statt. Den Mittelpunkt desselben bildete die schwungvolle Rede unseres Rabbiners, des Herrn Dr. Wohlstein. Ausgehend von einem Wort Jesaias, entrollte er ein Bild der segensreichen

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