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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1896-12-18 · 51 (18.12.1896) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
13 (1896)
Issue
51 (18.12.1896)
Date
1896-12-18
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 51 Vr. Vloch's WochrnfttzrM Tette 1023 Die Geburt einer Tochter zeigen an: Salo Fingerhut, Louise Fingerhut, geb. Bloch. Breslau, den 17. Deeember 1896. Oeffentliche Danksagung. Am 8. d. M. hat die Productivgenossenschaft der Wäscheerzeuger ihr neues Genossenschaftsheim, I., Rothenthurmstraße 19, eröffnet. Die erste Action dieser Genossenschaft war es, 100 arme Kinder mit warmen Winterkleidern zu versehen. In liebenswürdiger Weise wurde dem Vereine „Ferienheim" die Auswahl von 20 Kindern zugestanden. Der Vorstand des genannten Vereines sieht sich daher angenehm veranlaßt, dem Director der Productivgenossenschaft der Wäscheerzeuger, Leo Brandt, im Namen seiner armen Schützlinge hiermit seinen wärmsten Dank auszusprechen. Der Vorstand des Vereines „Ferienheim". Antonie Graf, Schriftführerin. Sofie Grünfeld, Präsidentin. C O K C URS. In der israelitischen Cnltusgemeinde Rakonitz, welche nnnmehr auf Grund der behördlich genehmigten Statuten conatituirt ist, ist die Stelle eines Rabbiners zu besetzen. Bewerber muss akademisch gebildet, österreichischer Staatsbürger sein, und wird derjenige bevorzugt, welcher der böhmischen Sprache mächtig ist. Mit diesem Posten ist ein fixer Gehalt von 2000 Kronen und Wohnnngsbeitrag von 400 Kronen nebst den üblichen Emolumenten verbunden. Der Antritt erfolgt ain 1. April 1897 und sind die diesbezüglichen, gehörig belegten Gesuche bis zum 15. Jänner 1897 an den gefertigten Vorstand einzusenden. Die bereits früher eingereichten Gesuche werden eventuell berücksichtigt. Israelitische Cultusgemeinde Strakonitz, den 15. Deeember 1896. J. U. Di*. Wilhelm Reiser, Vorsteher. Import-Gesellschaft Palästina Amt 14991 G. m. b. h. Amt 14991 Berlin, Werderscher Markt 9. Verkauf von Producten aller Art aus den jüd. Ansiedlungen in Palästina und Syrien Weine: '/, 7, Esra, süss, portweinartig.• p. Fl. M. 1.60 0'85 Rischon le-Zijon, roth, herb, hochfein, aus Prima Bordeaux-Reben •. „ „ 1.75 0 90 Katra, roth, herb, ans franz. Reben . „ „ 1.25 0 65 Sichron Jacob, weiss, wie Haute Sautorne „ , 1.20 0*65 Cognac Jaffa vom Jahre 1892 . „ „ 4 50 2.25 Bei Weinen werden 10 Pf. per Flasche berechnet, die bei Rückgabe znrückvergütet werden. Producte s Mandeln, Apfelsinen, Honig, Mixed Pickles, Olivenöl, div. Syrupe und Liqneure, Rohseide und Cocons, Ean de Palestine, Rosenwasser -!v2-8eit'e etc. etc. Ferner: Kunstvoll geschnitzte Hausgebrauchuod Schmuck- Gegenstände, verfertigt von den jüdischen Handwerkern in Jerusalem, im Preise von 25 Pf. bis 30 Mk. Import-Gesellschaft Palästina 6. m. b. H. Berlin, Werderscher Markt 9. PROSPEC T. Unter der Firma „Fortuna" Goldminen-Actien-Gesellschast hat fid) am 19. November b. I. unter Intervention und in den Amtslocalitäten des königlich öffintlichen Notars Ludvig Nagp de Tokaj mit einem volleingezahlten Actien-Capital von 2,000.000 Kronen eine Actien-Gesellschaft gebildet, deren Zweck es ist, der vernachlässigten siebenbü, gischen Golviiidi.ftiie einen Aufschwung zn verleihen, in erster Reihe aber das Goldbergwerk Szent Endre anzukaufen und zu exploitiren. Seit zweitausend I ihren befassen sich die Leute in Siebenbürgen mit dem Golobergbaue. und eine ganze große Gegend lebt ausschließlich daven. Trotzdem wird die Goldminen-Indnstrie daselbst ans unglaublich primitive Weise betrieben. Keines dieser Werke verfügt über ein Betriebscapital und über Maschinen, und ihre Pochwerke sind so unvollkommen, daß gewöhnlich mehr als die Hallte des Goldgehaltes verloren geht. Trotz dieses Perfahrers liefert dieser primitive Bergbau, welcher von ganz kleinen Leuten, Handwerkern und Bauern betrieben wird, ein Ecträgniß von 14 Meter-Centnern Gold pro Jahr im Werthe von 3 Millionen Kronen» Nur wenige dieser Bergwerke befinden fid) in kräftigen Händen; es sind dies Ausländer, welche, mit den Verhältnissen u» bekannt, einige schwächere Gruben angekauft haben, die trotzdem ein großes Erträgniß liefern, so daß sie eine jährliche Dividende non 20 bis 30 Percent' und noch mehr vertheilen können. Es wäre schon an der Zeit» daß sich auch das vaterländische Capital mit diesen Bergwerken beschäftigte, ja es ist dies auch seine Pflicht, und die Erfüllung derselben brächte ihm auch einen großen materiellen Nutzen. Die hiemit constituirte GesellschciN hat einen B.trcig behufs Ankaufes der Goldbergwerke Szl. Endre obgeschlossen und gedenkt erst diese in Betrieb zu nehmen. Dasselbe befindet sich in der Gemeinde Bucsum, in umuitle.bam Nähe der Stadt AbrudlLiya. Aiigr«nzn>d an dieses Bergwerk befindet sich die Concordia-Grube, aus welcher Gold im Werthe von vielen M-llionen gefördert wird. Die Actionäre sind zumeist Bauern aus der Umgebung ohne Betriebscapital, die das gewonnene Gold wöchentlich unter sich ver'.hetlen; auch sie haben keinerlei Maschinen und waren dennoch im Stande, innerhalb 20 Jahren 400- bis 600.000 Kronen als Reingcwiun zn vettheilen. In der Szt. Endre-Grube kommen genau dieselben Goldadern vor wie in der Concordia-Grube, und die neue Gescllschcm wird den Betrieb mit entsprechendem Betriebscapital und mit Pochwerken neuesten Systems erhalten. Acht Goldadern sind in der Szt. Endre-Grube bereits -rschlosien. Alle diese Adern sind auch in der Concordia bekaitnl; sie sind reich an Gold und versprechen dasselbe Quantum a,: Gold zu liefern wie diejenigen der Concordia. Herr Ludwig Rainer, der bekannte Wiener Experte nnd gewesene Goldbergwerks-Director, hat diese Grube bereits zweimal untersucht und sich hierüber folgendermaßen geäußert: „Das in meinem Beisein abgeteufte und von mir eigenhändig abgetiommene Material des V. Ganges hat einen Gehalt von 23 Gramm Feingold, wovon 17*4 Gramm amalgomirbarcs Gold int Wet'he von fl. 28.53 und 5*6 Gramm Schlichgold im Werthe von fl. 8 40 waren; hievon 70 Percent, somit fl. 25.85 per Tonne ansbringbat." „Für capitalskräftige und intelligent geleitete Bergbau-Unternehmungen ist Siebenbürgen ein außerordentlich dankbarer Boden, nur muß man verstehen, eine günstige Gelegenheit mit Geduld zu erwarten und im gegebenen Falle rasch zu handeln. Ich schließe mit dem Ausdrucke der festen Ueberzeugung, daß die Szt. Endre-Grube fich in kürzester Zeit den großen und einträglichen Bergbau-Unternehmungen des Landes würdig an die Seite stellen wird." Die Grube besteht aus fünf Grubeu-Maßen; die Oberfläche betragt mehr als 75.000 Quadratmeter und ist mithin im Stande, auf unabsehbate Zeiten hinaus genügendes Pochmaterial zu liefern. Die „Fortuna" Goldminen-Acticngcsellschäft constitunte sich mit einem Stammcapital von 2,000.000 Kronen; sie besitzt daher genügende Mittel, um die nölhigen Maschinen und Pochwerke nach dem besten Systeme zu beschaffen. Die Pochwerke werden derart eingerichtet, daß sie täglich 80 Tonnen Erz verarbeiten können. In der conftilnirenden Generalversammlung wurde die unten angeführte Direclion und der ebenfalls unten angeführte Auisichtsratb gewählt. Bei diesem Betriebe eröffnen sich der Gesellschaft Ausfichten auf eine überaus glänzende Prosperität; gestützt auf die obige über allen Zweifel erhabene Expertise würde die Berechnungdes zu erwartenden Gewinnes folgende Ziffern aufweisen: Eine Tonne Erz liefert, durchschniltlid) Gold im Wcrlhe von 51*70 Kronen, mithin 80 Tonnen 4136 Krone» d-e Kosten betragen (Alles eingerechnet) per Tonne 12 Kronen 960 Kronen, daher pro Tag 3176 Kronen. Das macht sür 350 Arbeitstage — der Betrieb ist ein permanenter — circa 1,111.000 Kronen. Bei dieser Berechnung ist blos ans dos im Pocherz bejuolidte Gold Rücksicht genommen; doch kommt in der Szt. Endre-Grube, ebenso wie in der benachbarten Concordia-Grube sehr viel Freigold vor; wenn wir den Werth desselben mit 25 Percent der obigen Summe, mit 277.900 Kronen annehmen,' ergibt fich demnach ein jährlicher Nutzen von

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