Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 15 (1898)
- Issue
- 20 (20.5.1898)
- Date
- 1898-05-20
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 400 Dr. Block)'s Wochenschrift Nr. 20 Amerika ist ihr Werk und das der Börsejudcu, die daraus Vortheil gewinnen wollen. Eine Folge davon ist die Steigerung der Getreidepreise. Dieselbe ist eine künstliche. Der Bauer hat nichts von ihr, denn die, die das Getreide haben, sind die.Körndljnden. Wenn man deshalb radical Vorgehen wollte, müßte man in Europa, Afrika, Amerika, Asien, Australien und auch am Nordpol alle diese Leute am Halse unangenehm hehandeln." (Heiterkeit und Beifall.) Ein alter Jurist. Ihre Bemerkung trifft vollständig zu. Der Gerichtssaal-Reporter des „Deutschen Volksblatt" kritisirt das freisprechende Verdict der Wiener Geschwornen im Falle Kindesmord der Antonia Krllla in sehr sonderbarer Weise, wenn er sagt: „Obwohl keine ethischen Momente Vorlagen, nahm die Jury doch Sinnesverwirrung an." Was die Ethik mit der „Sinnesverwirrung" zu schaffen hat, fragen Sie — und wir auch?! M. Jaukl in Neuofen. Anrwnce kostet fünfmal fl. 5' , zehnmal fl. 8'—. Wir nennen Ihnen das Antiquariat Eh. Lippe, II., Praterstraße 13, und R. Löwit, I., Rothenthurmstraße 22. S. Kz. Darüber können wir Ihnen blos mündlich die gewünschte Auskunft ertheilen. Sigm. Jellinek, Religionslehrer in Mährisch-Weißkirchen. Beide Lesearten sind richtig. Wie». Anläßlich der bevorstehenden Umzüge in die Sommerfrischen bringt die Oesterreichische Omnibus-Gesellschaft ihr umfangreiches Möbeltransport- und Schwerfuhrwerks geschäft in Erinnerung. Gleichzeitig wird darauf aufmerksam gemacht, daß die genannte Gesellschaft in ihren Bureaux I., Rothenthurmstraße 2123 II. Stock Bestellungen auf Lohn- und Gelegenheitsfuhrwerk (Monatswagen), sowie Trauerfuhrwerk (Landauer, Coupes und Leichenomnibusse) zu mäßigen Preisen entgegennimmt. Milde Stiftung des Herrn Michael Cohen da Silva- Der Vorstand der hiesigen israelitischen Caltusgemeinde bringt hiemit zur Kenntniss, dass aus den Zmsen der oben genannten Stiftung für israelitische Handwerker zu ihrer Etabliruug ein Stiftplatz per fl. 400 zur Verleihung gelangt. Die Bewerber haben ihre mit den Geburts- und Heimatsscheine, dem Nachweise über verbrachte Lehr- und Gesellenzeit (Wanderjahre) und der entsprochenen Wehrpflicht versehenen Gesuche bis 31. Mai 8898 in dem Einreichungsprotokolle der Caltusgemeinde (I, Seitenstettengasse 4, 1. Stock) zwischen 9 und 12 Uhr Vormittag einzureichen. Gesuchsblanquette sind in dem Einreichungsprotokolle unentgeltlich zu beheben. Auf nicht gehörig belegte Gesuche wird gar keine Rücksicht genommen. WIEN, am 1. Hai 1898. D0I* Voi*stand der israelitischen Caltusgemeinde Wien Hermann Mayländer'sche Heiratsausstattungs-Stiftung. ».Israelitische Allianz zu Wien.'* Der Verein bezweckt: 1. die Volkserziehung bei den Israeliten durch Errichtung oder Unterstützung von Schulen und durch andere geeignete Mittel zu fördern; 2. Israeliten, wo sie ihres Glaubens wegen zu leiden haben, eine wirksame Stütze zu bieten. . Durch Leistnng eines Jahresbeitrages von mindestens drei flö. W. wird man ordentliches, durch einmalige Zahlung von Hundert fl. ö. W* lebenslängliches Mitglied des Vereines. Anmeldungen zum Beitritt werden erbeten unter der Adresse: Israelitische Allianz zu Wien“ I., Weihburggasse IO, I Stock. “k Hochzeits-Geschenke in echt Silber und Chinasilber Service, Tafelaufsätze; Jardinieres, Girandols, Essbestecke, Pokale, Tborabehänge etc. etc. in 'prachtvoller phantasiereicher Ausführung zu reellen Fabrikpreisen. Brüder Goldmann „Zur Brillantenkönigin“ jj Wien, I., Adlergasse Nr. 3. UW G ©legenheitskauf! Prof. J. Fürst*» iil. 8 Bücher Moses mit Urtext, vorzügl. vehersetzung in deutscher Schrift, vielen Erklärungen und 223 Bildern, in Praehtband statt für fl. 8.50 für nur Ü. 3.50 so länge der Vorrath reicht. Wwe. Marie Kauders isr. Kochbuch Ausgezeichnet auf der unter dem Protectorate Ihrer Majestät der Kaiserin stehenden II. Internat. Kochkunst - Ausstellung 1898 in Wien, brach. 70 kr., gebunden 80 kr. mit Zusendung 5 kr. mehr. Postversendn» gen erfolgen sofort nach Erhalt des Betrages. Eigenthum und Verlag von Samuel W. Pascheies, Prag, Zeltn erfasse Nr. 4. Reine und schöne Zimmer und Betten per Tag und Monat zu vermiethen. Coneurs. Vom israelitischen Cultnsvorstande Pilsen werden hiemit zwei Stipendien ä fl. 140 der Heiratsausstattangsstiftung nach dem am 18. November 1863 in Pilsen verstorbenen Hermann Mayiänder ausgeschrieben. Anspruch auf dieses Stipendium haben diejenigen Kinder und Erbfolger mosaischer Religion der nachbenannten Schwestern des Stifters ohne Unterschied des Geschlechtes, welche in der Zeit vom 1. Jänner 1897-tin den Ehestand getreten sind oder bis znm 31. December 1898 in den Ehestand treten werden, u. zw. a) Hanna Mayiänder, verehelichte Feigl, in Königsberg; b) Rickl (Regina) Mayiänder, verehelichte Baruch in König» - wart, respective deren Tochter Esther, verehelichte Wallach, in Freistadt a. d. W. in Ungarn und deren Sohn Emanuel Baruch respective dessen Tochter Elisabeth in Wien; c) Minna Ha.länder, verehelichte Feigl in Schönbach. Bewerber haben ihre Gesuche mit den Nachweisen über Abstammung, Religionsbekenntniss, Vermögensverhältnisse und Ebeschliessung, beziehungsweise Verlobung bis zum 30. Juni 1898 bei dem gefertigten Cultnsvorstande eiuzubringen. PILSEN, am 10 Mai 1898. Israelitischer Cultus vor stand: Wilhelm Arnstein Dr. Schanzer m. p. Secretär. Cultusvorsteher. R. u. C. Altschul, Pension für junge Mädchen, Teplitz Schönau, wissenschaftliche und wirthsehafcäche Ausbildung. Französin, Engländerin im Hause, Garten, Turnplatz u. s. w. Aufnahme auch von schulpflichtigen Kindern. (Sorgfältige Pflege, liebevolle Behandlung.) Preise mässig. M. Niehtenhauser, Restaurant Wien. I., Seitenstettengasse Nr. 1. Ein Student der Philologie wünscht in allen Gymnasialfächern, vowie auch in Stenographie gegen haaren Entgelt oder rituelle Kost Unterricht zn ertheilen. 8 Bodansky, II, Grosse Schiffgasse 4, 2. Treppe, links. Danksagung. Ausser Stande, die mir aus Anlass des Hinscheidens meiner unvergesslichen Gattin, der Frau Sidonie Reich zugekommenen zahlreichen Beileidskundgebungen einzeln zu beantworten, bitte ich alle Theilnehmenden, meinen aufrichtigen Dank auf diesem Wege entgegennehmen zu wollen. Insbesondere fühle ich mich verpflichtet, dem hochverehrten Cultusvorstande, dem der Chewra-Kadischa, wie auch allen einzelnen Mitgliedern meiner Cultusgemeinde für die ausserordentliche, herzliche Theilnahme, die zu einer imposanten Trauerkundgebung für meine in Gott ruhende Frau sich gestaltete, meinen tiefgefühltesten Dank auszudrücken. Baden bei Wien. Wilhelm Reich Rabbiner d. isr. Cultusgemeinde. Herausgeber u. berantw. Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck b. L. Beck & Sohn, Wien, VIII., Lerchenfelderftr. 4«.