Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 15 (1898)
- Issue
- 11 (18.3.1898)
- Date
- 1898-03-18
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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Seite 818 Vr Vloch's Wochenschrift Nr. 11 Albert N—s, Wien. Gemeinderath Brunner zu Lueger: „Sie waren auch einmal Demokrat!" — Lueger: „Aber kein Jud!" — Dazu bemerken Sie sehr richtig, daß dies auch das Einzige ist, was der Brave bis jetzt noch nicht gewesen ist. Us. Or. Der 19. März 1869 war Freitag der 7. Nissan 5629. „Eifriger Leser", Wien. Uncorrect und höchst unschön ist das Vorgehen der Gegenseite ohne Zweifel. Was den Rechtsstandpunkt betrifft, wenden Sie sich gefälligst an einen schneidigen Advocaten. „P. R.", Wien. Warum anonym? Warum verstellte Handschrift? Sind Sie denn der Eßterhazy?? Sie sind nicht so dumm, als Sie sich stellen . . . Vielleicht noch dümmer? Wir nehmen zur Rettung der Ehre Ihres Scharfsinnes den anderen möglichen Fall gerne bis auf Weiteres und Widerruf an. „Ein alter 48er." Ja der Herr Ehrenbürger, der war mit dabei und der kennt sich aus, wenn er schreiben läßt: „Gleich in den ersten Tagen des Beginnes der Revolution waren die Juden die Führer der Bewegung, obgleich sie nur dort, wo ihr Auftreten mit keiner Gefahr für ihre persönliche Sicherheit verbunden war, öffentlich austraten. Dies bewies am crassesten der 13. März, an dem zahlreiche Juden, mit dem jüdischen Wundarzte Dr. F i s ch h o f an der Spitze, eine vieltausendköpfige Menge durch Reden haranguirten, bis dieselbe in blinder Wuth das Landhaus stürmte, dann aber, als auf das rasende Volk von den Soldaten gefeuert wurde, schleunigst „verdufteten". . Das ist die niederträchtigste Geschichtsfälschung, die bringt nur ein einziges Blatt der Welt so infam und schamlos zusammengelogen fertig! Salzburg, Karl N> Sie wünschen, daß wir ausdrücklich constatiren, daß der saubere Herr Leitner kein Jude ist? Wozu das? Sollen wir denn die grundfalsche Generalisirungspraxis unserer Gegner einschlagen, welche wir stets als absurd bekämpft haben?? — „Junger Angehender". Ihre Verse gehen nicht an; sehr, sehr schwach. Wenn sie auf diesem holperigen Wege fortfahren, können Sie es bei Ihrer Talentlosigkeit mir der Zeit so weit bringen, wie der Hauspoet, der „Deutschen Zeitung" (13./3. 1898), der singt: „Schnaderhüpfel aus Kalau." Wie wird es denn nun? Sie winseln und autschen: „Der Gautsch könnt' nichts thun, Der Thun kann nicht gautschen!" Pe La. Der Mann hat eine poetische Krampf ader!! Lvien. (O e st e r r e i ch i s ch e L ä n d e r b a n k.) Die diesjährige ordentliche Generalversammlung der Oesterreichischen Länderdank ist auf den 14. April anberaumt. Unter den Gegenständen der Tagesordnung befindet sich auch die Beschlußfassung über die Verwendung der außerordentlichen und .der Specialreserve. Man weiß, was das zu bedeuten hat. Die Deponirung der Actien hat bis spätestens 31. März zu geschehen. Bewerberinnen, äie sieb vor der Verleihung verehelichen, verlieren den Anspruch aut die Verleihung. Die Gesuche sind bis 31. März 1898 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde I. Seitenstettengasse Nr. 4, 1. Stock einzureichen, woselbst Gesuchsblanquette während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr unentgeltlich zu beheben sind. Wien, am 1. März 1898. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Synagogen-Baii-Verein für Wieden und Margarethen in Wien. p j. Wien, 10. März 1898. 1 Wir erlauben uns, Sie für Montag den 28. März, Abends 7 Uhr, in S. Jellinek’s Restauration, V. Bezirk, Margarethenplatz Nr. 7 zur 11. ordentliclien Generalversammlung hö fliehst einzuladen. TAGES-ORDNUNG: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Cassiers und der Revisoren. 3. Bestätigung der cooptirten Vorstände. 4. Wahl der Revisoren. 5. Anträge und Interpellationen. Oie wichtige Tagesordnung und der nahe Termin für die Errichtung der Jubiläums-Synagoge mfigen die Herren Mitglieder bestimmen, in dieser Generalversammlung sicher zu erscheinen. Hochachtungsvoll Für den Vorstand: Der Präsident: Lichtblau. Concurs. Iu der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde ist die Stelle eines p-nm LN1V, der zugleich ein guter nb’sn und auch Kinder im “pn zu unterrichten befähigt sein muss, mit einem Jahresgehalte von 500 fl., freier Wohnung und den üblichen Nebenemolumenten mit 1. Mai 1. J. zu besetzen. Geeignete Bewerber wollen ihre Gesuche sammt Zeugnissen mit genauer Angabe ihres Alters und Familienstandes bis Ende d. M. an den gefertigten Cultusvorstand einsenden. Ung.-Ostra (Mähren), 9. März 1898. Der Cultusvorstand: Max Kien. Freiherr Hermann v. Tndeseo’sche Waisenu.Armenstiftung. Es gelangen drei Stipendien ä fl. 250 und fünf Stipendien ä fl. 200 der obengenannten Stiftung für in Wien geborene oder nach Wien zuständige unter der Obhut des Vereines zur Unterstützung hilfsbedürftiger Waisen der Wiener israelitischen Cultusgemeinde stehende Waisen, welche sich dem pädagogischem, technischen oder einem sonstigen wissenschaftlichen Berufe widmen, oder welche sich überhaupt für einen selbstständigen Erwerbszweig ausbilden, auf zwei Jahre zur Verleihung. Die um einen solchen Stittungsgennss ansuchenden Waisen müssen u. zw. die männlichen das 14., die weiblichen das 16. Lebensjahr vollendet haben, und haben dieselben ihre mit: 1. dem Geburt8zeugnise, 2. einem legalen Armutszeugnisse, 3. dem Nachweise drr Verwaisung, 4. dem Heimatsscheine und 5. den Schulzeugnissen belegten Gesuche bis 31. März 1838 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde (I., Seitenstettengasse 4, 2. Stock) woselbst auch während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Clara Kahane-Stiftung zur Heiratsausstattung. Es wird hiemit zur Kenntniss gebracht, dass am 14. Thamus die Zinsen der obgenannten Stiftung zur Heiratsausstattung dreier mittelloser, anständiger Waisenmädchen israelitischer Confession im Betrage von je ö. W. fl- 205 zur Verleihung kommen. Die Bewerberinnen haben nachzuweisen, dass sie: 1. der israelitischen Confession angeboren; 2. streng sittlich, mittellos und verwaist sind; 3. sich im Brautstande befinden. Concurs. Da unser bisherige Religionslehrer Herr Sal. Hirsch, der seit 13 Jahren hier gewirkt, nach Holleschau berufen wurde, so ist die Stelle eines Religionslehrers, Schächters und Vorbeters bis längstens 1. Mai 1898 zu besetzen. Bewerber um diese Stelle müssen unbedingt österreichische Staatsbürger sein und wollen ihre Meldungen unter Angabe des Alters, des Familienstandes und der bisherigen Wirksamkeit bis längstens 15. April an den Unterzeichneten Vorstand einsenden. Gehalt 700 Kronen incl. Wohnung und Nebeneinkommen von ca. 700 Kronen. Bruck a. d. Leitha, am 15. März 1898. Der Vorstand des Bethausvereines: Ign. Strass. y Hochzeits-Geschenke || in echt Silber und Chinasilber | Service, Tafelaufsätze, Jardinieres, Giran | dols, Sederschiissel, Essbestecke, Thora | behänge etc. || in prachtvoller phantasiereicher Ausführung su H reellen Fabrikspreisen. 8 Brüder Goldmann H „Zur Brillantenkönigin“ fj Wien, I. Bezirk, Adlergasse Nr. 3. || %