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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1898-06-03 · 22 (3.6.1898) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
15 (1898)
Issue
22 (3.6.1898)
Date
1898-06-03
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 48« Dr. Bloch's Wockenfchrisi Nr. 22 worben und erspart, daß ich so lauge leben kann, bis ich drüben iu Ungarn einen ehrlichen Erwerb gefunden." „Dann sehen wir uns noch morgen Früh," sprach Veit Weritsch, „ich glaube, wir, ich und meine Kinder, werden heute Nacht nicht allzuviel schlafen — morgen Früh treffen wir uns vor dem Dorfe auf der Straße, die nach Ungarn führt." (Fortsetzung folgt.) Neue Bücher. Entwicklungsgefchichte des israelitisch e n Tempelvereines für den X. Gemeindebezirk Favoriten in Wien bis zur Errichtung des Tempels in der Humboldtgasse Nr. 27. 1860—1898. Vom Verfaffer Joel Brandwein er. Wien 1898. Denkschrift über die Gründung und Thatigkeit des Vereines „Fraueuhort", israelitischer Frauen-Wohlthätigkeitsverein für den Bezirk Alsergrund in Wien. Herausgegeben vom Vereine anläßlich des 50jährigen Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef L, verfaßt von Rosa Feigenbaum, Schriftführerin des Vereines. Wien 1897, Verlag des Vereines „Frauenhort". Freie Vereinigung für die Int er eff cn des orthodoxen Judenthums. Mittheilungen an die Vereinsmitglieder. Herausgegeben von dem gesch'äftsführenden Ausschüsse Nr. 9, April 1898 — Nissan 5658. Rabbiner Dr. Frank: Fe st rede zum Verbandstag und zur Chanukafeier des Vereines für jüdische Geschichte und Literatur in Berlin am 26. December 1897. Druck von Rudolf Masse in Berlin. P. R. O'Wickedone: Emporgepeitscht. Zürich 1898. Verlagsmagazin I. Schabelitz. Dr. Adolf Kurrein: Bibel und Heidenthum, Heidenbekehrung. Eine Studie. 1898. Verlag von I. Kaufmann in Frankfurt a. M. Das Neschomoh-(Seelen)Licht. Eine Abhandlung. 1898. Verlag von I. Kaufmann, Frankfurt a. M. Druck von Adolf Löwy in Bilin. Max Weißberg: Die neuhebräische Aufklärungsliteratur in Galizien. Äne literarhistorische Charakteristik. Leipzig und Wien 1898. M. Breitenstein's Verlags-Buchhandlung, Wien, IX., Währingerstraße 5. Dr. Heinrich Kiesler: Judenthum und moderner Zionismus. Ein Verständigungsversuch. Leipzig und Wien 1897. M. Breitenstein's Verlags-Buchhandlung, Wien, IX., Währingerstraße 5. Dr. Med. Ludwig Löweuftein. Trier. Die Beschneidung im Lichte der heutigen medicinischen Wissenschaft, mit Berücksichtigung ihrer geschichtlichen und unter Würdigung ihrer religiösen Bedeutung. (Sonderabdruck aus dem Archiv für klinische Chirurgie, Band 54, Heft 4.) Trier, Commiffionsverlag von Heinrich Stephanus, 1897. Dr. P. Münz, Arzt in Nürnberg. Ueber die Vortheile der rituellen Beschneidung. Separatabdruck aus der Münchener Medic. Wochenschrift Nummer 9, 1898. (Verlag von I. F. Lehmann in München.) Rabbiner Dr. Ad. Frankl-Grün. Geschichte der Juden in Kremsier mit Rücksicht auf die Nachbargemeinden. Nach Originalurkunden H. Theil 1848—1698. Commissionsverlag von I. Kaufmann, Frankfurt a. M. 1898. Druck von Adolf Alkalay, Preßburg. Briefkasten. Przenrysl. „Correspondent L." In einer Stadt, wo auf einen Civilisten fünf Soldaten kommen, genießt die Sicherheit der Person und des Eigenthums keinerlei Schutz, insofern es sich um arme Juden und ihre Habseligkeiten handelt. Prag. „E—r." Die „Marienbader Zeitung" meldet, daß Schönerer das Gut Neuzedlisch gekauft und somit unter dre deutschböhmischen Grundbesitzer gegangen wäre. Der Mann läßt sich's eben was kosten uud bringt seiner Ueberzeugung die größten Opfer. Triest. „Ein jüdischer Assekuranzbeamter." Das „Deutsche Volksblatt" vom 24. Mar macht sich über den Generalgewaltigen der Riunioiie Adriatica di Sicurtä Namens Neumann lustig, der angeblich keine Juden! mehr' anstellen will in der Wiener Filiale. Zuerst wird ein Wiener Finanzblatt citirt, dann folgt die Erläuterung: „Wir glauben schwerlich, daß Herr Hersch-Neumann damit einen anderen Effect erzielt, als sich und die jüdische Gesellschaft, die er repräsentirt, einfach lächerlich zu machen. Was bei dem jüdischen Parvenü jeden rechtlich denkenden Menschen am meisten indigniren muß, ist die Thatsache, daß er bei Besetzung hoher Stellen den zwei jüdischen Beamten in der Wiener Filiale, obwohl sie notorisch zu den Capacitäten auf dem Affecuranzgebiete zählen, minderfähige Christen vorgezogen hat und das geschah aus dem einfachen, niedrigen Geschäftskniffe, um der Wiener Filiale der jüdischen Triest er Gesellschaft ein „christliches Gepräge zu geben." — Sticht schlecht! Der „Riunione" wird wegen ihrer christlichen Agenten zwar Niemand glauben, daß sie ein christliches Unternehmen ist, immerhin zeigt es aber für die wachsende Macht der antisemitischen Bewegung, daß auch solche Gesellschaften Christen anstellen müssen, weil sie nur so hoffen, ein Geschäft zu — machen. (D. V.) Lemberg, I. W—d. Unter der Spitzmarke „Von Juden geknechtete Erfinder" läßt sich Ehren-Vergani folgenden Blödsinn aus Ihrer Stadt berichten: Der Name des Erfinders Szczepanik ist jetzt in ganz Europa bekannt. Unbekannt ist jedoch der Umstand, daß dieser talentvolle junge Mann ganz in jüdische Sclaverei gerieth (!) und sein bestes Können und Wissen zum Nutzen einiger Juden verwerthen muß. Einige jüdische Banguiers, die ein paar miserable tausend Gulden vorgestreckt haben, bevor er ein berühmter Mensch geworden ist, haben mit ihm einen Vertrag abgeschlossen, kraft dessenersich ganzin ihrerMachtbefindet. Sie haben eine förmliche Curatel über ihn verhängt, bewachen ihn auf Schritt und Tritt, sie disponiren über seine Zeit und feine Arbeit. Seine Arbeit gehört ganz den Juden, er hat nur 50 Perccnt vom reinen Nutzen zugesichert. Die Juden verfügen auch über die Art und Weise, wie die Erfindungen Szczepanik's in die Welt lancirt werden sollen, wobei sie natürlich nicht das Interesse der Wissenschaft, sondern nur das Interesse des eigenen Geldsackes vor Augen haben. Wien „Leo«'. Diese Aufführungen im Rathhaushofe sind rein clerical-jesuitische Veranstaltungen und von ihrem Besuche wäre unseren Glaubensgenossen nur ernstlich abzurathen. — In Calderon's Auto „Der Ruhm Oesterreichs" findet sich eine Scene, in welcher Freidonk, der Bauer, den Kaiser Maximilian fragt, „was er wohl sein möchte, Aehre, Rebe oder Palme?" Der entgegnet: „Schlechte Hoffnung trägt Deine Palme, denn sie gibt die Frucht nie Jenem, der sie pflanzt, nein, erst den Enkeln. Hebräische Hoffnung mag man solches nennen." Die Censur hat nun den letzten Satz gestrichen. Darob ärgern sich die Schwarzen und meinen, das wäre blos aus purer Judenfteundlichkeit geschehen. Uns ist das völlig gleich. Wir sind gar nicht so empfindlich! Podersam. Dr. Max Falk gehört nicht mehr der jüdischen Religion an. Kaufmännischer Club in Nadautz. Lose nicht gezogen. Krinec. Nein, das ist nicht gestattet. Für ein sympathisches, hübsches, junges Mädchen aus hochachtbarer, religiöser israelitischer Familie mit einer Mitgift von 20.000 Kronen wird entsprechende SW~~ Partie gesucht. Gefällige Correspondenzen sub. J. 8 5227 befördert die Expedition des „Berliner Tagblatt“, Berlin 8. W. Hochzeits-Geschenke in echt Silber und Chinasilber . Service, Tafelaufsätze, Jafdinieres, Girandols, Essbestecke, Pokale, Thorabehänge etc. etc. in prachtvoller phantasiereicher Ausführung zu reellen Fabrikspreisen, -Brüder Goldmann I „Zur Brillantenkönigin“ Wien, I., Adlergasse Nr. 3. Hr Wien, I., Adlergasse Nr. 3. Hr Coneurs Bei der Filiale der israelitischen Cultusgemeinde Piesting in Zlabings ist die Stelle eines Kantors, Kore und Schochet der zugleich geprüfter Beligionslehrer sein muss, sofort zu besetzen. Gehalt fl. 500 nebst freier Wohnung und Beheizung, sowie den üblichen Emolumenten. ftecwsgefier tu veraotw. Redaeteur: Dr. Josef «. «loch. - Druck v. L. »eck & Sohn, Wien, VIII., Lercheufelderstr. 48,

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