Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 14 (1897)
- Issue
- 41 (8.10.1897)
- Date
- 1897-10-08
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 816 Vr. Vloch's Wochenschrift >Jl\. 41 Einverständliche Scheidung erfolgte 1891 in 6 Fällen 1892 „ 14 „ 1893 „ 8 „ 1894 „ 10 1895 „ 5 „ Ohne Einverständniß 1891 in 4 Fällen 1892 „ 7 „ 1893 „ 2 „ 1894 „ 1 „ 1895 „ 2 „ Eine Ehetrennung erfolgte 1891 in 46 Fällen 1892 „ 46 „ 1893 „ 48 „ 1894 „ 49 „ 1895 „ 41 „ Geboren wurden Kinder 1891 1.532 männliche 1892 1.551 „ 1893 1.672 „ 1894 1.691 1895 1.713 Todesfälle waren in Wien: 1891 931 männliche 1892 915 „ 1893 1020 1894 1013 1895 980 22 Männer und 8 Frauen tödteten sich selbst; als Ursache erscheint angegeben Langwierige Krankheit.bei 6 Männern, 2 Frauen Geistesstörung.„1 „ l „ Liebes gram.„4 „ 1 „ Furcht vor Schande oder Strafe . . „ — „ 1 „ Schlechte Fortgangsclasse . . . . „ 1 Knabe Schlechter Geschäftsgang . . . . „ 4 Männer Mißliche Familienverhältnisse. . . „ 1 „ 2 „ Lebensüberdruß.„ — „ 1 „ Unbekannte Ursache.„5 „ 1.460 weibliche 1.504 „ 1.472 1.580 1.541 829 weibliche 827 757 806 816 Die Selbsttödtung erfolgte durch: Erschießen bei 14 Männern 1 Frau Schnitt- und Stichwunden — „ 1 „ Herabstürzen von Höhen 3 „ 3 „ Erhenken — „ 1 „ Ertränken 4 „ 1 „ Vergiften 1 „ — „ Es verunglückten 9 „ 5 „ Das Heimatsrecht in Wien erhielten im Jahre 1895 im Ganzen 4925 Personen, davon waren mosaischen Glaubensbekenntnisses 147 Inländer, 168 Ausländer, 1 Zugewiesener. Das Bürgerrecht wurde verliehen: 1891 an 619 Personen, darunter 23 Juden 1892 „ 288 „ 16 „ 1893 „ 235 „ 4 1894 „ 374 , io 1895 „ 166 „ „ 5 „ Die Verminderung in der Zahl der Bürgerrechtsverleihungen im Jahre 1895 erklärt sich daraus, daß während der vom 31. Mai 1895, dem Tage der Auflösung des Wiener Gemeinderathes, beginnenden Verwaltung der Gemeinde durch den landesfürstlichen Commissär alle Gesuche um Verleihung des Bürgerrechtes zurückgelegt und der Entscheidung der künftigen Gemeindevertretung Vorbehalten wurden. Ueber die eigentlichen cönfessionellen Angelegenheiten der Israeliten entnehmen 'wir nachstehende Angaben. Es bestanden Tempel und sonstige ständige Beträume im: I. Bezirke Transport 24 4 V. Bezirke 2 ll. „ 15 . VL 2 M. „ 5 . -VH . „ - IV. „ — - VIIL . ,, 1 Transport 29 IX. Bezirke 2 X. „ 1 XI. „ 1 XII. „ 1 XIII. „ XIV. „ 1 Transport 35 XV. Bezirke 1 XVI. ., 1 XVII. „ 1 - XVIII. „ 2 XIX. „ 2 35 Zusammen 42 Die sehr sorgfältig ausgeführten Tabellen über die erfolgten Confessionsänderungen ergeben, daß aus dem Judenthume ausgetreten sind: 1891 181 männl. 168 weibliche Personen 1892 148 „ 166 „ „ 1893 233 „ 172 1894 217 „ 172 „ 1895 212 198 Zum Judenthume übertraten: 1891 28 männl. 51 weibliche Personen 1892 20 „ 50 ,, „ 1893 33 „ 69 1894 33 „ 59 1895 22 „ 54 ,, „ Bon letzteren waren ledig 15 männliche 45 weibliche Personen verheiratet 6 „ 3 „ „ verwitwet 1 3 „ geschieden — „ 2 „ ff unbekannt — ,, 1 über 14—20 Jahre alt 1 „ 4 „ ff „ 20-30 „ ., 9 „ 31 ,, ff „ 30-40 „ „ 5 „ 12 „ „ „ 40—50 „ 4 „ 4 ,, „ 50-60 „ „ 2 „ 3 „ „ „ 60—70 „ „ 1 if — „ „ Von den 410 Personen, welche aus dem Judenthum austraten, erklärten ihren Uebertritt zur römisch-katholischen Kirche 226 (105 männliche, 121 weibliche), zur evangelisch-augsburgischen Kirche 51 Personen (22 männliche, 29 weibliche), zur evangelisch-helvetischen Kirche 18 Personen (9 männliche, 9 weibliche), zur griechisch-orientalischen Kirche 2 Personen, confessionslos erklärten sich 108 Personen (72 männliche, 36 weibliche), zur griechisch-katholischen Kirche 1 Mann, zur altkatholischen Kirche. 1 Mann, ohne Angabe 1 Mann, 2 Frauen. Bon den 76 Personen, welche zum Judenthume übertraten, gehörten vorher an der römisch-katholischen Kirche 14 männliche 28 weibliche „ griechisch-oriental. „ 1 „ 1 „ „ evangel.-augsburg. „ 4 4 „ „ , ,, helvet. ,, 2 ,, 1 ,, „ unitarische ,. 1 „ — „ In der Gruppe XIV. „Bildungswesen" finden wir die Angabe, daß an der k. k. Universität 1891 1997, 1892 1875, 1893 1738, 1894 1705, 1895 1606 Studenten inscribirt waren. Die. Anzahl der israelitischen Studirenden an der k. k. technischen Hochschule hat dagegen zugenommen; es waren 1890/91 198, 1891/92 223, 1892/93 247, 1893/94 263, 1894/95 311 und 1895/96 353. Schwankend ist die Zahl der israelitischen Studirenden an der k. k. Hochschule für Bodencultur, zu derselben Zeit betrug ihre Anzahl 10, 14, 12, 14, 11 und 9 unter 312. An der k. k. Akademie der bildenden Künsten studirten.im Jahre 1892 19, 1893 26, 1894 26, 1895 22 Israeliten. Ueber die israelitisch-theologische Lehranstalt finden wir sämmtliche Daten: Das Lehrpersonale bestand aus 4 Professoren und 3 Docenten. Die Zahl der Hörer betrug 37, darunter 2 außerordentliche, 3 von ihnen waren aus Niederösterreich, 4 aus Böhmen, 5 aus Mähren, 17 aus Galizien, 7 aus Ungarn, 1 aus dem Auslande. In der Vorbereituugsschule waren 12 Schüler aus Galizien. Im Ganzen waren sonach jüdische Hochschüler 2027, in Procenten 25'4. Ueber den Besuch israelitischer Kinder in den Mittelschulen gibt nachstehende Tabelle Auskunft: Es besuchten von Gymnasien: das akademische Gymnasium im I. Bezirke 184 „ Franz Josefs- „ „ I. „ 119 „ Gymnasium zu den Schotten „ I. „ 18 321 24 29