Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1898-01-21 · 3 (21.1.1898) · page 20

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
15 (1898)
Issue
3 (21.1.1898)
Date
1898-01-21
Page
– (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3020846-3021223-3021227--07502-3031833
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Srüe 60 Vr. Blortz's Wochrnfchrif Nr. S I. Altmann, Budapest Sie wenden sich am Besten wegen S. B. Rosner's „Jüdische Geschichten aus Ungarn" an das Antiquariat CH. D. Lippe, II., Praterstvaße, Wien. Wien, Leopold B. Es gibt auch solche Börsebesucher, wie Herzl sie schildert, aber die Kritik des Herrn „Marcus" wendet sich nur dagegen, daß sie als Muster der Gattung herausgegriffen und hingestellt werden. Man wird dadurch leicht veranlaßt, zu generalisiren und das führt immer zur Ungerechtigkeit. Herrn Marcus können Sie übrigens in der nächsten Plenarversammlung der „Oesterr.-Jsrael. Union" persönlich sprechen und sich des Weiteren mit ihm auseinandersetzen. Max M. Z. in Prag. Die Karlsbader Curgäste dürste es interessiren, daß die Lipmann'sche Apotheke neben dem Mühlbrunn einem Eigenthümer gehört, der bei der Bestellung eines Mitarbeiters die Bedingung der ch ristl i ch e n C o n f es si o n stellt. A. U. Anonyme Zuschriften werden nie berücksichtigt. Kassandra in P—st. Lassen Sie nns mit ihrer neuesten Entdeckung, daß Nathan der Weise eigentlich ein antisemitisches Tendenzstück ist, gefälligst ungeschoren. Der Papierkorb hat das Manuskript mit Appetit gefressen und läßt danken. Temesvar. „Abonnent 7813". Vergani hat eine wegen allerlei Bedenklichkeiten hinauscomplimentirte Chansonette, die keinesfalls auf die Tugendrose Anspruch erheben darf, kurzweg zur Jüdin gestempelt. Ihn zu einer Berichtigung zu zwingen, steht fernstehenden Dritten kein Recht zu und sie zu bringen liegt für den Herrn Abschriftsteller absolut keine — Obligation vor! Semliu. Otto A. Der Eine hat eia Brett, der Andere ein Brettel vor dem Kopf. Auch Reichsäpfel fallen manchmal nicht weit vom Stamm. Geht uns übrigens nichts an. Wien. „Kleiner Geschäftsmann". Ihre Reclamationen würden vergeblich sein. Jetzt wird der Mutter Vindobona das Beuschel aus dem Leib gerissen. In Wühlarbeiten waren die Herren immer groß! Joachim Neiger, Koslow. Die Stelle muß wörtlich aufgefaßt werden. I. U. in N. I., Universitätsstraße 10. M. Fischer in T. Das müssen Sie sich direct versorgen lassen. „K—h", Bielitz. Sie führen eine gute Feder. Der Aufsatz ist sehr schön geschrieben. Sie sollten — Kalligraph werden. Inhalt? — keiner. Argus» Ung.-Weißkirchen. Wir dancen für die gute Absicht, lehnen aber, ab, mit jedem Sudelblättchen, das ganz im Geheimen erscheint, zu polemisiren und die öffentliche Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Das wäre ja den tauberen Herren die allererwünschteste Reclame. „Leo W.", Gliniany. Danken für die Broschüre. Der polnische Edelmann in Przemysl ist ein tapferer Antisemitengegner. Von einer Uebersetzung müssen wir wegen Raummangel vorläufig absehen. „Sam. S.", Lemberg. Sie berichten uns, daß an den letzten zwei Sabbathen die Orgel in ihrem Tempel während des Morgengottesdienstes nicht mehr gespielt hat. Bravo! Mit Recht sagen wir mit dem nichts weniger als orthodoxen jüdischen Dichter: „Die Orgel ist das klingende Christenthum, die Gothik das gemauerte." Boskowitz, B. .H—. Für die Zusendung des dortigen antisemitisch-czechischen Schmierblättchens Dank. Ihm die Ehre einer Polemik zu erweisen, dürfen Sie uns nicht zuniuthen; daß auch bei Ihnen die Juden das antisemitische Wirthshaus frequentiren und den braven jüdischen Wirth links liegen lassen — *ft recht traurig. Die Details der fifchhändlerischen Geschäftsgebahrung interessiren die Oeffentlichkeit nicht. „Erröthende Ballgroßmutter" in Wien. Die Mitglieder des Comites sind für die Wahl der sehr eigenartigen Programmnmnmern, der gesprochenen und der getanzten Cancans, nicht verantwortlich zu machen; das wurde von den leitenden Personen im selbstständigen Wirkungskreis verfügt. Wir bitten die geehrten Leser, bei Zuschriften an die in unserem Blatte niferirendeu Firmen stch stets auf Dr. Bloch's »Oesterreichische Wochenschrift^ zu beziehen; ferner in Hotels, Restaurants, Cafes, Pensionen, an Bahnhöfen, in Lesezimmern immer wieder nachdrücklichst Dr. Bloch's Wochenschrift verlaugen oder eventuell wohlwollend em xfehlen zu wollen. Zur gefälligen Beachtung! Die fortschrittliche Majorität der Dezirksverttetung des II. Bezirkes laßt an Me freisinnigen Familien dieses Bezirkes die höfliche Bitte ergehen, sie aus Anlaß des am ÄS. dieses Monats in den Sofienfalen stattfindenden Bürgerballes kräftigst zu unterstütze». Kundmachung. Der vom Cultus Vorstände in der öffentlichen Sitzung am 26. December 1897 festgestellte Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben der Cultusgemeinde, sowie sämmtlicher unter der Verwaltung der Cultusgemeinde stehender Fonde und Anstalten tür das Verwaltungsjabr 1898 liegt vom heutigen Tage ab, durch 14 Tage im Secretariate der Cultusgemeinde I., Seiten stettengasse 4, 2. Stock zur Einsicht der Gemeindeinitglieder auf. Die Gemeiudemitglieder sind im Sinne des § 96 des Statutes berechtigt, innerha)7. dieser Frist Erinnerungen bezüglich des Voranschlages bei äem Cultusvorstande schriftlich zu überreichen, welcher dieselben in Erwägung zu ziehen hat. Wien, am 18. Jänner 1898. Der I. Secretär Der Präsident Dr. Th. Lieben. H. Klinger. Kundmachung. In der am 2. Jänner 1898 stattgehabten öffentlichen Sitzung des Cultusvorstandes wurde im Sinne des § 9 des Statutes die Wahl der Vicepräsidenten und der Obmänner und Obmann-Stellvertreter der Sectionen fiir das Jahr 1898 vorgenommen. Hiebei wurden wiedergewählt: Zum I. Vice-Präsidenten Herr Dr. Alfred Stern „ II. „ „ Dr. Gustav Eohn » Obmann der I. Section Herr Josef Hie’dburghäusser „ „ „ II- . Dr. Gustav Kobn „ » n III. „ Th eoder Ritter v. Goldschmidt n „ „ VI. „ Wilhelm Stiassny n Obmann-Stellvertreter der I. Section Herr Max Fleischer » „ „ II. „ „ Dr. Maximilian Steiner „ )) III. „ „ Salo Cohn » „ V. „ „ Dr.Marcus Spitzer » n „ VI. „ „ Dr. Josef Gränfeld Neugewählt worden: Zum Obmanne der IV. Section Herr Moriz Hirsch » „ „ V. „ „ Dr. Alfred Stern „ Obmann-Stellvertreter der IV. Section Herr Gottlieb Taussig Wien, am 3. Jänner 1898. - Oer I. Secretär Der Präsident Dr. Lieben m. p. H. Klinger m. p. Offert-Nus fchreibung. Die zur Concursmaffe der Budapester Buchverlags-Firma M. E. Löwy's Sohn gehörigen im Inventar sub Post 79—3237 aufgenommenen Gebetbücher, Machsorim, Hagadas, Pentateuche, Bibeln, Gemaras, Mischnas, Schulchan-Aruchs und sonstige Bücher und Ritualien ,7'j ,n»*fln »D'Titno »rvwin ,v'-n-,v) in gebundenem Zu- (rc. sHsn ,“,pl?ni?WVJtWä mrüDÖ stände im Schätzungswerthe von 4207 fl. 61 kr., ferner die sub Post 3273—3463 aufgenommene obenbenannte Gegenstände in ungebundenem Zustande (Kruda) im Schätzungswerthe von 5161 fl. 10 kr. die sub Post 3238—3250 aufgenommenen Matrizen und Stereotypien im Schätzungswerthe von fl. 400, schließlich die sub Post 3251—3272 aufgenommenen Geschäftseinrichtungen im Werthe von 238 fl. werden im Sinne des Beschlusses des Concurs-Ausschusses im Offertwege gegen Baarzahlung im Ganzen oder auch in einzeln-n Theilen aus freier Hand verkauft. Kauflustige wollen ihre mit 10"/« des Schätzungswerthes als Vadium versehenen und an Herrn Dr. Muranyi Ernö als Präses des Gläubiger-Ausschusses adressirten Offerte bis zum 30. Jänner 1898, Vormittags 11 Uhr beim gefertigten Maffecurator einreichen, woselbst sie in das Inventar täglich zwischen 3—6 Uhr Nachmittags Einsicht nehmen und auch das inventirte Lager besichtigen können. Ueber die Offerte wird bis zum 2. Februar 1898 entschieden werden. Der Ausschuß behält sich das Recht vor, die eingelangten Offerte ohne Rücksicht auf die gebotene Summe oder auch keines derselben anzunehmen. Der Käufer ist verhalten, die erstandenen Maaren innerhalb drei Tagen nach erhaltener Verständigung bei Verlust des Vadiums zu übernehmen. Dr. Szabolcsi Jzidor, Advocat, als Maffecurator der Firma M. E. Löwy's Sohn, Budapest, Käroly-korüt il. sz. Wer auf angenehmes Familienleben nebst guter Verpflegung und Bedienung, bei nicht hohen Preisen, reflectirt, dem ist Pension Koreff WIEN, VIII., Schiosselgasse Nr. II, I. Stock bestens zu empfehlen. Bin Sehochet zugleich Eeligionslehrer, wird ffir Ischl aufgenommen. Zu erfrage» bei Ignaz Heller, Fleischhauer, Wien, il., Lilienbrurngaise Nr. 17. Herausgeber u. verantw. Redacteur: Dr. Zosef S. Bloch. — Druck v. L. Beck & Sohn, Wien, VIII., Lerchenfelderstr. 46.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.