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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1896-10-23 · 43 (23.10.1896) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
13 (1896)
Issue
43 (23.10.1896)
Date
1896-10-23
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr 43 Vr. Bloch » Wvchenkchrifl _ "Seite 861 Witwe nach Herrn Jakob Ieiteles und Tochter des berühmten Tischgesellschaft 8 fl.; Herr Leopold Tedesco 2 fl.; Herr I. Gerster, Prag, 2 fl.; Magyarossy 2 fl.; Herr I. Popper 2 fl.; Herr Heinrich Klinger 2 fl.; Herr Joses Doller 2 fl.; Herr C. Teppich, Berlin, 2 fl.; Frau Nelly Schwarz, Brünn, 2fl.; Herr- Joseph Frankl 2 fl.; Herr C. Fischmann, Prag, 2 fl.; ein Kinderfreund 3 fl.; Eine Erinnerung an meine Lieben 20 ft.; A. D. x. 10 fl.; Losgesellschaft „Mariahilfer Gemüthlichen" 6 fl. 60 kr.; „Miederhaus" Ignaz Klein 5 fl.; Karl Heller Haidi 1 fl. 50 kr.; Frau Malvine Fluß 20 fl.; dl. N. 20 fl.; E. R. F. 2 fl. 50 kr.; St. Sch. 1 fl>; Frau M. B. 5 fl.; Aus Gmunden 1 fl.; Herr Dr. Julius Lederer 9 fl. 50 kr.; Frau Lotti Fantv 5 ft.; Herr- David Fanto anläßlich der Vermälung seiner Tochter 50 fl.; Herr Heinrich Schischa, Wr.-Neustadt 3 fl.; Herr Gottlieb Turnowsky 1 fl. 50 kr. Wien. (IX. Ausweis über eingeg au gene Spenden zum Z w e ck e des Baues eines Tempels in der B r i g i t t e n a u.) Herr Josef Haas 2 fl.; Bernhard Heber 2 fl.; D. Tauß 1 fl.'; Gustav Hernfeld 2 fl.; Jacob Rvbitschek 2 fl.; Rudolf Gllttmann 5 fl.; Jg. Groß 3 fl.; Frei 5 fl.; Js. Berkowitz 3 fl.; I. Großmaun 2 fl.; Grünfeld ch Block 5 fl.; Georg Löwy 5 fl.; Albert Hahn 10 fl.; Ludwig & Carl Kraus in Reichenberg 5 fl.; Geb. Gröedl in Demnia wyzna 50 fl.; E. H. Friedmanu in Wieliczka 15 fl.; Adolf Haaß in Budapest 25 fl.; Geb. Lederer in Prag 30 fl.; Heinrich Weiner für Blocks 18 fl.; Jul. Süßmandl 3 fl. 50 kr.; Fried. Fischer 3 fl. 50 kr.; Jacob Ochs 17 fl.; Fritz Schneid 10 fl.; Ferdinand Spiegel 4 fl. 50 kr.; David Spitz 8 fl.; David Pollatschek 5 fl.; A. H. Messinger 6 fl. 50 kr.: Jacob Kohn, Brigittagasse 13 fl. 50 kr.; I. S. Deutsch 0 fl. 50 kr.; Leopold Fischer 19 fl. Wien, 20. Dctobev. (Wohlthätigkeits-V erein „F rauen h o r t", IX., Müllnergasse 21.) Wie alljährlich wird dieser bestbekannte Verein auch Heuer eine Anzahl armer Schulkinder mit Winterkleidern versorgen. Der Verein hat im ersten Jahre seiner Gründung 80 Kinder, im zweiten Jahre 120 und im dritten Jahre 156 Kinder bekleidet. Diese Ziffern sprechen eine beredte Sprache. Auch für Heuer ist die Anmeldung armer Schulkinder eine so große, daß die Ziffer des letzten Jahres wahrscheinlich überschritten werden wird. Dieser enorme Andrang ist zum großen Theile dem Umstande znzuschreiben, daß der „Frauenhort" keine öffentliche B e f ch e e ru u g veranstaltet, sondern seinen Schützlingen — um ihr Ehrgefühl zu schonen — die Gaben direct ins Haus schickt. An Geldspeuden gur Kinderbekleidung sind bis jetzt eingelaufen: Von Frau Jda Hiller fl. 25, Herrn Donat Zisferer fl. 15, Herrn Julius Kopstein fl. 15, Bankhaus S. M. v. Rothschild fl. 25, Frau Regine Bettelheim fl. 25, Herrn Max Bunzl fl. 10, Herrn Heinrich Deutsch fl. 15, Frau Philippine Bauer fl. 15, Frau Emma Pappenheim fl. 10, Herr Arnold Fröhlich fl. 25, Frau Regierungsräthin Fanni Gintl fl. 10, Frau Jeanette Schefftel fl. 20, Herrn Otto Freudenberg fl. 10. Wien. (Auszeichnung des Componisten Goldmark.) Aus Budapest berichtet man uns: Das ungarische Amtsblatt veröffentlicht heute die folgende, bereits kurz erwähnte, aus Budapest, 5. October, datirte kaiserliche Entschließung: „Auf Vorschlag Meines ungarischen Ministers um Meine Person verleihe Ich dem Componisten Carl G o l d m a r k in Anerkennung seiner auf dem Gebiete der Musik und der musikalischen Literatur entwickelten hervorragenden Thätigkeit taxfrei das Ritterkreuz Meines Leopold-Ordens". Aus der Publication des citirten Amtsblattes geht hervor, daß die Auszeichnung auf Vorschlag der ungarischen Regierung, und zwar, wie wir zu wissen glauben, auf Antrag des ungarischen Unterrichtsministers Dr. W l a s si c s erfolgte, der Gewicht darauf legte, daß die Auszeichnung des in Wien lebenden Meisters, der Ungar von Geburt ist und bei jeder Gelegenheit bewiesen hat, daß er seines Ungarthums eingedenk bleibt, durch die ungarische Regierung geschehe. Der Kaiser hat die Verleihung an dem Tage unterzeichnet, an welchem Goldmark's „Heimchen am Herd" in der Budapester Oper zur ersten Aufführung gelangte. Wien. Der in weiten Kreisen geachtete Secretär der' israelitischen Cultusgemeinde in Wien, Herr Dr. Theodor- Lieben, und seine Angehörigen haben in den letzten Tagen zwei schwere Verluste erlitten. Am 11. d. M. wurde sein Schwager, Herr Emil Pineles, Disponent der Firma Samuel Taussig und Söhne, am 15. d. M. seine Schwester, Frau Pauline Ieiteles, Gelehrten, Herrn Kvppelmann Lieben s. A., zur ewigen Ruhe gebettet. Die beiden Verblichenen waren in Folge des lauteren Charakters, ihrer unaufdrillglicheu Bescheidenheit und großen Herzensgute weit über die Grenzen ihres Wirkungskreises und ihrer Familie hinaus geschätzt und geliebt. Dies, sowie die Theilnahme mit den vom Schicksale so hart geprüften Familien Pineles, Maranz und Lieben manifestirte sich durch zahlreiche Betheiligung an den Leichenbegängnissen und vielfache Condvlenzen von Rah und Fern. Unter den Trauergästeu bemerkte man die Herren Moriz Edler von Kuffner, Theodor Ritter von Taussig, den Vicepräsidenten der israelitischen Armenanstalt. Herrn Josef Jelinek, Laudesschulrath und Vertreter der Cnltusgemeinde Herrn Dr. Gustav Kohn. den Herausgeber der „Oesterreichifcheu Wochenschrift" Herrn Tr. Josef S. Bloch, Se. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Gelbhaus, die Chefs der Firma Samuel Taussig und Söhne mit dem gesammten Personale, die Verwaltungsbeamten der israelitischen Cultusgemeinde, die Herren Abraham und Carl Epstein, Sanatoriumbesitzer Dr. Anton Löw, den Secretär der Baron Hirsch-Stiftung Dr. Moriz Friedländer, den Literaten Herrn Luxenberg und viele Andere. Cantor Schiller recirirte in herzerhebender Weife die rituellen Gebete. Möge den Dahingeschiedenen die Erde leicht sein und die so schwer heimgesuchten Hinterbliebenen fortab ein freundliches Geschick in Schutz nehmeu! Wien. Ben dem am 11. d. M. stattgehabten literarischen Nachmittag des literarischen Geselligkeits - Vereins jüdischer Mädchen „Moria" hielt Herr Dr. Proßnitz seinen angekündigten Vortrag über „Das Buch Hiob". Das an und für sich interessante Thema, sowie der fesselnde Vortrag verfehlten nicht, bei Gästen und Mitgliedern den lebhaftesten Beifall hervorzurufen. Hieraus folgte eine Vorlesung aus Grätz über „Das jüdischfranzösische Synhedrion und die jüdischen Consistorien". Der nächste literarische Nachmittag findet Sonntag, 25. d. M. präcise 3 Uhr statt und find Vorträge von Herrn I. Werner und von dem Mitgliede Fräulein Rosa Westreich angemeldet. Gäste (Damen) herzlich willkommen. I. Schvttenring 23. Wien. «S y n a g o g e u b a n v e r e i n f ü r Wiede n u ri d M a r g a r e t h e n., Einige augesehene urrd eirrflußreiche Rtänner, welche in den genannten Bezirken ansässig fiub, an deren Spitze sich der Fabrikant Herr Adolf O st e r f e tz e r stellte, haben vor längerer Zeit den Beschluß gefaßt, zur würdigen Begehung des 50jährigen Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers ein im modernen Style entworfenes Gotteshaus zu erbauen. Zu diesem Zwecke haben sie einen Verein gebildet, dessen constituireude Generalversammlung unter Vorsitz des Redacteurs Adolf Lichtblau dieser Tage stattfand. Die lebhafte Betheiligung an dieser Versammlung, sowie die zahlreich einlaufendeu Anmeldungen zum Eintritte in den Verein und die reichlich zufließenden Spenden zeugen von der Begeisterung, von welcher die in Betracht kommenden Kreise für das Unternehmen beseelt sind, und lassen es als bestimmt voraussetzen, daß die Einweihung urid Eröffnung der Synagoge am 18. August 1898, dem Geburtstage im Jubiläumsjahre des Kaisers, erfolgen kann. In den Vorstand des Vereines wurden gewählt: Zum Präfideuren: Redacteur Adolf Lichtblau; zu Vicepräsidenten : Architekt Wilhelm F r a e n k e l und Kaufmann Adolf Hoff m a n n; zum Cassier : Fabrikant Moritz Hacker; zu Schriftführern: .9 -U.-Dr. Max Stransky und Fabrikant Franz F r a n k l; ziim Contrvlor : Zeitnngseigenthümer Sigmund Spitz; zn Vorständen und Ersatzmännern: Adolf O st ersetze r, Fabrikant, Max Spitzer, Kaufmann, Leopold Walte r, Fabrikant. Sigmund W i e s n e r, Kalifmann, und P. F r a u k f u r t e r, Privatier. Krakau, 20. October 1890. Geehrter Herr Redacteur! Im 69. Lebelrsjahre ist hier der allgemein beliebte und hochgeachtete Arzt Tr. Jacob D r o b u e r gestorben. Derselbe hat an dem polnischen Aufstande im Jahre 1863 überaus regen Anrheil genommeir und wurde hiefür zu lebenslänglichem Kerker verurtheilt. Zwei Jahre hat er von dieser Strafe abgebüßt und lvurde dann durch 2e. Majestät dem Kaiser begnadigt. Nach Abbüßung der Strafe lebte er hier, hochgeachtet von seinen Mitbürgern, gesucht als Arzt und Menschenfreund. Das Leichenbegängniß, an dem sich sämmtliche Kreise der Bevölkerung betheiligten, legte Zengniß von der großen Sympathie, der sich der Verstorbene erfreute, ab. An demselben nahmen Theil, die Universitätsvrofessoreu Gluzinski und Trzebycki, der Präsident der Cultnsgemeiude Dr. Leon .Horowitz, der Vicepräsideut Hirsch Landau, Baurath Sare, viele

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