Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 15 (1898)
- Issue
- 18 (6.5.1898)
- Date
- 1898-05-06
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Vr- VLochs. Wochrntchrttt Sir. 18 Seite 364 In dem von dem Direktor Herrn Wilhelm E i s e n s ch i tz zur Verlesung gebrachten Rechenschaftsberichte wird mitgetheilt, daß die im abgelansenen Jahre erzielten Resultate in jeder Beziehung zufriedenstellend waren. Es wurden 2168 reguläre Lebensversicherungsanträge mit einem Capitale von 1,651.120 sl. und 42 490 Volksversichernngsanträge mit einem Capitale von 5,577.721 fl. eingereichl, und sind 1779 reguläre Polizzen über 1,324.769 ft. und 25.616 ft. Bolksversichenmgs-Polizzen über 3,328.556 fl. in Kraft getreten. — Am 31. December 1897 waren : 6802 reguläre Polizzen über ein Capital von 5,417.094 fl.; 90.870 Bolksversicherungs-Polizzen mit einem Capital von 11,582.734 fl. und 9 Rentenverträge über 5849 fl. Rente, zusammen 97.681 Polizzen über 16,999.828 fl. in Kraft. — Der Zuwachs im Jahre 1897 beträgt 13.042 Versicherungen über 1,640.971 fl. Capital. Die Prämie nein nähme ist um 44.041 fl. 33 kr. von 699.256 fl. 44 kr. im Jahre 1896 aus 743.297 fl. 77 kr. im Jahre 1897 gestiegen. — Die Z i n s e ne i n n a h m e betrug 59.688 fl. 83 kr. gegen 40.661 fl. 68 kr. im Vorjahre (-j- 19.027 fl. 15 kr.) — Die P r ä m i e n r efernen und Ueberträge haben eine Vermehrung um 284.647 fl. 1 kr. erhalten und betrugen Ende 1897 1,308.886 fl. 97 kr. — Die Provisionsvorträge sind von 170.359 fl. 53 kr. aus 124.554 fl. 63 kr. gesunken. — Die A u s st ä n d e bei Agenturen betragen 71.216 fl. 3 kr., um 8861 fl. 12 kr. weniger als im Vorjahre. — Anläßlich von 1259 Todesfällen wurde ein Betrag von 195.543 fl. zur Auszahlung gebracht, und der Vergleich der wirklichen mit den gemäß der angewendeten Sterblichkeitstafeln zu erwartenden Todesfällen ergibt eine Untersterblichkeit von 263°9 Personen mit 33.790 fl. Capital. — Nach Abschreibung von 79.668 fl. 17 kr. an Abschlußprovisionen, 1053 fl. 84 kr. au Inventar und 3601 fl. 98 kr. an uneinbringlichen Forderungen verbleibt ein Reingewinn von 16.051 fl. 17 kr. — Ueber Antrag des Verwaltungsrathes wurde beschlossen, 12.500 fl. (5 fl. per Actie) als Dividende zu verth eilen und 3551 fl. 17 kr. aus neue Rechnung vorzutragen. — Dem Verwaltuugsrathe wurde das Absolutorium ertheilt. Der Revisionsausschuß und die ausscheidenden Verwaltungsräthe, die Herren Wilhelm v. Glaser und Dr. Eduard U h l wurden wiedergewählt. 1.6. Goldstein’sche Heirats-Ausstattungs-Stiftiiiig. Der Vorstand der israelitischen Cultusgeiueinde in Wien bringt kiemit zur Kenntnis«, dass die Zinsen der L. G. Goldstein’schen Stiftung zur Ausstattung armer israelitischer Mädchen im Betrage von ö. W. fl. 140 za verleihen kommen. Die Bewerberinnen haben nachzuweisen, dass sie 1. arme Waisen (vater- und mutterlos) 2. streng sittlich sind und 3. sich im Brautstande befinden. Verwandte des seligen Stifters, des Herrn L. Gr. Goldstein, geboren zu Altstadt in Böhmen (ehern Taborer Kreises) oder seiner Gattin Katharina, geborene Landauer, bis zum 3. Grade, erhalten den Vorzug und muss der diesfällige Nachweis dem Gesuche beiliegen. Bewerberinnen, die vor dem 4. August 1898 sich verehelichen, haben aut die Stiftung keinen Anspruch. Die Gesuche werden in der Kanzlei der israelitischen Cultus- Benedict Karplus’sche Sewerbeschul-Stipendien. Am 20. Juli 189*8 gelangen zwei Benedict Karplus'sche Stipendien per je ö. W. fl. 25 an zwei junge Leute mosaischer Gonfession, welche mit Vorzugsclassen die Gewerbeschule besuchten, zur Verleihung. Die Bewerber haben ihre Gesuche mit dem Nachweise, dass sie mosaischer Religion und mittellos sind, ferner dass sie die Gewerbeschule mit vorzüglichem Erfolge besucht haben, bis längstens 31* Mai 1898 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgeiueinde (I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock), einzubringen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Gesuchsblanquette sind im Einreichungsprotokolle während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr unentgeltlich zu beheben. WIEN, am 1. Mai 18u8. Den Vonstand der israelitischen Oultusgemeinde, Wien. Aufruf. Der Verein „A h a w a t h Z i o n" in Tarnow hat sich die Aufgabe gestellt, eine größere Anzahl aus Galizien stammender jüdischer Familien dem Ackerbau zuzuführ'en und ihnen eine auf ausreichendem Bodenbesitz gegründete Existenz im Lande der Väter zu verschaffen. Zu diesem Behufe hat der Verein einen größeren Grundcomplex (gegen 10.008 Douans) in Galiläa, unweit des Meromsees, in der Mitte zwischen drei bereits blühenden jüdischen Ansiedlungen von Baron Edmond de Rothschild käuflich erworben und ist eben im Begriffe, mit der Bewirt hschaftung des Bodens und Jnstallirung der ersten Ansiedler zu beginnen, welche Arbeiten einen größeren Aufwand an Capital erfordern werden. Da die Bestrebungen des Vereines nicht für die galizische allein, sondern für die gesummte Judenschaft von hoher Bedeutung sind, indem sie den Beweis erbringen wollen, daß die Regenerirung des jüdischen Volkes überall durchführbar ist und daß auch die galizischen Juden Physische Arbeit nicht scheuen, wenn sie ihnen geboten wird, da andererseits das angestrebte Werk auch an sich als ein im reinsten Sinne wohlthätiges bezeichnet werden kann, so wendet sich der Verein an a l l e B o l k s g e n o s s e n mit der dringenden Bitte, ihm in seinem Werke beizustehen". Jede Gabe ist im gegeben et: Augenblick angesichts der dem Vereine bevorstehenden bedeutenden Auslagen doppelt willk o m in e n. Geldsendungen sind gefälligst zu richten an die Redaction des Blatttes oder direct an den Verein „A h a w a t h Zion" in Tarnow. Für den Verein „Ahawath Zion" Dr. A. Salz Sigmund Bromberg Schadchen gesucht Zuschriften unter „F, 8. ' poste restante Stephaniepost. gemeinde (I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock), woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, in den Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Vormittag bis 31. Mai 1898 entgegengenommen. Albert Sansi’sche Widmung für israelitische Arme. Am 28. Thamus, d. i. am 18. Juli 1898 werden aus der Albert Gansl’schen Widmung für israelitische Arme Erträgnisse in der Höhe von ö. W. fl. 190 zur Verleihung gebracht. Die Bewerber um diese Stiftung haben ihre mit einem Geburtsscheine und Armutszeugnisse belegten Gesuche bis 31. Mai (898 im Einreichnngsprotokolle der israelitischen Oultusgemeinde (I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock), woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich ausgefolgt werden, während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Vormittag zu überreichen. Gesuchsteller, welche mit der Albert Gansl’schen Familie oder mit den Heinrich-Regine Kohn’schen Nachkommen verwandt sind und dies durch legale Documente nachzuweisen vermögen, erhalten den Vorzug. Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche finden keine Berücksichtigung. | Frau Minna Gigerich geprüfte und beeidete Geburtshelferin, wohnt jetzt Stadt, 1., Esslinggasse 4, Thür 9. 4M IK „Diamande du Cap“ * (Cap-Diamanten). „Sensationelle Pariser Neuheit“ welche durch ihr seiten schönes Feuer und gediegener Hohlfassung Aufsehen erregen. Alleinige Niederlage in Wien „Zur Brillanten-Königin“ I., Kärntnerstrasse Nr. 81, Yis-ä-Yis der Hotoper. mr ¥ Herausgeber iu berantto. Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck v. L. Beck & Sohn, Wien, VIII., Lerchenfelderstr. 46.