Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 15 (1898)
- Issue
- 2 (14.1.1898)
- Date
- 1898-01-14
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 40 Vr. Bloch's Wochrnsttzrtj! Nr. 2 scher Greifbarkeit. Man hört den Kerl — man riecht ihn! — „Die Aerztin" — ein merkwürdiges Seelengemälde. Die einfachsten Kunstmittel sind doch immer die sichersten, fesselnden, die am seltensten versagenden. „Die Tragödie der wissenden Frau könnte man darüber schreiben. Hier, wie fast in jeder von Jork-Steiner's Arbeiten ist eine Fülle von gediegener Menschenkenntuiß in Poesie umgewerthet. Es blitzen so viel gescheidte, verständige, gute und wahre Worte auf! Jork-Steiner wird uns gewiß noch manche schöne Bücher schreiben, sich und hoffentlich recht vielen Lesern zur Freude und Erhebung. Er ist ein Künstler und wird nie zum Routinier verflachen. „Jede Kunst, als Broterwerb geübt, tödtet den Geist durch die Routine" sagt er selbst. Und was den Hyperrealismus der „Mater Dolorosa" angeht, so wollen wir der Helden eigene milde Worte an den Dichter selbst richten lassen: „Ich glaub' — ich glaub', mein Kind — Du hast Dich da geirrt!" f. Neue Bücher. Dr. Med. K. Lippe, Rabbinisch-wissenschastliche Vorträge, im Commiffionsverlag Ch. D. Lippe, Wien, II., Praterstraße 13. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judenthums. December 1897. Inhalt: Dr. M. Weinberg, die Organisation der jüdischen Ortsgemeinden in der talmudischen Zeit. (Schluß.) — Dr. M. R a h m e r, Nachtrag zu dem Artikel: die hebräischen Traditionen bei Hieronymus. — Dr. Feucht w an g, Erklärung einer Talmudstelle. — Dr. H. B r o d y, zum Freundschaftsepigramm Juda Halewi's an Salomo Jbn Almuallum. — Professor Dr. David Kaufmann, ein Brief R. Benjamin Cohen Bitali's in Reggio an R. Josua Heschel in Wilna aus dem Jahre 1691. — Besprechung, Bibliotheca Friedlandiana edit Samuel Wiener. Von Dr. M. B r a u n. Rabbiner Dr. M. Aschkanaze Tempus Lo. quendi über die Agada der Palästinensischen Amoräer nach der neuesten Darstellung. Straßburg i. E. Verlag von Fr. ngelhardt 1897. .; A. Stein „Deje Israelitav“ (Geschichte der Israeliten für Bürger- und Mittelschulen. Ausgabe in 3 Theilen, 11. Theil, II. Auflage. I. Auflage genehmigt vom hohen k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht, 24. März 1886, Zahl 4940, Verordnungsblatt, Jahrgang 1892, Seite 1886, Stück VII. S. B. Rosner, Aus dem Lande der Puszten, jüdische Geschichten aus Ungarn. I. Band. Malta, Die Judenelfe, M i a v a. Druck und Verlag von Moritz Haas. Leopold Landau, Die Quelle. Die 1. Abtheilung bis Efra umfaßt 3 Bändchen. Pforzheim. - ren D'ebK m 1726—1816 inin P3818 -iKKnrnp Ii322bu t *oroi cpTij? D*oro '31822 intim d'bm '1212 eni2i ipD2 rypn map swxi “12 .nsbKpKD .3 -mijn rby ibdisi pnr; D'3i2 .'pD31TJ?b .2 TI 21212 rwixn 11'8L1 221P2 n'2 '1' bv lltfb ♦p"ab r3in ns2 '32b iBbb -m nas (k d'tbd ivbv bbi2 in rtBX ibd 'ißjn 1VL31 inbsb iBbijn oiki nmm -nimm nnnn nwp -mm bv <mi'2*i Q'tü bbo -mb 112:2 (2 -nnn 211p pj» 12^21 n2 ’b’2222 1T2.12 .“["3n bp O'VIIL -in n2v o .nnt« 2'3'3b"pisn 3"N2t> i2nvni pri '2112 bn:n 21.1 p in «nb:i32 n'Kipn bl m 171222 JD'3 121121 bv 132 niU2'.12 2813 .217212 '22112 .3Db l"3in,1 132 .Ismen pBIIJD 21812 3112128 2"2 .217212 Dieses Werk erschien in St. Petersburg von dem Karäer N. Kochisow und ist geeignet, über die Differenzen zwischen Karäern und Rabbaniten Aufklärung zu verbreiten. Das Werk, unter dem Namen Zemach David von dem Vater des Herausgebers verfaßt, zeigt eine große Gelehrsamkeit in der theologischen und philosophischen Literatur und ist auch wegen des Kreises, aus dem es hervorging, von hohem Jntereffe. Briefkasten. Abonnent B. P. Lesen Sie den Auffatz: „Die Martinigans" in Nr. 46 der „Oesterreichischen Wochenschrift" 1697. M. Grunwald. Mittheilungen der Gesellschaft für jüdische Volkskunde, Heft I, Hamburg 1898. Selbstverlag der Gesellschaft. Jul. Schönwetter, Krakau: Ihre Kombination, betreffend die Stelle: „Sein NameH4" mit dem Zahlenwerth des hebräischen Wortes dam (Blut, „Heldenblut") ist höchst beachtenswerth. S. Löwy. Wir haben die betreffende Nummer der „Vossischen Zeitung" nicht erhalten können. G. K. in H. Unverständlich und zur Wiederholung ungeeignet. Reclamatiön Budweis. Sie haben vergessen, Namen und Adresse anzugeben. Kozlow Joachim Neiger. Lesen Sie gefälligst Tractat Sophrim, Capitel X., Artikel 8. Przemysl, Herrn Samuel Meiscls. Ihr intereffanter Auffatz über Professor Schenk's „neue" Theorie ist zum Abdruck in einem Blatte, das auch für den Familienkreis bestimmt ist, leider nicht geeignet; Sie weisen auf die Stellen im Talmud Berachoth 5, b), Nidah 31, a) und Aldabi Schwile Emuna, Cap. II hin, wo in der That die Ideen der Theorie Schenk's angedeutet erscheinen. M. F. Rokytzan (Böhmen). Ihre Beschwerde wegen Zurücksetzung der Rabbinen ist leider berechtigt, doch wäre die Zeit ungünstig gewählt, derlei interne Fragen zur öffentlichen Austragung zu bringen. Brünn, „Momus". Ihre satyrische Studie ist zum Abdrucke in unserem Blatte ungeeignet. Des Witzes Seele ist Kürze. Einzelne hübsche Wendungen sind außergewöhnlich ganz amüsant. So vergleichen Sie die Führer der zionistischen Bewegung mit Bellamy und Jules Verne und verlangen, daß die Juden im Monde angesiedelt werden sollen, zu welchem Zwecke Sie sie mit einer Riesenkanone hinauffchießen lassen wollen. Phantastisch-grotesk, aber wie gesagt, doch für unser ernstes Blatt unverwendbar. Nichts für ungut. Etwas Anderes gelegentlich sehr gern aus Ihrer Feder. Krakau, Samuel L-r. Sie verlangen von uns Aufilärung über die Ihnen unverständlichen Worte „Sodawasser beim Wimberger"? Lesen Sie denn gar keine Tagesblätter?! Wir haben nicht die mindeste Lust, diese ganze unerquickliche Spritzpartie hier im Briefkasten für Sie allein noch einmal abzuhandeln. Wenden Sie sich doch direct an Herrn Josef Gregorig, Reichsraths- und Landtagsabgeordneten, auch Gemeinderath oder an Herrn Wimberger, die Ihnen möglicherweise Aufschluß ertheilen werden. Wir mengen uns nicht in Familienangelegenheiten. Leitmeritz, „Alter Abonnent". Sie wundern sich darüber, daß Jro sein Ehrenwort gegeben, einige hundert Leute hätten alle falsch gehört? Das Wundern müssen Sie sich langsam abgewöhnen. Wir leben eben in der Zeit der Unbegreiflichkeiten. Wien, „Goldherz". Senden Sie Ihre Spende nur direct dem ältesten Manne von Wien, unserem 111jährigen Glaubensgenossen M. L. Kohn ein. Er wird sich sehr darüber fteuen und kann sie gut brauchen. Eine Photographie des Greises ist unseres Wiffens nicht im Handel erhältlich. Eine künstlerisch ausgeführte Zeichnung die seine Züge sehr charakteristisch und getreu wiedergibt, befand sich bis vor Kurzem noch im Besitze der Kunsthandlung Hirschler am Graben. Vielleicht ist sie noch da. Triest, „Abonnent seit 1890". Ganzjährigen Abonnementsbetrag dankend erhalten. Sie werden vielleicht Recht behalten, daß Bismarck, wenn er noch lang fortfährt, die Juden für nützliche Bürger des Staates zu erklären und es für unklug findet, sie zu beunruhigen, noch als Judenstämmling ausgeschrieen werden wird. „Unklug" ist übrigens gut. Es ist also nur „unklug" zu stehlen, zu morden, zu rauben, zu lügen und Ehre abzuschneiden. Es lebe die arische Moral! Gruß! Wien, „Landwehr 896". Der verstorbene FZM. Freiherr von Schönfeld war ein Ehrenmann durch und durch und kein Antisemit. Im Gegentheil, er hat aus seinen großherzigen Anschauungen nie das geringste Hehl gemacht und dafür auch von der gegnerischen Presse die üblichen geschmackvollen Angriffe und Liebenswürdigkeiten reichlich erfahren. Treuer Leser in Bielitz. Verlangen Sie doch nur nichts Unmögliches von uns! Wir haben gewiß an jedem größeren, sogar an den meisten kleineren Orten Correspondenten, haben auch der Affaire Dreyfus stets die größte Aufmerksamkeit zugewendet, sogar zu einer Zeit, als sich die Tagespresse noch gar nicht für diese wichttge Affaire interessirte, aber was Sie verlangen, ist entweder ein übelangebrachter Scherz, den wir uns höflich verbeten haben möchten, oder eine lächerliche Anforderung. Czernowitz» Adolph R—. Fragen Sie in einer Buchhandlung, ob das „Neue Ghetto" schon erschienen ist. Wir wissen es nicht. Die Lectüre von Zangwill's Schriften können wir Ihnen gewiß nur anrathen. Für die Jugend sind noch keine Bearbeitungen herausgekommen. Moses W—. Interne Gemeindeangelegenheit, die nicht vor die große Oeffentlichkeit gehört. Wien, IX., „Studiosus". Sie haben die Besten aus Ihren Dichtungen gewählt?? Wie mögen wohl die Schlechtesten aussehenl Nicht wieder thun! Herausgeber u. verantw. Redacteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck v. L. Beck & Sohn, Wien, VIII., Lerchenfelderstr. 46.