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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1898-02-11 · 6 (11.2.1898) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
15 (1898)
Issue
6 (11.2.1898)
Date
1898-02-11
Page
– (sequence 19)
Language
German
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rl?r. 6 Sette 119 Vr. Vloch's Wochrnschrtfl anderweitig entlehnte und auch eigene Gedanken hineinzutragen, das liegt auf der Hand. Aber auch bei der lautersten und strengsten Spannung des Geistes allein auf das objectiv Gegebene, wird hier ein gewisses Maß von Subjectivitat, von persönlicher Bedingtheit nicht zu vermeiden sein. Zwar der rabbinische Geist selbst gewährt, wie ich gezeigt habe, auch diesem Znge notbwendiger Individualität sein volles Recht. Ich aber will anl Schluß dieser Betrachtung über die Quellen, aus denen man die Abfassung der jüdischen Sittenlehre zu schöpfen hat, vor Gott und aller Welt nur erklären: daß ich hier keinen Gedanken Vorbringen will, von dem ich nicht nach meiner innersten Ueberzeugung weiß, daß er dem Gesammtgeiste des Judenthums entstammt. Was ich voll Griechen mid Römern und aus der philosophischen oder sonstigen -Literatur der modernen Völker gelernt habe, mag in meiner Darstellung sich als formgebende Kraft geltend machen: den Inhalt habe ich nach bestem Wissen und Gewissen lediglich ans dem Judenthum und dem jüdischen Gesammtgeist geschöpft." (Seite 81 f.) I g l a u. Dr. I. I. U n g e r. Lemberg. P. Bericht nicht actuell genug. Thatsachen! Preßburg. „Nautilus". Lehnen dankend ab, so ausführlich die neuesten Beiträge zur arischen Sittlichkeit zu behandeln. Wozu die vielen Phrasen! Es genügt doch der Hinweis, daß in der Schweiz der Director einer „Correctionsanstalt" (!) für sittlich verwahrloste Mädchen zu seinen Elevinnen in sträflichen Verhältnissen stand. Die saubere Madame Serpette in Brüssel ist vermuthlich auch ein ehemaliger Zögling des famosen höchsten Töchterinstitnts. -Otto P. Wien, X. Der Dr. Lueger kennt keine „getaufte Bank"? Sie fragen deshalb nicht mit Unrecht, warum er dann immer von einer „Judenpresse" spricht? Gibt es das Eine, so gibt's auch das Andere. Graz. Getreuer Abonnent. Das „Deutsche Volksblatt" ist so albern, den Schönerer als Johannes zu apostrophiren, der dem „Größeren" vorausgeht — dieser natürlich Lueger!! Wir halten derlei für Blasphemie. Ein Maler. Die Künstlergenossenschaft hatte doch ganz Recht, dem Lueger und seinen Barrierestöcken die unter schmachvollen Bedingungen fpendirten 4000 Kronen zurückzusenden. Ehre steht viel höher als Geld. Ihre Einwürfe sind nicht stichhältig. Leseverein in Schaffa. Preis für 2 Monate ft. 1.—. Das genannte Institut besitzt das Recht der Oeffentlichkeit. Wien. Ludwig K. Das „Vaterland" hat es durch seine geaichten Statistiker herausrechnen lassen, daß in Frankreich rund 80 Milliarden Vermögerr sind, wovon 20 Milliarden den Juden gehören. Die Probe ist auf den Calcnl gemacht worden und es hat auf den Centime gestimmt! „Studiosus jur. 88". Sie theilen uns mit: In einem hiesigen Zionistenverein wurde ein Vortrag über Shylock, Nathan und Dr. Samuel gehalten. Also Shakespeare, Lessing und Herzl. Derlei geschmacklose Huldigungen müssen dem Manne selbst widerlich sein. „Ein alter Abonnent in Wien." Sie sind im Jrrthum. In unseren Berichten werden niemals Namen von Rabbinern grundsätzlich unterdrückt und andere einseitig betont. Wen unsere verläßlichen Berichterstatter als anwesend constatiren, der wird auch selbstverständlich genannt. M. B. Gries bei Bozen. Artikel aus preßgesetzlichen Rücksichten nicht zu bringen. Dem Herrn Professor unseren Gruß. Wien, Anselm Frei. Wir haben Ihren interessanten Brief „für die Orgel" dem Verfasser des betreffenden Artikels übergeben. Zionist. Diese „Ehrenmänner" sind eigentlich Virtuosen in der „Unterschlagungskunst"; lesen Sie nur das Jnhaltsverzeichniß der letzten Nummer; dort bemerken Sre nicht blos einen ganzen Artikel „unterschlagen", sondern selbst in „Ein unterschlagener Brief" wurde die „Unterschlagung" — unterschlagen. „Verehrer L. F." Besten Dank für die freundlichen Zeilen. Das Citat aus dem Psalmisten trifft zu. Hilferuf. Aufgemuntert durch die stets bewährte jüdische Mildthätigkeit erlaubt sich der Gefertigte, als mit Decret des k. k. Bezirksgerichtes Blowitz vom 18. November 1896, Zahl 5784, gerichtlich bestellten Curator, nachstehend benannter alleinstehender bedauernswerther Personen, die frieren und hungern, um eine Unterstützung für dieselben ergebenst zu bitten. Am 20. September 1896 verschied in Brennporitschen in Böhmen nach jahrelangem Leiden und Entbehrungen die hochbetagte Witwe Anna Lederer und hinterließ fünf Kinder, und zwar drei total blödsinnige Söhne im Alter von 44, 41 und 37 Jahren, die nicht das Geringste unternehmen und sich nicht einen Bissen Brod zu verdienen, ja nicht einmal zu erbetteln im Stande sind. Ferner hinterließ dieselbe eine verwachsene und eine kränkliche Tochter. Die Roth and das Elend dieser Familie, die von Allem gänzlich entblößt ist, spotten jeder Beschreibung. Die dortige Cultus-. sowie Ortsgemeinde sind so verarmt und herabgekommen und haben so viele Nothleidende zu unterstützen, daß fiir die Bedauernswerthen nichts geleistet werden kann. Selten wird eine Unterstützung so wahrhaft am Platze und zweckinäßig sein, als in diesem Falle. Gütige Spenden wolle man an den Gefertigten oder an die Redaction dieses Blattes, welches sämmtliche Spenden dankend veröffentlichen wird, einsenden. Theusing (Böhmen), im Februar 1898. L. E. Lederer. 828282 2828288282282882288282822828288M8282828228828282828S828228828282282882 *° 52 Sä Anlässlich des SS 1 Regierungs-Jubiläums 1 52 Sr. Majestät 8 § empfiehlt sich die gefertigte Firma zur Anfei tigung von § | Synagogen-Paramenien § | als: Vorhänge Altar- und | | Kanzeldecken | | Thora-Mäntelchen, Trauhimmel i § * etc. etc. §§ Zeichnungen und Kosteniiberschläge gratis und franco. g 28 Anerkennungsschreiben 82 §§ hervorragender 3emeinden liegen zur Ansicht auf. •8 Reichhaltiges Lager von Gebet- und Andachtsbüchern in A og einfachen bis elegantesten Einbänden. 28 82 Reich assortirtes Lager aller Werke der jüdischen Literatur §| cg D'-iSD wie auch von wollenen und seidenen Talessim, zz 25 Gold- und Silber horten min nao und aller in dieses Fach 82 8| eiaschlagender Artikel °2 | Jos. Schlesinger | 8 Wien, I. Bezirk, Seitenstetengasse Nr. 5. 8 2828825252528282288282285c.288228828282822882822882282S52S22828288S288i822882§ Die Elisabeth-Dampfmfihl-Gesellschatt in Budapest welche seit Erwerbung der Pannoniamühle die Erzeugung von Ostermehlen fortsetzt, empfiehlt die für Ostern gebräuchlichen Mehlsorten entsprechend den Original-Mehlnummern der Budapestev Dampfmühlen, welche unter „streng ritueller" Aufsicht des hiesigen Rabbinats und ganz besonders jener des ehrw. Rabbiners Herrn Leopold Pollak erzeugt werden. Gelällige Bestellungen werden bei billigsten Tagespreisen ausgeführt. Adresse: „Elisabeth-Dampfmühl-Gesellschaft Budapest.“ Ignaz und Rnsalia Wolf’sche Krankenunterstütznn gs-Stiftung. Am 24. April d. J. gelangen die halbjährigen Interessen der obigen Stiftung per 100 fi. an arme hilfsbedürftige Kranke der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde zur Vertheilung. Die Bewerber haben ihre mit dem Armuths- und Krankheits- Zeugnisse belegten Gesuche in dem Einreichungsprotokolle der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde (I., Seitenstettengasse 4. I. Stock) woselbst auch während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, bis längstens 28. Februar 1898 zn überreichen. Gesuchsteller, welche ihre Verwandtschaft mit den Stiftern nachznweisen in der Lage sind, geniessen unter gleichen Verhältnissen vor anderen Bewerbern den Vorzug. Gosuchsblanquette sind im Einreichungsprotokolle I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr unentgeltlich zu beheben. Wien, am 1. Februar 1898. Der VoEstand der israelitischen Cultusgemeinde.

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