Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 13 (1896)
- Issue
- 51 (18.12.1896)
- Date
- 1896-12-18
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 51 Vr. Bloch's Wochrnptzrifl Seite 1007 Kinder mosaischen Glaubens gegen 1256 und 1276 in den Vorjahren. Das R e al g y m n a sium in« II. Bezirke besuchten 337 Schüler gegen 470 im Vorjahre. Realschulen besuchten 1025 jüdische Kinder gegen 997 im Vorjahre, und die k. k. Staats-Oberrealschule im i. Bezirke 175 Privat-Unterrealschule „ i. „ 23 k. k. Staats-Oberrealschule „ II. „ 197 k. k. Staats-Unterrealschnle „ n. „ 189 k. k. Staats-Oberrealschule „ in. „ 104 Privat-Unterrealschule „ in. „ 12 Communal-Oberrealschule „ IV. „ 43 k. k. Staats-Unterrealschule „ V. „ 13 Communal-Oberrealschnle „ VI. „ 86 k. k. Staats-Oberrealschule „ VII. „ 74 Privat-Unterrealschule „ VII. „ 9 k. k. Staats-Oberrealschule „ XV. „ 45 r/ tf tt it ff XVIII. 55 Den percentuell größten Antheil nehmen die jüdischen Schüler, respective Schülerinnen unter den Besucherinnen der höheren Mädchenschule ein; das Jahrbuch sührt an, daß unter den 1289 Mädchen, welche solche Institute besuchten, 581 jüdischen Glaubens waren; es besuchten hievon das Mädchengymnasium des Vereines für erweiterte Frauenbildung 28 Mädchen, das Lyceum Jeiteles 140, Liste 5, Luithlen 40, den Wiener Frauen Erwerbverein 137, die Fvrtbildnngscnrse Gnnesch 14, Hanausek 2, Simonson 8, Weiser 8, Szanto 3, Thilo 15, Mä^chenunterstützungsverein 27, der evangelischen Gemeinden 61, Langer 2, Schnlverein für Beamtentöchter 86 und Winterberg 4. Ueber das städtische Pädagogium finden wir keine Daten; bei den Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalten sind nachstehende Ziffern angeführt: es besuchten erstere 2 Personen, letztere 18, überdies aber die Privatbildungsanstalt für Kindergärtnerinnen 9 Mädchen, 1 die Lehrerinnenbildungsanstalt des k. k. Civilmädchenpensionates und 3 die Lehrerinnenbildungsanstalt des k. u. k. Officierstöchter-Jnstitutes. Das Conservatorium für Musik und darstellende Kunst der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien besuchten 236 jüdische Schüler und Schülerinnen unter 833. Ueber die Anzahl der Schüler an der Mehrzahl der gewerblichen Lehranstalten fehlen, betreffend die Confession, Daten. Dies ist umsomehr zu bedauern, als damit der den Juden so oft gemachte Vorwurf entkräftet würde, daß sie körperlicher Arbeit ausweichen. Daß dieser Vorwurf gänzlich unbegründet ist, erhellt übrigens aus den wenigen, bei den fachlichen Fortbildungsschulen angegebenen Ziffern. Letztere ergeben, daß die Fachschule für Bäckerlehrlinge im I. Bezirke 7 „ „ XVII. „ 5 Buchbinder rc. 3 Buchdrucker, Schriftgießer 13 Drechsler 4 Fleischhauer 17 Gastwirthe 9 Gürtler, Broncearbeiter 2 Hoteliers 1 Juweliere rc. 12 Kleidermacher 6 Schlosser 1 Spängler 10 Tapezierer- 15 Tischler 3 Uhrmacher 29 Zimmer- und Decorationsmaler 2 Zuckerbäcker 6 Lehrlinge mosaischen Glaubens besuchten; die allgemein gewerblichen Fortbildungsschulen für Lehrlinge und Gehilfen besuchten 309 jüdische Burschen, bei den ftir Mädchen waren 196 eingeschrieben. In den 71 gewerblichen Vorbereitungsschulen waren 381 jüdische Schüler, die Anzahl derselben in den sachlichen und allgemeinen gewerblichen Fortbildungs- und gewerblichen Vorbereitungsschulen ist nicht ersichtlich, ebenso nicht ihre Anzahl in den Handelsschulen. Genaue Daten finden wir bei den staatlichen und städtischen Volksschulen; an den ersteren betrug die Zahl derselben 49, darunter 25 Knaben, in den letzteren 15.465, und zwar waren in den Bezirken: männliche weibliche zusammen I. 598 779 1377 II. 3147 3728 6875 III. 371 505 876 ' IV. 125 142 267 V 145 160 305 VI. 259 297 556 VII. 299 311 610 VW. 100 173 273 IX. 510 625 1135 X. 170 237 407 XI. 41 45 86 XII. 101 123 224 XIII. 51 50 101 XIV. 247 194 441 XV. 145 133 278 XVI. 256 231 487 XVII. 254 258 512 XVIII. 205 225 430 XIX. 74 151 225 in den Bürgerschulclaffeu 1371, 2638, 4009, allgemeinen Volksschulclassen 5727, 5729, 11.456. lieber die Anzahl und Vertheilung der jüdischen Lehrer in Wien ersehen wir nachstehende Ziffern. Im Jahre 1894 waren in Wien 194 männliche und 89 weibliche Lehrer mosaischer Religion; von ihnen wirkten in I. 4 münnl. 2 weibl. II. 54 „ 39 III. 2 „ 6 „ IV. 1 ,. 1 „ V. 2 „ 1 „ VI. 1 2 „ VII. - „ 4 „ VIII. 1 „ 1 „ IX. - „ 4 „ X. 6 „ 5 „ den Bezirken: XI. — männl. 2 weibl. Xil. 2 „ 1 „ XIII. - „ 1 „ XIV. 6 „ 3 „ XV. 3 „ 1 „ XVI. 9 „ 12 „ XVII. 5 „ 1 „ XVIII. 6 „ 1 „ XIX. 2 „ 2 „ Von diesen waren 1 Bürgerschuldirector, 3 Oberlehrer, 21 männliche und 8 weibliche Bürgerschnllehrer, 15 männliche und 34 weibliche Volksschullehrer, 6 männliche und 15 weibliche definitive Unterlehrer, 4 männliche und 27 weibliche provisorische Unter- und Aushilfslehrer mit Lehrbesähigungszeugniß und 4 männliche und 5 weibliche ohne dieses Zengniß. Religionsunterricht ertheilten 17 Lehrer und 1 Lehrerin im IX. Bezirke. Neben den öffentlichen Schulen besuchten 284 männliche und 273 weibliche Schüler Privatvolksschulen; ferner waren im allgemeinen österreichischen israelitischen Taubstummeninstitut 51 männliche und 30 weibliche Zöglinge unter der Leitung von 10 männlichen und 1 weiblichen Lehrkraft und im israelitischen Blindeninstitut im XIX. Bezirke 30 männliche und 14 weibliche Zöglinge unter der Leitung von 10 männlichen und 1 weiblichen Lehrern. In der Abtheilung „Gesundheitswesen" finden wir die Ziffern über das segensvolle Wirken des Spitals der Wiener Cultusgemeinde: Dasselbe verfügt über 100 Betten; vom Jahre 1893 blieben 37 männliche und 39 weibliche Patienten; ausgenommen wurden im Laufe des Jahres 1894 411 männliche, 280 weibliche Personen; von diesen wurden geheilt entlassen 176 männliche, 137 weibliche, gebessert 172 männliche, 79 weibliche, ungeheilt 5 männliche, 4 weibliche; gestorben sind 51 männliche, 54 weibliche. Die Durchschnittszahl der Verpflegstage für einen Kranken betrug 33'26, es war dies bis auf ein Privatspital die höchste Zahl unter allen 38 Wiener Heilanstalten. Zum Schluffe seien noch einige Ziffern über die Armenbetheilung angeführt, wobei allerdings zu bemerken ist, daß genaue Angaben über alle an jüdische Bittsteller verabfolgten Unterstützungen nicht ersichtlich sind. An dieser Stelle leien auch die Daten des durch sein rühmliches Wirken bekannten Vereines zur Beförderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten angeführt. Es wurden im Jahre 1894 404 Lehrlinge vorgemerkt und sämmtliche auch untergebracht; 229 waren bis zu 14 Jahren, 175 zwischen 14 und 16, 2 kamen in die Lehre außerhalb Wiens, die übrigen in Wien. Unter den im Jahre 1894 bei den A«neninftituten betheilten 53.216 Personen waren 143 männliche und 113 weibliche Bittsteller, und zwar waren in den Bezirken: