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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1897-01-01 · 1 (1.1.1897) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
14 (1897)
Issue
1 (1.1.1897)
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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«Seite 10 Dr. Vloch's WochrnkltzrNI Nr. 1 der Zwecke dieser Gesellschaft mit der Religion unserer Race zu rufen. Wohlthätigkeit ist das Hauptprincip unseres Glaubens. Wir sind mit diesem Princip geboren, erzogen und es ist mit uns verwachsen. Es war stets einer unserer besten Charakterzüge. Wo man Kinder Israels findet und Wohlthun benöthigt ist, werden Sie diesen Charakterzug antreffen, ohne auf die Person zu achten, oder Fragen zu stellen, wird den Nothleidenden geholfen. Es ist genügend, daß Jemand bedürftig ist und sofort öffnet sich die Hand des Israeliten, das israelitische Herz blutet und das israelitische Gemüth ist mit Theilnahme beseelt." Der Redner schloß seine mit donnerndem Beifall aufgenommene Rede: „Dieses Wohlthun kann durch den Geist und den großen Reichrhum Israels zu dem erstaunlichsten und wirksamsten Werke gemacht werden, das je die Welt gekannt hat. Und, obgleich ich nicht im Geringsten gesagt haben will, daß Sie locale Wohlthätigkeit vernachlässigen sollten, dringe ich in Sie, den Namen Israels mit dem Protest und der praktischen Führerschaft gegen die Uebergriffe gegen religiöse Freiheit in der ganz«-» Welt zu verflechten, so daß alle Religionsracen wiffen mögen, daß der Israelit den Namen verdient, mit dem man ihn wegen seiner Wohlthätigkeit bezeichnet, einer Wohlthätigkeit, welche nicht nur die Börse mit dem Bettler theilt, das Kleid mit dem Unbekleideten, das Dach mit dem Obdachlosen, sondern der Wohlthätigkeit, welche das Band der menschlichen Existenz kräftigt, welche auf ewige Brüderlichkeit hofft und welche gegen den starken Arm der Unterdrückung den stärkeren Arm der Erlösung und der darauf folgenden Freiheit entgegenstellt. Das herrliche Fest, welchem der Mayor und zahlreiche hervorragende Persönlichkeiten der Stadt beiwohnten, schloß mit einer Zeichnung für die Armen, die bei 10.000 Dollars ergab. Correspondenzen. Wien. (Jüdische akademische Lesehalle.) Unter äußerst reger Betheiligung fand am 26. December im Vereinslocale der Jüdischen akademischen Lesehalle die Plenarversammlung statt, wobei sich bei allen Mitgliedern, ohne Unterschied der Parteistellung, das Bestreben zeigte, durch einheitliches Wirken und geschlossenes Zusammengehen die Interessen des noch jungen, aber schon zu einer der bedeutendsten akademischen Bereinigungen gewordenen Vereines zu fördern, und wurden demgemäß die gemeinsam aufgestellten Candidaten fast einstimmig gewählt. Nachdem dem provisorischen Leiter Herrn eaud. meä. Salamowitz für sein uneigennütziges und hingebungsvolles Wirken im Interesse des Vereines der Dank der Versammlung votirt worden war, ergriff der neugewählte Präses Herr cand. jur. Moritz Nadel, lebhaft acclamirt, das Wort. Bonder Mission des Judenthums und speciell der jüdischen akademischen Jugend ausgehend, betonte Redner, daß wir nur durch strammes und inniges Zusammenwirken eine Achtung gebietende Stellung erringen und unsere Freiheit aufrecht erhalten könnten. Mit einem Appell an die Commilitionen, sich zu wahren Männern, die ihrem Volke und der Menschheit zu Nutzen und zur Ehre gereichen sollen, schloß die Versammlung. Die neue Vercinsleitung findet ein reiches Feld für ihre Thätigkeit. Ein besonderes Augenmerk wird sie hiebei auf die im Vereine zu hallenden Vorttäge richten und sich bestreben, das gesellige Moment im Vereine zu heben, damit dieser zu dem werde, als was er überhaupt gedacht ist, als Sammelpunkt der jüdischen akademischen Jugend der Wiener Hochschulen. Die Vereinsleitung glaubt sich hiebei der Hoffnung hingeben zu dürfen, daß die jüdische akademische Jugend von allen Jenen, welche ein Herz für's Judenthum haben, in dem schweren Kampfe um ihr gutes Recht, gegen Rohheit und gewaltsame Uebergriffe auf's Kräftigste unterstützt werden wird. Wien. Am Sonntag, den 27. December, ll Uhr Vormittags, fand im B e t h a u s e XU., D i e f e n b a ch g a s s e 53, die Eröffnungsfeier der Talmud-Thoraschule für die Bezirke XII bis XV in sehr erhebender Weise statt. Der Feier wohnten der Herr k. k. Bezirksschulinspector Dr. Rällig die Vorstandsmitglieder Landesschulrath Dr. Gustav K o h n, Dr. Marcus Spitzer, Fabriksbesitzer Gottlieb T a u s s i g, Handelskammerrath Wilhelm P o l l a k, Rector Dr. Schwarz, Schulinspector K a n i tz und ein zahlreiches distinguirtes Publicum bei. Zunächst sprach ein Schüler ein Gebet, sodann hielt der Obmann Rabbiner Dr. Wolf die Weiherede, in welcher er einen Blick auf die Geschichte der Talmud- Thoraschulen warf, das Studium der hebräischen Sprache als ein Lebenselement unseres Stammes bezeichnet und glühende Liebe zur heiligen Sache dem Lehrer wie den Schülern dringend empfahl. Nachdem Herr Landesschulrath Dr. K o h n im Namen des Vorstandes, Herr Lehrer W i e s n e r und Herr H i r s ch l anerkennende und Dankesworte gesprochen hatten, sprach wieder ein Schüler ein Schlußgebet, welches mit dem Segen für Kaiser und Reich endete. Daun sang die nett gekleidete Schülerschaar die Bolkshymne unter Leitung des Herrn Lehrers Berger in erhebender Art. Zum Schluffe ergriff der Herr k. k. B e z i r k s s ch u li n s p e c t o r das Wort, er pries die A n st a l t, welche zur Hebung der Religiosität dienen solle, und wünschte ihr mit herzlichen Worten „Glück aus!" Die ganze Feier im hellerleuchteten kleinen Gotteshause machte auf die Anwesenden einen tiefen, bleibenden Eindruck. Wien. (Ferienheim.) Der Verein „Ferienheim" ist in der Lage, 70 Kinder israelitischer Confession in der kommenden Ferialsaison 1897 in nicht unter seiner Leitung stehende interconfessionelle Feriencolonien unterzubringen, und werden hierauf reflectirende Eltern hiermit aufgefordert, ihre Kinder in der Zeit vom 1. Jänner bis 15. Februar im Bureau des „Ferienheim" I., Schottenring 23 zur Anmeldung zu bringen. Für die eigenen Colonien des Vereines „Ferienheim" (mit ritueller Verköstigung) beginnen die Einschreibungen erst im Monate März und wird der genaue Zeitpunkt durch eine besondere Verlautbarung bekauntgegeben werden. RoLnau. (S p e n d e n - V er z e i ch n i ß.) Zur Errichtung eines israelitischen Friedhofes und eines Asylhauses für lungenkranke Glaubensgenossen im Curorte RoLnau (siehe Aufruf in der Nr. 50 der „Oesterreichischen Wochenschrift" sind nachstehende Spenden eingegangen: Von den Herren Gebrüder Guttmann 200 fl.; Chewra-Kadischa Pest 25 fl.; Chewra-Kadischa Jägerndorf 15 fl.; Chewra-Kadischa Pilsen 10 fl.; Chewra-Kadischa Lundenburg 10 fl.; Chewra-Kadischa Prag 10 fl.; Chewra-Kadischa Olmütz 10 fl.; Gemiles Chessed Wien 10 fl.; Herr David Benies, Wien 10 st; Heinrich Klinger, Wien 10 fl.; Chewra-Kadischa ProßnitzIO fl.; Frauenverein Proßnitz 10 fl.; Marcus Neumann, Proßnitz 20 fl; Adolf Pollak, Proßnitz 10 fl.; Direktor Fröhlich, Proßnitz 5 fl.; Daniel Steinschneider. Proßnitz 3 fl.; Cultusvorstand Krakau 25 fl.; Manno Schönaug, Pest 10 fl.; Frauenverein Jägerndorf 10 fl.; Oberrabbiner Dr. Güdemann, Wien 5 fl.; Rabbiner Dr. I. Wolf, Wien 3 fl.; Rabbiner H. Goitein, Nachod 5 fl.; Josef Haas, Holleschau 15 fl.; Jacob Haas, Kraßna 5 fl.; Gottlieb Bondi, Prag 5 fl.; S. Kapralik, Lemberg 5 fl.; Dr. Seidl, Prerau 5 fl.; Osias^Gottfried, Buczan 2 st; Hadasse Wechsler, Komorna 5 fl.; Dr. Austerlitz, Meran 6 fl.; Adolf Wiener, Krakau 5 fl.; Dr. Hoffncr, Ungarisch-Wieselburg 5 fl.; Jacob Bittner, Lundenburg 5 fl.; Emanuel Klein, Wien 6 fl. 60 kr.; Max Hescheles, Meran 5 fl.; Alexander Morgenroth, Przemysl 5 fl.; Dr. Bermann, Meran 5 fl.; Jacob Theimann, Wien 5 fl.; Wolf Goldberger, Bilka 5 fl. 20 kr.; Dr. H. Baltniester, Czernowitz 5 fl.; Moritz Hartmann, Brünn 2 fl.; Amalia Freud, Wien, 7 fl. 50 kr.; Leopold Mohr, Falkenau 1 st; Chewra-Kadischa Brünn 5 fl.; Chewra-Kadischa Kolin 5 fl.; Chewra- Kadischa Königgrätz 5 fl.; Chewra-Kadischa Stanislau 5 st; Chewra- Kadischa Sombor 5 fl.; Chewra-Kadischa Oswiecim 5 fl.; Chewra- Kadischa Domboritz 5 st; Ch-wra-Kadischa Reichenberg 5 fl.; Chewra- Kadischa Poustopin 2 fl.; Chewra-Kadischa Lieben 5 fl.; Chewra- Kadischa Buczacz 5 fl.; Chewra-Kadischa Neuern 5 st , Chewra-Kadischa Budczanov 5 fl.; Chewra-Kadischa Ungarisch-Hradisch 5 fl.; Chewra- Kadischa Tyczin 5 st; Chewra-Kadischa Bielitz 5 fl.; Chewra-Kadischa Austerlitz 5 fl., Chewra-Kadischa Hohenems 5 fl.; Chewra-Kadischa Zwittau 5 fl.; Chewra-Kadischa Ottakring 6 fl.; Chewra-Kadischa Czabrendekb fl; Chewra-Kadischa Milofka 5 fl.; Chewra-KadischaTachau Ist 70 kr.; Chewra-Kadischa Tuchow 2 st; Chewra-Kadischa Trenczin- Baau 5 st; Chewra-Kadischa Ersek-Ujvar 5 st; Chewra-Kadischa Trebitsch 5 st; Chewra-Kadischa Galgocz 5 st; Chewra-Kadischa Eger 3 fl.; Chewra-Kadischa Bisenz 5 fl.; Chewra-Kadischa Rudnik 2 fl. 42 kr.; Chewra-Kadischa Bezdan 5 fl.; Chewra-Kadischa Lipto-Szent- Miklos 5 fl.; Chewra-Kadischa Jamnitz 3 fl.; Chewra-Kadischa Eperies 5 fl.; Chewra-Kadischa Hunifalu 1 st; Chewra-Kadischa Kis-Körös 5 st; Chewra-Kadischa Nagy-Kanizsa 5 st; Chewra- Kadischa Beßterczebänya 3 fl.; Chewra-Kadischa Paczov 3 st; Chewra-Kadischa Altofen 5 fl.; Chewra-Kadischa Eisenstadt 6 st; Chewra-Kadischa Beczko 2 st; Chewra-Kadischa Oedenburg 5 st; Chewra-Kadischa Neuhaus 5 fl. 50 kn; Chewra-Kadischa Komörn 5 st; Chewra-Kadischa D. Szt.-Marlon 5 fl.; Chewra-Kadischa Drietoma 2 fl. 50 kr.; Chewra-Kadischa Raab 5 st; Chewra-Kadischa Oroshaza 5 fl.; Chewra Kadischa B.-Gyarmat 5 fl.; B. Gyarmat Chesed schel Emes 5 st; Leopoldstädter Kranken-Unterstützungsverein Wien 5 st; Frauenverein Mähr.-Ostrau 5 st; Frauenverein Brünn 5 st; Frauenverein Hermanmestec 5 fl.; Frauenverein Wien 5 fl.; Frauenverein Kohl-Janowitz 5 fl.; Frauenverein Raudnitz 6 st; Frauenverein Brenportschin 2 st 20 kr.; Frauenverein Olmütz 5 st; Frauenverein Leipnik 2 st; Frauenverein Baden 5 fl.; Frauenverein Pilsen 5 st; Frauenverein Leitmeritz 5 fl.; Frauenverein Teplitz 5 fl.; Chewra-Kadischa Kojetein 7 fl. 90 kr.; Philipp Thorsch Wien 5 st;

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