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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1896-11-20 · 47 (20.11.1896) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
13 (1896)
Issue
47 (20.11.1896)
Date
1896-11-20
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 944 Dr. Block's Wochenkchrifk Nr. 47 " „Das Uebrige iucrbe ich in Freitischen hereinbringen", antwortete Jankele nicht weniger rasch. „Denn wenn ich Euch Eure Tochter abnehme, werdet Ihr inr Stande sein, mich öfter zu Tische zu laden, als jetzt." „Durchaus nicht", entgegnete Mauasse, „denn jetzt weiß ich, wie gut es Euch geht, und werde nicht glauben, daß ich Euch eine Wohlthat thue." „Oh, doch, doch", sagte Jankele schmeichelnd, „Ihr seid zu sehr ein Ehrenmann, um Euch zu merken, als Menschenfreund was ich dem Heiratsvermittler, dem Schwiegervater nnd dem Schnorrer erzählt Hab. Außerdem werde ich bei Euch den Freitisch haben als Schwiegersohn, nicht als Schnorrer." „Wegen dieser Verwandtschaft würde ich anch bei Euch Freitisch haben", entgegnete Manasfe. „Ich hätte nie gewagt, zu denken, daß Ihr mir erweisen würdet diese Ehre, aber selbst in diesem Falle könnte ich Euch nicht so gute Mahlzeiten vorsetzen, wie Ihr mir. Ich werde also im Vortheil sein." „Das ist wahr", sagte Da Costa nachdenklich. „Aber Ihr seid noch immer mit einer Guinee im Rückstand. Nun endlich war Jankele in die Enge getrieben, aber ohne merkliche Pause entgegnete er: „Ihr vergeßt das, was ich durch meine Frömmigkeit erspare. Ich faste zwanzigmal im Jahre, und sicherlich ist das wenigstens noch eine Guinee per anno." „Aber Ihr werdet Kinder haben", entgegnete-Da Costa. Jankele zuckte die Achseln. „Das geht den Allerhöchsten an. Gelobt sei sein Name! Wenn er sie schickt, wird er auch für sie sorgen. Ihr dürft übrigens nicht vergessen, daß bei Eurer Tochter die Mitgift nicht nur mit hundert Pfund angesetzt werden darf." „Gewiß, meine Tochter wird eine Mitgift haben, die ihrem Rang geziemt", sagte Manasfe mit seiner großartigsten Miene. „Aber ich habe sie mit einem König der Schnorrer verheiraten wollen." „Scheu. Aber wenn ich sie heirate, werde ich einer sein." „Wieso?" „Ich werde dann Enre Tochter geschnorrt haben, das Kostbarste aus der Welt! Und werde sie einem König der Schnorrer abgeschuorrt haben! Und obendrein werde ich Enre Dienste als Heiratsvermittler geschnorrt haben. (Fortsetzung folgt). Briefkasten. Anton B. Der eine Bericht erscheint, doch glauben wir, daß die Veröffentlichung des zweiten vielleicht böse Folgen haben könnte. L. Die Herrschaften sind von einer unendlichen Empfindlichkeit, wenn die Verfolgten den Versuch machen, sich kräftig zu wehren. H. B. Die Antisemiten variiren das Wort Goethes: „Ein Deutscher kann keinen Franzmann leiden, doch seine Weine triukl er gerne". — Sie lieben das Geld der Juden. M. 91. Dr. Lueger leugnet, daß er angespuckt wurde, obwohl fünf Zeugen das Gegentheil beeideten. Dr. Geßmann befolgt dieselbe Taktik, vielleicht schwört er noch darauf, daß er in Langeulois nicht — geprügelt wurde. M. N. Der hochwürdige Herr Dittrich gehört zu jenen antisemitischen Priestern, die die Lehre verkünden: „Hasse deinen Nächsten, wie du dich liebst. B. R. Ueber die Rohheit jener Antisemiten, die Greise und Kinder mißhandeln, hat man Dr. Lueger noch nicht sprechen gehört. Er hält lieber Hetzreden. Anonymer Einsender. Wir ersuchen um Mittheilung ihres Namens und Adresse. A. M., Hamburg. Manuscripte werden nicht retournirt. S. P. in D. Verlag „Achiasaf“, Warschau. Preis ungebunden ö. W. fl. 1.45, in Prachteiuband ö. W. fl. 2.— inclusive Postspesen. Eifriger Leser der„Oesterr. Wochenschrift". Unser Brief ist mit dem Vermerk „Adressat unbekannt" retour — die genaue Adresse lautet: Frau Baronin Clara v. Hirsch, Paris, 2 Uue d'El^see. Notiz. Daß man durch reelles Geschäftsgebahren sich trotz großer Concurrenz erfolgreich behaupten kann, zeigt uns das an Ausdehnung stetig zunehmende Möbel-Etablissemeut, I. Spira, Wien, Yil., Siebensterngasse 1, Breitegasse 9. 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T fortschrittlich gesinnten Herren Fabrikanten und Kaufleute beim Einkäufe ihrer Geschäftsbücher u. Bureau-Artikel auf die Detail-Abtheilung meiner Geschäftsu. Copirbücher-Fabrik ho fliehst aufmerksam zu machen und bitte um Ihre geschätzten Aufträge. Hochachtungsvoll Jnqu< s Fischer, Geschäftsbücher-Fabrik, II, Ob. Donaustrasse 85 (an der Stefaniebrücke). Auf zum Glück! Schuhwaaren, Grösste Auswahl. Bestes Material. Billigste Preise. Wien, I., Teinfaltstrasse Nr. f I., Bauernmarkt Nr Tanz-. Turnschuhe Galoschen, Schneeschuhe, e Nr. f ■8 Herausgeber u. verantw. Redrcteur: Dr. Josef G. Bloch. Druck — v. L. Beck & Sohn, Wien, VIII., kercke'ifelderstr. 46. ^92446 47309718^^^8

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