Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 14 (1897)
- Issue
- 41 (8.10.1897)
- Date
- 1897-10-08
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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Seite 836 Dr Vlvch's Wochrnfchrifr. Nr. 41 Ignaz Blumenfeld-Widmung für Künstler. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Wien verlautbart hiemit, dass aus den Erträgnissen der Ignaz Blumenfeld’schen Widmung für das Jahr 1898 ein Stipendium im Betrage von fl. 980.— an einen der Musik sich widmenden israelitischen Jüngling zur Verleihung gelangen wird. Die Bewerber haben den Nachweis über ihre Anlagen und Leistungen durch Beibringung von Zeugnissen des betreffenden Fachprofessors oder durch Vorlage eigener Leistungen zu liefern. Die mit derartigen Nachweisen, sowie mit Geburts- und Zuständigkeitsdocumenten und eventuell einem Mittellosigkeitszeugnisse belegten Gesuche sind bis 31. December 1897 Xm Einreichungs - Protokolle der israelitischen Cultusgemeinde (I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock) während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, einzobtingen. Unter den Bewerbern gemessen österreichisch - ungarische Staatsbürger den Vorzug. Auf Gesuche, die mit den geforderten Nachweisen nicht versehen sind, wird keine Rücksicht genommen. Dr. Jacob GoldenthaPsehe Stiftung. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt zur Kenntniss, dass das Dr. Jacob Goldenthal’sche Stipendium ä ff 45.— für einen Studierenden israelitischer Konfession, der die k. k. philosophische Facuität in Wien besucht und sich dem Rabbinats- oder Lehrfache widmet, für das laufende Schuljahr zu verleihen ist. Bedingungen: 1. Der Kandidat muss österreichisch - ungarischer Staatsangehöriger sein. 2. Zeugnisse beilegen über: a. Moralität; b. Mittellosigkeit; c seine Immatriculation an der k. k. Universität in Wien; d. seinen fleissigen, von drei Herren Professoren bestätigten Besuch der Vorlesungen; e. Kenntnisse über hebräische und rabbiniscbe Literatur. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Die diesfälligeu Gesuche sind im Einreichungs-Protokolle der israelitischeu Cultusgemeinde I. Bezirk, Seitenstettengasse Nr. 4, 1. Stock von 9 bis 2 Uhr bis 31. October 1897 zu überreichen. Dr. Ignaz Lemberger’sche Heirats-Ausstattungs-Stiftung fiir ein verwaistes armes Mädchen. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt zur Kenntniss, dass die Zinsen der genannten Stiftung ä fl. 138 an ein verwaistes Mädchen der Wiener israelitischen Cultusgemeinde, das sich zn verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsheitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Geburts-, einem Armufhs-, einem Bitten-Zeugnisse und dem Nachweise ihres Brautstandes versehenen Gesuche bis 31. October 1897 in der Kanzlei der israelitischen Cultusgemeinde I., Seitenstettengasse Nr. 4, 2. Stock, woselbst während der Amtsstundeu von 9 bis 12 Uhr Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, einzureichen. Diejenigen Bewerberinnen, welche eine Verwandtschaft oder Schwägerschaft mit dem seligen Herrn Dr. Ignaz Lemberger oder ihre Zuständigkeit nach Wien nachzuweisen im Stande sind, gemessen den Vorzug. Dr- Max Friedländer’sche Heirats-Ausstattungs-Stiftung für ein armes Waisenmädchen. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt zur Kenntniss, dass die Zinsen der genannten Stiftung, 2 Plätze ä 59 fl., ö. W. an arme verwaiste Mädchen jüdischer Confession, das sich zn verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsbeitrag zn verleihen sind.' Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Geburts- und Armuths-, einem Sittenzeugnisse, ferner dem Nachweise, dass sie verwaist sind und sich im Brautstande befinden, versehenen Gesuche bis 31. October 1897 im Einreichungs-Protokoll der israelitischen Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, während der Amtsstunden von 9-—12 Uhr Vormittags, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Jonas Freib. v. Köoigswarter’sche Stipendien f. Theologen. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Wien bringt hiemit zur Kenntniss, dass zwei Jonas Freiherr von Kb'nigswarter’sche Stipendien ä ff. 470 für Hörer jüdischer Theologie, welche gleichzeitig philosophischen Studien an der Wiener Universität obliegen, für das Schuljahr 1897/98 zur Verleihung kommen. Die dieslälligen Gesuche sammt nachstehenden Beilagen: 1. Geburtsschein, 2. Heimatsschein über die österreichisch-ungarische Staatsangehörigkeit, 3. Maturitäts-Zeugniss, 4 Immatriculationsschein der Wiener Universität, 5. Colloquienzeugnisse und 6. Zeugnisse über den dermaligen Betrieb theologischer Studien, sind in der Kanzlei der israelitischen Cultusgemeinde Stadt, Seitenstettengasse Nr. 4, 2. Stock, woselbst während der Amtsstundeu von 9 bis 12 Uhr Vormittags Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, bis 31. October d. J. zu überreichen. In dem Gesuch ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Stiftung d. aufgelösten Abendbörse f. Lebramts-Gandidaten. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt hiemit zur Kenntniss, dass die Zinsen aus der vom Comit6 der aufgelösten Abendbörse begründeten Lehramts Candidaten- Stiftnng im Betrage von fl. 46 ö W. an einen L hramts-Candidaten israelitischer Konfession zu verleihen sind Die Bewerber haben ihre mit einem Geburts-, Moralitäts- und Armuthszeugnisse, ferner mit Schulzeugnissen versehenen Gesuche im Eiarerchuugs-Protokolle der israelitischen Cultusgemeinde Stadt, Seitenstettengasse Nr. 4, 1. Stock bis 31. October 1897 zn überreichen. In dem Gesuche ist auzugebeu, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Wien, am 1. October 1897. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Samuel Süssermann’sche Stiftung für die Beförderung des Studiums der Bibel ur.d des Talmuds. Es wird hiemit zur Kenntniss gebracht, dass zwei Stiftplätze der obengenannten Stiftung im Betrage von je fl. 100 jährlich, für Schüler einer hiesigen Mittelschule, welche stiftsbiiefgemäss „Sich beim Unterrichte in der Bibel und im Talmud durch Fleiss und besondere Erfolge hervorthun“ auf die Dauer der Mittelschulstudien zu verleihen sind. Unter den Bewerbern um diese Stipendien haben jene Mittelschulbesucher, welche aus der Talmud-Thora-Vereinsschule in die Mittelschule übergetreten sind, Lei gleicher Befähigung den Vorzug. In dem Gesuche ist auch anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Die diesfälligen Gesuche, mit den nöthigen Zeugnissen belegt, sind im Einreichungs-Protokolle der israelitischen Cultusgemeinde I. Bezirk, Seitenstettengasse Nr. 4, 1. Stock, bis längstens 31. October d. J. zu überreichen. Wien am 1. October 1897. Das Curatorium der Samuel Süssermann’schen Stiftung. Ignaz u. Rosalia Wolfsche Krankenunterstütznngs-Stiffung. Am 5. Jänner 1898 gelangen die halbjährigen Interessen der obigen Stiftung an arme hilfsbedürftige Kranke der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde zur Verkeilung. Die Bewerber haben ihre mit dem Armuths- und Krankheits- Zeugnisse belegten Gesuche in der Centralstelle für das Armenwesen der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde (I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock,) woselbst auch während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, bis längstens 81. October 1897 zu überreichen. Gesuchsteller, welche ihre Verwandtschaft mit den Stiftern nachzuweisen in der Lage sind, gemessen unter gleichen Verhältnissen vor anderen Bewerbern den Vorzug. Wien, am 1. October 1897. Das Curatorium der Ignaz und Bosalia Wolf'sehen Kr ankenunter sttitzungs-Stiftung. Heiraten in reichen und feinsten Kreisen vermittelt höchst discret eine gebildete vertrauenswürdige Persönlichkeit. Israelit. Man wende sich vertrauensvoll unter F. 0. 775 hänptpostlagernd Wien gegen Schein. Von der" ' " wärmstens empfohlener Hochschüler mit vorzüglichen Keferenzen bittet um Lectionen in Gegenständen der Mittel- und Bürgerschule, sowie in Französisch Englisch und Stenographie gegen massige Gehaltsansprüche. Adresse in der Expedition dieses Blattes. ÖcraaJflebtr «. Ottartu. Kcbacteur: L». Joses ». «loch. — Druck v. L. »eck * SoHu, Wien. VIII., Lerchensüderstr. 46. 44